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SPD Schierling: sozial und bürgernah für unsere Heimat!.

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07.09.2017, 19:30 Uhr
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Campact-Buch "Abschalten!" :

Wussten Sie eigentlich... :

...dass eine von der schwarz-gelben Bundesregierung geplante Verlängerung der Laufzeiten von Atomkraftwerken von 28 Jahren den vier großen deutschen Stromkonzernen EnBW, E.ON, RWE und Vattenfall zusätzliche Gewinne bis zu

225 Milliarden Euro

bringen würde?!

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Quelle:
ZDF Frontal vom 13. Juli 2010

Eine kleine Geschichtsstunde: :

von Dr. Rudi Schöfberger

Landesvorsitzender
BayernSPD 1985 bis 1991

Endstation RECHTS. Bayern :

Zitate: :

"Die CSU steht vor einem Scherbenhaufen, weil sie versucht hat, mit bewusster Irreführung das Volk hinters Licht zu führen."

Christian Ude,
SPD-Spitzenkandidat und Oberbürgermeister von München,

zur Pkw-Maut in seiner Rede beim Gillamoos 2013 im niederbayerischen Abensberg.

Buch-Tipp der SPD Schierling: :

Von Sozialdemokraten gelesen - von Sozialdemokraten empfohlen:

"Macht und Missbrauch"

Franz Josef Strauß und seine Nachfolger
Aufzeichnungen eines Ministerialbeamten

von Wilhelm Schlötterer,
erschienen im Fackelträger-Verlag
Foto: Friedrich-Ebert-Stiftung, Bonn

"Dr. Wilhelm Schlötterer, ein ehemals leitender Steuerbeamter in Bayern, beschreibt in dem Buch seinen couragierten Kampf für Recht und Gesetz und gegen ein menschenverachtendes System, dass die CSU in Bayern über viele Jahre hinweg skrupellos ausbaute. Beginnend von Franz Josef Strauß, der in seiner Besessenheit nach Macht und Gier sich selbst zum Gesetz erhob, über seine Nachfolger Max Streibl und Edmund Stoiber bis in die heutigen Tage hinein entlarvt Schlötterer schonungslos die hässliche Fratze der CSU und setzt einen eindrucksvollen Schlussstrich unter der Legendenbildung um diese angeblich christlich-soziale Partei.

Der Autor schildert das weit verbreitete Mitläufertum innerhalb der CSU, das die Missachtung der Rechtsstaatlichkeit und Demokratie sowie die schamlose Selbstbedienung mithilfe des Staatsapparates erst möglich machte.

Für seine standhafte Haltung und seine gelebte Zivilcourage gebührt Wilhelm Schlötterer höchste Anerkennung.

Für uns soll dieses Buch Mahnung und Auftrag zugleich sein, diesem Missbrauch der Macht mit allen Mitteln der Demokratie konsequent entgegen zu treten."

Armin Buchner, Marktrat und stellvertretender Vorsitzender SPD-Ortsverein Schierling

 

Herzlich Willkommen auf der Homepage des SPD-OV Schierling :

Als Ortsvereinsvorsitzende freue ich mich sehr über Ihr Interesse.

Wir sind eine im Boden der Heimat und in der Geschichte wurzelnde Partei, mit Mitgliedern, die aktiv am gesellschaftlichen Leben heute, hier und jetzt teilnehmen. Freiheit, Gerechtigkeit und Solidarität sind die allgemein bekannten Grundwerte der Sozialdemokratie, denen wir uns verpflichtet fühlen und die wir gern mit Leben füllen wollen. Wirtschaft, Arbeit, Umwelt, Immigration, Gleichstellung, Bildung und Generationengerechtigkeit sind Themen, die immer neue Fragen aufwerfen, uns ständig neue Diskussionen und Handlungsweisen abverlangen und das nicht nur in Berlin und München, sondern auch in Schierling.

Ein Ortsverein lebt von den Ideen und der Initiative seiner Mitglieder, Frauen und Männern, die eine gesellschaftliche Mitverantwortung verspüren, sich gern engagieren und Spaß haben, ein abwechslungsreiches Vereinsleben mit zu gestalten. Ich lade Sie im Namen des Vorstandes ganz herzlich ein, uns näher kennen zu lernen. Schauen Sie doch mal bei unseren Versammlungen vorbei, besuchen Sie uns bei einer unserer Veranstaltungen oder informieren Sie sich immer wieder gern auf unserer Internetseite!

In unserer Mitte ist noch Platz!

Herzlichst Madlen Melzer

 

v.l.: Madlen Melzer mit Reiner Hoffmann, DGB-Vorsitzender und Anja König, Bundestagskandidatin SPD- Niederbayern

Als Delegierte der SPD-Oberpfalz, habe ich am außerordentlichen Parteitag der SPD in Dortmund, am letzten Wochenende, teilgenommen.

Bereits das große Sommerfest am Vorabend des Parteitages, hat die Delegierten bei schwungvoller Musik und einem kühlen Bier auf das bevorstehende Großereignis eingestimmt. Ein illustres get- together, das sein Ziel, die Genossinnen und Genossen aus dem gesamten Bundesgebiet miteinander vertraut zu machen, nicht verfehlt hat.

Veröffentlicht am 28.06.2017

Das Kommunalunternehmen (KU) in Schierling, unter dem 2 Personen-Vorstand Fritz Wallner und Manuel Kammermeier, scheint nach Darstellung von Herrn Wallner eine reine Erfolgsgeschichte zu sein.

Da wird es manchen verwundern, dass es immer wieder massive Kritik an diesem Unternehmenskonstrukt gibt, bis hin zum Antrag der SPD- Fraktion im Gemeinderat, zur Auflösung des KU.

Warum, was steckt dahinter?

In den meisten Kommunen wird die Aufgabe der Grundstücksankäufe und deren Weiternutzung, sprich Wohn- oder gewerbliche-Bebauung von der Gemeindeverwaltung vorangetrieben und jeweils vom Gemeinderat genehmigt. Es handelt sich dabei  um einen ganz zentralen und auch interessanten Bereich im Rahmen der Kommunalpolitik.

Diese Gestaltungsmöglichkeiten lässt man sich normalerweise nicht aus der Hand nehmen.

Nicht so in Schierling. Hier wurde diese Aufgabe, bereits vor Jahren, vor allem mit Zustimmung der CSU-Mehrheit, aber auch von anderen Fraktionen, ausgegliedert und an Herrn Wallner übertragen.

Der damalige Geschäftsführer und heute rüstige Pensionär, hat diese Aufgabe gern übernommen und fortan gemeinsam mit Zustimmung des Bürgermeisters und Verwaltungsratsvorsitzenden HR. Bgm. Kiendl, nach eigenem Ermessen gewaltet und geschaltet. Dabei hat er sich gern auch mal über langfristige Planungen hinweggesetzt, Grundstücke dort angekauft, wo niemals vorab Gewerbegebiete geplant waren und politische Weichen gestellt, jeweils nachträglich vom Gemeinderat genehmigt. Teure, vom Fachmann ausgearbeitete und genehmigte Flächennutzungspläne wurden und werden nach Gutdünken über den Haufen geworfen und nach Bedarf zurechtgeschustert, um interessierten Firmen oder Privatleuten mundgerechte Angebote zu machen. Im Zweifel wird auch schon mal Geld gestundet, alles unter der Maßgabe, unter dem Druck, die gemachten Schulden, durch vorfinanzierte Ankäufe und Infrastruktur, irgendwie wieder hereinzubekommen. Wer dabei  wie bedient wird, bleibt im Dunkeln.

Daher sagt eine Berichterstattung über die verkauften Grundstücke und die gemachten Gewinne gar nichts aus, denn niemand kennt potentielle Mitbewerber, niemand weiß, auf welcher Basis verhandelt wurde.

Vielleicht würde Schierling heute ganz anders, durchaus attraktiver dastehen, wenn das Gremium aus gewählten Vertretern, mit all ihrem Wissen, ihrem Verantwortungsgefühl und ihren Vorstellungen von einer prosperierenden Gemeinde, mehr Einfluss auf die Gemeindeentwicklung genommen hätten.

Aber wie überall, lässt sich auch hier die Zeit nicht zurück drehen. Zukünftig sollten sich die GemeinderätInnen aber die Entscheidungen wieder selbst zutrauen und die kommunale Entwicklung federführend bestimmen wollen.

Es sind nämlich durchaus Alternativen vorstellbar, zu immer größeren gesichtslosen Gewerbegebieten mit Automobilzulieferern, beliefert von Gigalinern und einem eher temporären Bedarf an attraktiven Flächen. Auch im Bereich der Wohnbebauung ist es an der Zeit, Ideen zuzulassen, die den Ansprüchen der Zeit Rechnung tragen, selbst wenn sie dem Vorstand des KU nicht gefallen.

Madlen Melzer und Josef Röhrl

SPD- Fraktion im Gemeinderat

Veröffentlicht am 13.05.2017

Jahreshauptversammlung wählt einstimmig neuen Vorstand.

Ganz in den Fußstapfen des neuen SPD-Parteivorsitzenden und Kanzlerkandidaten Martin Schulz bewegten sich die Vorstandswahlen der Schierlinger SPD am Donnerstagabend im Restaurant „Top Four“ – zumindest bei den Wahlergebnissen. Madlen Melzer bleibt die Vorsitzende des SPD-Ortsvereins. Sie wurde bei der Jahreshauptversammlung im Gasthaus Aumeier ebenso einstimmig wiedergewählt wie ihre beiden Stellvertreter Andrea Diemer und Martin Auer  Ein hundertprozentiges Ergebnis erzielten auch Roland Niebauer als Kassier, Maria Auer als Bildungsbeauftragte und Walter Parzefall als Seniorenbeauftragter sowie Tanya Auer und Armin Buchner als weitere Vorstandsmitglieder.

Veröffentlicht am 13.05.2017

Am Sonntagabend (26.03.) ist nach kurzer schwerer Krankheit der frühere SPD-Landtagsabgeordnete, Kreis- und Bezirksvorsitzende Xaver Wolf kurz vor seinem 80. Geburtstag gestorben. Xaver Wolf hat sich für unseren Ortsverein und vor allem für unsere Gemeinde immer eingesetzt und bei wichtigen Anliegen mitgeholfen. Dass die Stromgenossenschaft eigenständig bleiben konnte und nicht von der OBAG (heute E.ON) geschluckt wurde, ist ein bleibendes Verdienst.

Erfolgreich geholfen hat er zusammen mit dem CSU-Kollegen Adolf Beck bei der Ansiedlung von WEBASTO. Eingesetzt hat er sich über Jahre für die Entschärfung der Eggmühler Todeskreuzung und für den Erhalt des Bahnhofes Eggmühl und eines direkten Zuganges für den Ortsteil Unterdeggenbach.

Wir haben Xaver Wolf viel zu verdanken und gedenken seiner in großer Dankbarkeit.

Veröffentlicht am 03.04.2017

Sehr geehrter Herr Bürgermeister Kiendl,

es scheint sehr löblich, die Bürger der Gemeinde, im Rahmen der „Earth Tour 2017“, zum Stromsparen, zum Umstieg auf Ökostrom und zum Ausschalten des Lichts, für eine Stunde, am Samstagabend, aufzurufen.

Symbolische Gesten sind dabei das eine, aber der alltägliche Umgang mit den Ressourcen das andere.

Dabei reduziert sich das Symbol leider, wie man an anderen Stellen sieht, als ein willkommenes Mittel, vorbildliches Verhalten vorzutäuschen.

Ist es Ihnen wirklich ernst mit der Umstellung auf erneuerbare Energie und eine sauberere Umwelt, dann schreiben wir doch als Gemeinde Schierling eine Petition an den Bayerischen Landtag, zur Abschaffung der 10H-Regelung und bauen als sichtbares Zeichen mindestens ein Windrad ins Gewerbegebiet am Birlbaum, zur Eigennutzung!

Eine neue Bürgerenergieanlage wäre eine super Sache!

(Auf guten Standorten liegen die Stromgestehungskosten mit Stand 2013 unterhalb derer neuer Kohle- und Kernkraftwerke; mittelfristig wird die Konkurrenzfähigkeit mit Kohlekraftwerken auch für schlechtere Standorte erwartet. Langfristig wird davon ausgegangen, dass sich die Windenergie in der Zukunft zur günstigsten Form der Stromproduktion entwickeln wird. Wichtig bei solchen Vergleichen ist es, die tatsächlichen vollen Stromgestehungskosten der einzelnen Technologien über ihren gesamten Betriebszeitraum anzusetzen. Der in diesem Kontext bisweilen angeführte Strombörsenpreis ist hingegen ungeeignet, da er für konventionelle Kraftwerke Werte ergibt, die aufgrund verschiedener struktureller Faktoren weit unterhalb ihrer Stromgestehungskosten liegen. Dadurch erscheint der Unterschied zwischen Windenergie und konventionellen Kraftwerken größer, als er in der Realität ist. Wikipedia)

Wie wir wissen, werden z.B. bei SMP sehr energieintensiv Tag und Nacht Autoteile produziert, die kilometerweit zur Weiterverarbeitung transportiert werden müssen, um anschließend in Autos eingebaut zu werden, die durchaus zur Steigerung der CO2 Produktion beitragen.

Wird eigentlich auch im Gewerbegebiet nur Ökostrom eingekauft?

Es wäre interessant, zu erfahren, wie hoch Strom und Wasserverbrauch der Gewerbebetriebe im Vergleich zu den Privathaushalten auf Schierlinger Gebiet sind.

Wirklich zielführend, für das Erreichen der Klimaziele und dem Schaffen der Energiewende, wären außerdem, bei jedem neuen Baugebiet zu überlegen, woher Strom- und Wärme klimaneutral gewonnen werden können.

Wir könnten die Häuslebauer verpflichten, energieeffiziente Häuser (Ausrichtung, Fenstergröße, Isolation) auf optimal zur Sonne ausgerichteten Grundstücken zu bauen und die Sonnenenergie, Erdwärme und industrielle Abwärme, als Fernwärme, konsequent zu nutzen.

Holzpellets und Hackschnitzel bleiben leider in der Mitte der Effizienz stecken, denn je mehr Holzheizungen eingebaut werden, je größer ist der Holzbedarf. Man liest schon vom Abholzen großer Waldflächen in Skandinavien, die wiederum große CO2- Verbraucher sind.

Feinstaub ist ein weiteres Problem.

Was auch schon letztens im Klimarat kritisiert wurde, sind Halbwahrheiten, oder das Verbreiten von Unwahrheiten.

Es ist in der Tat nicht so, glaubt man angesehenen Ökoinstituten, dass die Stromproduktion mit Kohle in Deutschland angestiegen ist und der mehrproduzierte Strom dann ins Ausland transportiert wird.

Die Stromproduktion aus Kohle ist gleichbleibend hoch, weil immer noch zu billig (auch aufgrund von Subventionen), aber nicht ansteigend.

Der Strommarkt ist längst international. Strom wird an der Börse gehandelt und je nachdem, wie teuer/billig er jeweils ist, auch aufgrund von Überproduktionen und Spekulationen, wird hin und her eingespeist.

Preisschwankungen werden dabei leider nicht an den Endverbraucher weitergereicht, sondern erhöhen die Einnahmen der Stromhändler und der Übertragungsnetzbetreiber.

Strom einzusparen ist daher sicher eine sinnvolle und wirkungsvolle Möglichkeit für den Verbraucher Geld zu sparen.

Bei unserem vorhandenen Strommix bleibt allerdings offen, welcher Erzeuger (Kraftwerke können abgeschaltet werden??…) bei geringem Abnahmepotential auf der Strecke bleibt.

Da der Stromhandel ein vielversprechendes Geschäft ist und den Gesetzen der Märkte offensteht, geht es nicht mehr um die Bedürfnisse der Bürger, um Grundversorgung oder Daseinsfürsorge, sondern nur um Gewinne und ist durch die Arbeit von Lobbyisten und Interessensvertretern auch politisch nicht ganz leicht händelbar. Energieintensive Großbetriebe bleiben dabei die interessantesten Kunden, auch wegen der Arbeitsplätze.

Nicht so, beim eigenen Verbrauch des selbst erzeugten Stroms! Das ist die sinnvollste Möglichkeit Herkunft, Verbrauch und Kosten zu beeinflussen, selbst zu bestimmen, wieviel Strom ich wann abnehme. Ist leider noch nicht jedem im vollen Umfang möglich.

Fest steht allerdings, dass wir nicht zurück in die Steinzeit und nachts im Dunkeln sitzen müssen, um den Planeten zu retten.

Energieeffizienz und eine nachhaltige Produktion, von Strom aber letztlich aller Industriegüter, lokale, nachhaltig sinnvolle und mutige Entscheidungen, plus Investitionen für die Bürgerschaft könnten zielführend sein. Vor allen Dingen ist ein globaler Einsatz der Verantwortlichen unerlässlich (in Indonesien werden zahlreiche neue Kohlekraftwerke gebaut…).

Die Ökobilanz ist dabei das Wichtige und ganz klar global!

Lichtverschmutzung beispielsweise, durch Leuchtreklamen, Feuerwerke oder sinnlose Lasershows, wie sie in Großstädten wie Las Vegas, New York aber auch hierzulande beliebt sind, ist ganz sicher nicht zu verhindern, indem wir in Schierling für eine Stunde das Licht ausmachen…

Ob man natürlich öffentliche Gebäude, wie die Kirche, nur stundenweise zu Feiertagen beleuchtet oder Feuerwerk an Silvester verbietet (auch wegen der Lärm-und-Feinstaubbelastung) wäre allerdings überlegenswert.

Wir werden jedenfalls nicht am Samstag, zur besten abendlichen Relaxzeit, im Dunkeln sitzen, da wir uns bemühen, das ganze Jahr über verantwortungsbewusst mit den Ressourcen umzugehen. Das erscheint uns vernünftiger….

Fazit:

Lassen Sie uns gemeinsam sinnvolle Entscheidungen für eine nachhaltige Entwicklung in Schierling treffen, damit wir immer das Licht anlassen können!

 

Mit freundlichen Grüßen

Madlen Melzer und Josef Röhrl, SPD- Fraktion im Gemeinderat

Veröffentlicht am 26.03.2017

Presse; Leserbrief :

Leserbrief über die Berichterstattung aus der Gemeinderatssitzung "Schnelles Internet für jedes Haus und Gehöft", LZ vom 16.03.2017 und zum Artikel „Schinhanl bleibt an der Spitze der Freien Wähler“, LZ vom 17.03.2017.

Mitunter ist man als Mitglied des Gemeinderates verwundert, erstaunt, bis empört, was man aus dem Mund anderer Mitglieder des Gremiums in der Zeitung zu lesen bekommt.

Dass die Freien Wähler und die Bürgerliste den sozialen Wohnungsbau unterstützen, ist ja eine bemerkenswerte Aussage. Zur ganzen Wahrheit gehört allerdings, dass die Anträge, die zur Diskussion über dieses Thema im Gemeinderat geführt haben, von der SPD-Fraktion gestellt und nachdrücklich eingefordert wurden. Dem Betreiben der SPD ist es auch zu verdanken, dass ein vernünftiger Ablaufplan zur Realisierung eines entsprechenden Bauvorhabens, plus der Organisation einer förderungswürdigen Wohnungsvergabe und Verwaltung erstellt wurde. Diesem Prozedere haben alle Fraktionen zugestimmt, weil mittlerweile unübersehbar ist, dass ein stark frequentierter Ort wie Schierling, mit einer gemischten Bewohnerstruktur, auch zeitgemäßen, bezahlbaren Wohnraum zur Verfügung haben sollte/ müsste. (Nachlesbar in den Sitzungsprotokollen)

Kann es außerdem sein, dass ein kommunalpolitisch Verantwortlicher einer Flächengemeinde wie Schierling in der Gemeinderatssitzung kritisiert, dass Steuergeld in die Hand genommen wird, damit auch der letzte Weiler mit einem leistungsfähigen Breitbandanschluss versorgt werden kann? Und zwar so, dass es für die Nutzer einigermaßen zu finanzieren ist!?. Da verschlägt es einem fast die Sprache! Jedem politisch und wirtschaftlich halbwegs interessierten erwachsenen Menschen sollte, seit dem Sündenfall der Privatisierung öffentlicher Netze, ab ca.1995, so was von klar sein, dass es von da an zwangsläufig immer wieder Wirtschaftlichkeitslücken für Investoren geben würde. Nämlich überall dort, wo die Kunden zwar das Netz brauchen, aber keine Leistungen im lukrativen Bereich abrufen. Egal ob beim Schienennetz, beim Stromnetz oder eben beim Telefonnetz muss dort öffentlich nachgeholfen werden, wo zwar kein Geld zu verdienen ist, aber Menschen nicht abgehängt werden dürfen.

Um gleichwertige Lebensbedingungen in unserem Land hinzubekommen, egal ob in Stadt oder Land, in Nord oder Süd  lebend, arbeiten politische Kräfte, dem Grundgesetz folgend,  daran, Grundleistungen der Daseinsvorsorge und eine flächendeckende Grundversorgung, zu der heutzutage unbedingt eine Internetverbindung!! gehört, zu schaffen. Lange genug hat es gedauert, für die Betroffenen zu lange, dass der Freistaat Bayern Zuschüsse zum Breitbandausbau in einer Höhe gewährt, die es den Kommunen möglich macht, das Restgeld aufzubringen, um endlich alle Gemeindebürger zu versorgen. Es ist einfach müßig und unsolidarisch, diese Ausgaben zu kritisieren. Nirgendwo ist das Steuergeld besser angelegt, als dort, wo Teilhabe ermöglicht werden kann. Es gibt sogar inzwischen Kommunen, die Steuergeld in die Hand nehmen, um z.B. ihr Stromnetz zurück zu kaufen!

Der Holländische Staat hat es außerdem schlau gemacht. Er betreibt das eigene Stromnetz und verdient mit „Tennet“ auch am deutschen Netz und dessen Ausbau. Mit diesem Geld können andere öffentliche Leistungen finanziert werden. So kann es auch gehen! Eine Privatisierung der Straßen hat sich zum Glück noch nicht flächendeckend durchgesetzt! Da darf noch der Steuerzahler ganz alleine ran!

Madlen Melzer, Sprecherin der SPD-Fraktion im Gemeinderat

Veröffentlicht am 26.03.2017

Bald ist es wieder so weit: Das erste politische Großereignis in der Region steht mit dem traditionellen Labertaler Dreikönigstreffen der SPD am Donnerstag, 05. Januar 2017, um 18.00 Uhr  im Restaurant „Top Four“ bevor. Zum 20. Mal erfolgt damit der Startschuss in das neue politische Jahr mit der Bundestagswahl Ende September. Die Dreikönigsrede hält der Bezirksvorsitzende der NiederbayernSPD und Passauer Bundestagsabgeordnete Christian Flisek. Dabei ist unter anderem wieder seine niederbayerische Stellvertreterin und Landtagsabgeordnete Ruth Müller aus Pfeffenhausen sowie die Landshuter Bundestagskandidatin Anja König. Die Bevölkerung ist zu dieser öffentlichen Veranstaltung eingeladen.

Christian Flisek ist für viele kein Unbekannter. Als Obmann der SPD-Bundestagsfraktion im NSA-Untersuchungsausschuss steht der gelernte Jurist regelmäßig im Fernsehen Rede und Antwort. Der Bundesvorsitzende der Arbeitsgemeinschaft der Selbständigen in der SPD (AGS) ist er beratendes Mitglied des SPD-Parteivorstandes. Ein Schwerpunkt ist für den Fachanwalt für Marken-, Patent-, Wettbewerbs- und Urheberrecht  natürlich die Wirtschafts- und vor allem die Mittelstandspolitik. Als solcher arbeitet er auch im Managerkreis der Friedrich-Ebert-Stiftung mit und ist er Beauftragter der SPD-Bundestagsfraktion für Existenzgründungen. MdB Christian Flisek, Jahrgang 1974, ist verheiratet und Vater von zwei Kindern.

Veröffentlicht am 30.12.2016

Einführend:

Das Landesentwicklungsprogramm wurde 2016  erstmals seit 2013 durch den Finanz- und Heimatminister Dr. Söder in Teilen fortgeschrieben. Es soll als Leitziel gleichwertige Lebens- und Arbeitsbedingungen in allen Landesteilen schaffen und vorhandene Disparitäten im Land abmildern und die Entstehung neuer vermeiden.

Minister Söder ist in diesem Jahr vorgeprescht, hat Kommunale Spitzenverbände verärgert indem er eigenmächtig Entscheidungen getroffen hat, anstatt in vorgesehenen Beteiligungsverfahren zusammen mit den Kommunen und durch Auswertung von Expertenmeinungen ein Konzept zu erarbeiten, wie zunächst vereinbart war. Zur „Abmilderung ungleicher Lebensbedingungen“ wurden nun 3 Metropolregionen (München Nürnberg, Augsburg) definiert, die über eine herausragende Ausstattung und Entwicklungsfunktion verfügen sollen, mit eindeutig überregional bedeutsamen Einrichtungen. Bei Ober-und Mittelzentren sind Aufstufungen beabsichtigt.

Grundzentren wie  Schierling und auch Langquaid werden durch Regionale Entwicklungspläne berücksichtigt. Unser Nachbarort hat dabei, laut Regionalplan, einen besonderen Entwicklungsstatus.

Bis Mitte November konnten sich die Kommunen nun mit eigenen Vorschlägen einbringen, bevor das Gesetzgebungsverfahren eingeleitet wird.

Natürlich möchten wir GemeinderätInnen unser Schierling als Mittelzentrum aufgewertet sehen, um in den nächsten Jahren erweiterte Möglichkeiten zur Entwicklung ausschöpfen zu können.

Doch wenn man ehrlich ist und den Vergleich mit anderen Mittelzentren, wie Parsberg, Neutraubling oder Regenstauf anstellt, dann scheint  das Ziel doch sehr hoch gegriffen. Hier möchte ein Ort Mittelzentrum werden, der nicht mal eine öffentliche Verbindung zwischen den einzelnen Ortsteilen besitzt und am Wochenende gänzlich von seiner Fernzuganbindung abgeschnitten ist. Das MVZ, genau wie die Bücherei, einzige kulturelle Einrichtung, die bei der Bewerbung in die Waagschale geworfen wird, sind in ihrem schicken Neubau nicht einmal von den eigenen Gemeindebürgern zu erreichen, wenn sie kein Auto besitzen.

Der Drogeriemarkt am Ortsrand darf wohl bei einem Grundzentrum nicht wahllos um eine Spielzeugabteilung erweitert werden, aber niemand würde eine/n Spielzeughändler/in daran hindern, im Ortszentrum ein Geschäft zu eröffnen. Die Grundversorgung mit Fleisch, Wurst, anderen Lebensmitteln und Medikamenten sind zwar sichergestellt, es gibt auch einige attraktive Geschäfte, aber ein belebtes anziehendes Ortszentrum braucht noch mehr Kriterien. Warum ist der Ortskern offensichtlich für weitere Geschäftsleute nicht anziehend? Warum ist der Umsatz nicht  ausreichend, um als Standort ausgewählt zu werden? Das Internet mag eine Erklärung sein, aber andernorts gibt es trotzdem geschäftiges Treiben…

Die SPD- Fraktion denkt, die Gewerbeflächen werden am Hauptort erweitert und erweitert, aber die weichen Standortfaktoren, wie z.B. die Anlage generationenübergreifender Sport-und Spielplätze, Parkanlagen, beleuchtete Fitness- und Joggingstrecken, ausgewiesene Wanderwege mit Busanbindung, eine freizeittaugliche MUNA-Nutzung, werden sträflich vernachlässigt! In Schierling wird immer mehr gewohnt und gearbeitet, aber kaum gelebt. Auf der B15n ist man eben nicht nur schnell in Hamburg, um Güter zu verschiffen, sondern auch in Regensburg, Landshut oder München, um zu bummeln, ins Kino oder ins Schwimmbad zu gehen.

Jegliche Anträge im Gemeinderat, unser Schierling attraktiver und anziehender, auch und nicht zuletzt für Geschäftstreibende zu machen, wurden bisher konsequent  abgelehnt. Dass nicht ein Hotelbetreiber gefunden wird, um im Ortszentrum zu investieren, spricht eine eigene Sprache. Nicht einmal der so dringend benötigte Wohnraum, der natürlich auch mit der wachsenden Zahl an Arbeitsplätzen einhergeht, wird von der Gemeinde zügig konzeptionell in Angriff genommen, trotz großzügiger Förderangebote durch den Freistaat.

Langquaid mit ins Boot zu holen, um gemeinsam einen Mittelzentrumsstatus zu bekommen, ist sicher sinnvoll. Unsere Nachbargemeinde macht es vor, wie es auch einem kleinen Ort in der Peripherie gelingen kann, attraktive Lebens- und Arbeitsbedingungen für seine BewohnerInnen zu schaffen. Da kann sich Schierling etwas abschauen!

Madlen Melzer, Sprecherin der SPD-Fraktion im Gemeinderat

 

Veröffentlicht am 21.11.2016

„Seht nicht weg, wenn andere wegsehen, zeigt Zivilcourage, wenn es darum geht, das Recht des Menschen und seine Würde zu wahren.“

Diese mahnenden Worte des vor wenigen Wochen im 97. Lebensjahr verstorbenen ehemaligen KZ-Häftlings Max Mannheimer sind das Leitmotiv der Ausstellung der Friedrich-Ebert-Stiftung „Der Schlips denkt, der Stiefel sprengt“, die der SPD-Ortsverein vom 5. bis zum 16. November ins Alte Schulhaus am Hundsmarkt geholt hat. Eröffnet wird die Ausstellung am kommenden Samstag, 5. November 2016, um 17:00 Uhr mit einem Vortrag des Journalisten des online-Portals „Endstation Rechts“, Thomas Witzgall aus Regensburg zum Rechtsextremismus allgemein und in Bayern und Ostbayern im Besonderen. Der Rechtsradikalismus-Experte schildert die Versuche der Rechtsextremen, die demokratische Gesellschaft zu unterhöhlen, und zeigt die Grenzen zwischen konstruktiver Gesellschaftskritik und der Einführung einer autoritär und totalitär geführten Volksgemeinschaft auf.

Die Ausstellung selbst informiert umfangreich an Hand von Schautafeln über die Gefahren, die von der rechtsextremen Bewegung für unser  freiheitliches und demokratisches Staatswesen ausgehen; sie will damit der Unwissenheit, Verharmlosung und Bagatellisierung entgegenwirken. Dass diese Gefahren sehr konkret sind und den berühmte warnende Satz von Bert Brecht, „Der Schoß ist fruchtbar noch, aus dem dies kroch“, mehr denn je Gültigkeit hat, zeigen die Zwischenbilanz des Bundeskriminalamtes für 2016 mit über 1.000 strafrechtlichen Übergriffen auf Flüchtlinge und Migranten sowie die Hetzmails und Drohungen gegen Nazi-Gegner und Flüchtlingshelfer sowie Politiker und Kirchen. Mit dieser Ausstellung der Friedrich-Ebert-Stiftung erinnert die Schierlinger SPD an die Präambel der 70 Jahre alt gewordenen Bayerischen Verfassung und ihre Grundsätze einer Leitkultur: „Angesichts des Trümmerfeldes, zu dem eine Staats- und Gesellschaftsordnung ohne Gott, ohne Gewissen und ohne Achtung der  Würde des Menschen..geführt hat und in dem festen Entschluss, den kommenden deutschen Geschlechtern die Segnungen des Friedens, der Menschlichkeit und des Rechts dauernd zu sichern..“

Die Bevölkerung ist zur Ausstellungseröffnung und zur Ausstellung während der Öffnungszeiten eingeladen.

Veröffentlicht am 02.11.2016

Bild: Mit einem echten "Oberdeggenbacher Honig" bedankte sich SPD-Ortsvorsitzende Madlen Melzer bei Dr. Tobias Hammerl für seine erfrischende Vorstellung als SPD-Wahlkreiskandidat für die Bundestagswahl 2017 bei den Schierlingern Genossen.

Einen Einstand nach Maß hatte der SPD-Unterbezirkskassier und Regensburger Stadtrat Dr. Tobias Hammerl bei der Schierlinger SPD im Rahmen der Mitgliederversammlung im Restaurant „Top Four“. Der gerade 39 Jahre alt gewordene, in Laaber geborene Leiter des Stadtmuseums Abensberg und des dortigen Sachgebietes Museum, Kultur und Erwachsenenbildung stellte sich als Bewerber für die Bundestagskandidatur im Wahlkreis Regensburg vor; als solcher hatte ihn der SPD-Unterbezirksvorstand bereits im Frühjahr vorgeschlagen. Dabei ist ihm die Marktgemeinde Schierling und besonders Eggmühl schon seit 2009 ein fester Begriff, als die 200-Jahr-Gedenkfeier der Schlacht bei Eggmühl begangen wurde, der wenige Tage vorher ein Gefecht bei Abensberg vorausgegangen war. Er glaube zutiefst daran, betonte Dr. Hammerl, „dass die Menschen ihre Welt im Kleinen wie im Großen positiv verändern können.“ Dazu bedürfe es eines stabilen Wertegerüstes mit den SPD-Grundwerten Freiheit, Gerechtigkeit und Solidarität. Die zweite Voraussetzung sei eine Vorstellung von der Zukunft und eine Ziel. Seine Vision der Zukunft sei eine humane Gesellschaft, in der sich die Menschen frei entfalten könnten und sich gegenseitig unterstützten. „Und die dritte Voraussetzung  ist der Mut, der es einem ermöglicht, den Weg auch gegen Widerstände zu gehen. Und mutig bin ich,“  so das Credo des Bundestagskandidaten in spe und gleichzeitig künftigen Vaters.

Veröffentlicht am 22.08.2016

Die Schriftliche Anfrage der Frau Abgeordneten Ruth Müller betreffend Unfallhäufigkeit auf der Bundesstraße 15neu zwischen Saalhaupt und Ergoldsbach sowie die Antwort des Bayerischen Staatsministeriums des Innern, für Bau und Verkehr werden vom SPD-Ortsverein Schierling zum download zur Verfügung gestellt:
 

Veröffentlicht am 20.06.2016

Es ist sicher sehr ärgerlich, um nicht zu sagen peinlich, wenn man im Rahmen einer wichtigen Rede eine entscheidende Zahl nicht genau benennt. So ist es mir in der Haushaltsrede passiert und das empfinde ich als ausgesprochen unangenehm. Die von Herrn Brückl geübte Kritik, Grundlage der von uns angeregten Diskussionen würden praktisch häufig „falsche Zahlen und leichtfertig dahingesagte Ideen“ sein, kann und will ich so allerdings nicht stehen lassen.

Insbesondere die die Bücherei, wurden ja schon im letzten Haushaltsjahr aus unserer Sicht Unsummen ausgegeben, die klar benannt waren und von uns abgelehnt wurden. Vielleicht erinnern Sie sich, dass die SPD- Fraktion in der Sitzung am 5.04.2016 beantragt hatte, den Mietvertrag zwischen Gemeinde und Investor, für das 2. Stockwerk im Geschäfts- und Bürgerhaus, zu einem öffentlichen Tagesordnungspunkt zu machen, was vom Bürgermeister abgelehnt wurde. Auf Nachfrage bei der Rechtsabteilung des Landratsamtes hat es dafür keinen objektiven Grund gegeben. Bereits an dieser Stelle, wäre dann jedem klar gewesen, wie viel Geld hier viele Jahre lang monatlich fällig wird. Fakt ist, dass im Jahr 2016 114.000 € für das Betreiben der ehrenamtlichen Bücherei aufgewendet werden sollen. Davon 50.500 € für die Miete plus Nebenkosten, ab April/ Mai (beschlossen am 5.04.2016). Für ein ganzes Jahr werden zukünftig mindestens 63.000€ für Miete und Nebenkosten fällig und das 25 Jahre lang, wobei die wirkliche Höhe der Nebenkosten erst nach der ersten Abrechnung bekannt sein wird.

Mietverträge mit einem derart hohen Mietzins (plus Anpassungsmöglichkeit), über einen Zeitraum von 25 Jahren abzuschließen, halten wir für verantwortungslos und das haben wir kritisiert. Dass außerdem die Kirche aus der finanziellen Beteiligung entlassen wurde, ohne Beschluss, ist nicht akzeptabel.

Dass Herr Wallner an unseren jüngsten Anträgen, am Stil und ungenauen Begriffen, lauthals Kritik übt, ist wohl nicht als objektiver Tatbestand zu sehen, sondern vielmehr als politisches Kalkül, sich mit unseren Anträgen nicht inhaltlich auseinander setzen zu müssen. Ich empfehle außerdem unter den genannten Aspekten Beschlussunterlagen der Verwaltung unter die Lupe zu nehmen (was jeder im Internet gern tun kann). Hier stellt das Landratsamt schon mal falsch angewandte Begriffe richtig. Wir würden es als kleinlich erachten, Bürgermeister und auch Hr. Wallner für ihre ausschweifenden Ausführungen zu geplanten Vorhaben, sowohl schriftlich als auch mündlich, jedes Mal zu kritisieren. Fehler sind doch wohl menschlich, bzw. stilistische Ausführungen der Wesensart des Verfassers geschuldet. Dass Herr Wallner sich schon mal gewaltig in der Wahl der Begrifflichkeiten vertut, wie z.B. bei der „Subsidiarität“, im Zusammenhang mit der Ablehnung unseres Antrags auf einen Ermäßigten – Pass, hätte bei der Gelegenheit gern auch mal in der Zeitung stehen können. Im Übrigen haben wir uns, wie bekannt, über den unangemessenen Umgang mit uns und unseren Anträgen im Landratsamt beschwert. Der falsche Begriff, um den es geht (Kosten wurden als „Gebühren“ bezeichnet), stand darüber hinaus nur einmal in der Überschrift eines Antrages, im Text ist er nicht mehr aufgetaucht. Jeder wusste genau, worum es ging. Interessanter Weise wird genau dieser Antrag jetzt faktisch umgesetzt…

Dass wir den anderen Gemeinderäten Begründung und Hintergrundinformationen zu unseren Vorhaben mitliefern halten wir für sinnvoll und zweckmäßig. Das als Plauderton zu bezeichnen ist rein polemisch. Wir sind, wie Sie in ihrem Kommentar ja richtig bemerken, als ehrenamtliche Gemeinderäte auch beruflich und in anderen Gremien unterwegs und daher durchaus in der Lage, unsere Vorgehensweise zu reflektieren.

Immerhin fand die Bürgerliste unseren Antrag zum Thema Freihandelsabkommen so gelungen,  dass sie ihn wortgleich erneut gestellt hat. Die CSU- Fraktion hat den komfortablen Vorteil, ihre Vorschläge gleich ganz ohne Antrag, auf Zuruf in der Klausur, unterzubringen.

Abschließend möchte ich vielleicht noch darüber informieren, dass der Haushaltsplan, aus 229 Seiten bestehend, mit den genauen Zahlen, am Donnerstag, dem 21.04.2016 mittags bei mir im Briefkasten angekommen ist. Am gleichen Abend hatte ich noch eine Sitzung des Verwaltungsrates des Kommunalunternehmens und über das Wochenende ein Familienfest im Rheinland. Dass einem ehrenamtlichen Gemeinderat, dann schon mal bei der nächtlichen Erarbeitung einer Rede, die am Ende des folgenden Arbeitstages zu halten ist und eine Vielzahl von Sachverhalten beinhaltet, eine Zahl auf dem Notizzettel unbemerkt verrutschen kann, ist vielleicht irgendwie nachvollziehbar… und ich denke/ hoffe, die Anwesenden haben dennoch durchaus verstanden, worüber wir uns empören, deshalb dem Haushalt nicht zustimmen und eine andere Diskussionskultur fordern.

Schierling, 01.05.2016

Madlen Melzer, Sprecherin der SPD-Fraktion im Gemeinderat

Veröffentlicht am 02.05.2016

Johanna Uekermann eingerahmt von den beiden SPD-Ortsvorsitzenden Madlen Melzer, Schierling (links) und Kirsten Reiter, Langquaid (rechts).

„Wahnsinnig interessant“ fand die Langquaider SPD-Vorsitzende Kirsten Reiter in ihrem Schlusswort die über 100 Minuten dauernde Gesprächsrunde auf der„roten Couch“ mit der Bundesvorsitzenden der Jungsozialisten Johanna Uekermann. Der gleichen Meinung waren die Besucherinnen und Besucher der Veranstaltung im Restaurant „Top Four“, zu der anlässlich des Internationalen Frauentages die beiden SPD-Ortsvereine Schierling und Langquaid sowie die AsF Langquaid eingeladen hatten. Denn die 28 Lenze zählende SPD-Politikerin gab in dem von Madlen Melzer und Kirsten Reiter moderierten Gespräch nicht nur einen tiefen Einblick in ihre inhaltlichen Vorstellungen einer SPD-Politik für morgen, sondern auch in ihre sozialdemokratische Wertebasis. Johanna Uekermann vermittelt einen Politik-Typ, dem es bei allen von der Vernunft geleiteten Diskussionen über politische Inhalte vor allem aufs Herz ankommt. Vielleicht sieht sie frei nach dem „Kleinen Prinzen“ die Probleme in der Gesellschaft und in der Welt mit dem Herzen besonders gut. Ihre bundesweit beachtete Kontroverse mit Vizekanzler Sigmar Gabriel wurde so logischerweise zur Randnotiz und spielte nicht die geringste Rolle. Der Blick auf die drängenden politischen Fragen und die betroffenen Menschen ließ eine solche Ablenkung nicht zu.

Veröffentlicht am 14.03.2016

Es ist im politischen Umfeld ein gern verwendetes Mittel, jemanden zu diskreditieren, persönlich unmöglich dastehen zu lassen, wenn es ansonsten problematisch ist, dessen Forderungen öffentlich akzeptierbar abzulehnen. Genauso verhält sich  Herr Wallner, kein Mitglied des Gemeinderates aber Sprachrohr der CSU-Fraktion und des Bürgermeisters. Er möchte vermitteln, dass die SPD-Fraktion mit ihrem Antrag, auf Einführung eines „Ermäßigungspasses“ lediglich zeigt, dass sie ein Problem mit den Mitarbeiterinnen des Familienstützpunktes hat, die den Vorschlag der „Kulturtafel“ eingebracht haben und von Zuständigkeiten verschiedener Gemeinwesen keine Ahnung hat. Wir  würden Anstandsregeln missachten und Misstrauen an den Tag legen. Wir hätten „anständiger Weise“ vorab mit den Frauen aus dem Stützpunkt über unser Vorhaben sprechen müssen. Das weisen wir ausdrücklich zurück.

Wir haben ein Problem mit dem intransparenten und schwachen Instrument der „Kulturtafel“ und mit der Ansiedelung am Familienstützpunkt, aber mit keiner der Mitarbeiterinnen. Um über unseren Antrag zu befinden, ist nun mal allein der Gemeinderat zuständig und keine Sozialpädagogin des Familienstützpunktes, insbesondere auch deshalb, weil dafür finanzielle Mittel in den neuen Haushalt eingestellt werden sollen.

Es geht bei unserem Antrag auch nicht um eine Abwandlung der „Kulturtafel“, sondern um ein völlig anderes, ein zuverlässigeres Instrument,  Familien und Menschen mit geringem Einkommen am gesellschaftlichen Leben teilhaben zu lassen und darüber auch Bildung zu vermitteln.

Dass wir darüber hinaus der Meinung sind, dass eine Bettelinstitution nichts an einer vom Landratsamt und der Gemeinde Schierling eingerichteten Stelle zu suchen hat, die einen klar umrissenen Aufgabenkatalog bearbeiten sollte, hat nichts mit Misstrauen den Mitarbeiterinnen gegenüber zu tun, sondern mit unserem Verständnis  von Zuständigkeiten.

Der Familienstützpunkt ist keine Wohlfahrtseinrichtung, keine soziale Initiative und auch keine Selbsthilfegruppe. Auch sind datenschutzrechtliche Bereiche bei der Einholung sehr persönlicher Informationen über den Personenkreis, der in den Genuss ermäßigter Eintrittskarten und auch Fahrkarten kommen soll, betroffen. Deshalb sehen wir an dieser Stelle ausdrücklich die Gemeindeverwaltung gefordert.

Das Subsidiaritätsprinzip zu bemühen, um unseren Antrag abzulehnen, ist dazu ausgesprochen deplatziert und zeigt einmal mehr, wie Herr Wallner sich bemüht, mit Wortakrobatik zu beeindrucken und überzeugen zu wollen. Leider hat er sich diesmal in der Argumentation gründlich  vergriffen.

„Denn nach dem subsidiären Prinzip sollen staatliche Institutionen nur dort eingreifen, wo die Möglichkeiten des Einzelnen oder einer kleinen Gruppe (Gemeinde, Familie) nicht ausreichen, die Aufgaben der Daseinsgestaltung zu lösen. Zudem soll dort, wo ein staatlicher Einriff nötig ist, der Hilfe zur Selbsthilfe Vorrang vor unmittelbarer Aufgabenübernahme durch den Staat gegeben werden.“ (Wikipedia)

Damit ist unser Antrag sogar ausgesprochen subsidiär, wollen wir doch Familien, Geringverdiener und Empfänger sozialer Leistungen unbürokratisch am gesellschaftlichen Leben teilhaben lassen, weil es ihnen ansonsten unmöglich ist. Da auch keine erbettelten Almosen verteilt werden, sondern lediglich akzeptable Zuschüsse gegeben werden sollen, ist hier auch das Gebot der Hilfe zur Selbsthilfe verwirklicht. Diese Hilfe möchten wir aber garantieren und nicht der Spendenbereitschaft von Veranstaltern überlassen.

Da uns die wirklichen Gründe, auch die der anderen Fraktionen, unseren Antrag abzulehnen, interessieren, die ja in der letzten Sitzung nicht zur Sprache kamen, werden wir diesen  Antrag und auch den zur „Einführung einer Buslinie“ erneut stellen.

Schierling, 10.03.2016

Madlen Melzer, Sprecherin der SPD-Fraktion im Gemeinderat

Veröffentlicht am 14.03.2016

Um es vorwegzunehmen, die SPD- Fraktion hat sich über den  Umgang der Gemeindeverwaltung sowohl mit den gestellten Anträgen, als auch mit den Antragstellern, im Landratsamt beschwert.

Die Aufsichtsbehörde soll klären, inwieweit durch den Bürgermeister und die Verwaltung demokratische Rechte mit Füßen getreten werden und versucht wird, Gemeinderatsmitglieder zu diskreditieren, in ihrer Arbeit zu behindern und mundtot zu machen.

Alle 4 Anträge waren einwandfrei formuliert, denn dafür gibt es keine formalen Grundlagen. Wenn es so wäre, dann wäre die Hürde ja so hoch gelegt, dass kein Bürger mehr sein Recht auf Anträge wahrnehmen könnte, ohne einen Rechtsanwalt einschalten zu müssen. 

Ein Antrag ist eine sehr niederschwellige Möglichkeit seine Wünsche zu artikulieren.

Dass die Überschrift „Gebührenerstattung“ korrekter Weise „Kostenerstattung“ hätte heißen müssen, wie der nachfolgende Antragstext eindeutig rückschließen lässt, ist die einzig berechtigte Kritik, die mit dem eingeforderten Wohlwollen schnell hätte korrigiert werden können.

Fakt ist, dass Herr Wallner nach Eingang unserer Anträge sofort ausführlich schriftlich dazu Stellung genommen hat und diese allen Gemeinderatsmitgliedern zugestellt hat. Sprache und Diktion waren bereits so eindeutig ablehnend, dass an dieser Stelle bereits klar war, wie die Gemeinderatssitzung ablaufen würde.

Kommunale Regeln und die Geschäftsordnung sehen vor, dass Antragsteller als erstes zu ihrem Antrag sprechen können. In der anschließenden Debatte  haben Gemeinderatsmitglieder die Möglichkeit ihre Meinung und Gründe zu äußeren, warum sie dem unterbreiteten Vorschlag zustimmen oder ihn ablehnen. Antragsteller haben dann das Recht, mit dem Mittel des Änderungsantrages gegebenenfalls auf Wortlaut und einzelne Antragspunkte so Einfluss zu nehmen, dass er unter Umständen für alle akzeptabel ist. Das setzt natürlich eine Diskussion voraus.

Diese wurde in der letzten Sitzung konsequent abgewürgt. Bevor noch die Antragsteller ein einziges Wort sagen konnten, wurde durch Herrn Wallner, der im Übrigen gar kein Gemeinderatsmitglied ist, mittels persönlicher Angriffe auf unsere Unfähigkeit und die Lächerlichkeit unserer Anträge hingewiesen. Die ablehnenden Argumente  der Verwaltung kamen in der Sitzung weder zur Sprache noch zur Diskussion. Auch die Presse kennt diese nur durch das Zuspielen der öffentlichen Sitzungsunterlagen. Für uns sind sie übrigens wenig stimmig, spiegeln lediglich Herrn Wallners Ansichten und Wortakrobatik wider. Seine Unterstellungen, wir würden den Mitarbeiterinnen im Familienstützpunkt misstrauen, verbitten wir uns darüber hinaus ausdrücklich!

Das letzte Wort ist über diese Anträge jedenfalls noch nicht gesprochen. Wir haben nämlich das Recht sie erneut zu stellen. Insbesondere „Ermäßigungspass“ und „Buslinie“ liegen uns sehr am Herzen. Dass sich die Verwaltung die Möglichkeit intransparenter Vorteilsvergabe nicht aus der Hand nehmen lässt, hätten wir uns ohnehin denken können. Schade, dass sie dabei so große Unterstützung erhält.

PS: Die Anträge sind auf der Homepage der Schierlinger SPD nachlesbar.

Schierling, 25.02.2016

Madlen Melzer, Sprecherin der SPD-Fraktion im Gemeinderat

Veröffentlicht am 26.02.2016

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