14. Labertaler Dreikönigstreffen in Schierling

Veröffentlicht am 07.01.2011 in Veranstaltungen

Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit
MdL Johanna Werner-Muggendorfer beim traditionellen Labertaler Dreikönigstreffen

Keine politische „Hau-drauf-Rede“ bekamen die zahlreichen Gäste aus Niederbayern und der Oberpfalz beim 14. Labertaler Dreikönigstreffen im Aumeier-Saal zu hören. Vielmehr machte die stellvertretende Vorsitzende der SPD-Landtagsfraktion und niederbayerische SPD-Bezirkschefin Johanna Werner-Muggendorfer gleich zu Beginn ihrer Neujahrsansprache klar, dass die Politikerinnen und Politiker authentisch und ehrlich sein müssen, wollen sie nicht an Glaubwürdigkeit einbüßen. Sie sollen nicht schauspielern, „wos ned san, sondern so sei‘ wia‘s san,“ betonte sie in ihrer bairischen Sprach‘, die sie auch bisweilen zum Schrecken der Protokollanten im Landtag spricht, auch wenn das „niederbayerische Bauandeandl“ Hochdeutsch gelernt hat. Sie wisse, woher sie komme, nämlich aus einfachsten ländlichen Verhältnissen, betonte die gebürtige Neustädterin. Ihrer Heimat und den Leuten ihrer Heimat bleibe sie verbunden. Diese seien auch ihre Kraftquelle.

Dass es vor allem Sozialdemokraten im schwarzen Bayern nicht leicht haben und schon „a bsondere Rass‘ sein müssen, schilderte sie an den Konflikten ihres beruflichen Werdeganges bis zum Einzug in den Landtag 1991. Ihr kämpferisches und rebellisches Naturell gegenüber der CSU umschrieb sie so: „Dene zoag is, von dene loß i mir nix gfoin, i sog wos i mia denk und hoit net mei Goschn.“ Warum die Johanna Werner Muggendorfer stolz auf ihre Partei, die SPD, ist und sich in ihr gut aufgehoben fühlt, das habe mit dem Kompass der SPD seit fast 150 Jahren zu tun. Der Kompass seien die Grundwerte der Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit. Die SPD-Abgeordnete: „Es soll bei uns gerechter zugehen, es sollen alle teilhaben an den Gütern dieses Landes und es sollen nicht mehr so viele arme Leute geben wie zur Zeit in Bayern leben.“

Mit der Bildungspolitik als einem entscheidenden Schlüssel für mehr Gerechtigkeit beschäftigte sich Johanna Werner-Muggendorfer besonders ausführlich. Besonders kritisch ging sie dabei mit der Schulpolitik der CSU ins Gericht. Diese versuche mit dem kosmetischen Begriff der „Mittelschule“ die Leute für dumm zu verkaufen. Dabei ändere sich nichts an den zu großen Klassen, horrenden Unterrichtsausfällen und an der Überlastung des Lehrpersonals. Untragbar sei die Kürzung der Eingangsgehälter für Junglehrer und –lehrerinnen: „So kann man mit jungen Menschen nicht umgehen.“ Selbst vor einem Schulversuch einer Gemeinschaftsschule mit einer längeren gemeinsamen Schulzeit der Kinder habe die CSU offenbar Angst. Dabei sei dies in den meisten europäischen Ländern gang und gäbe. Enttäuscht äußerte sich die SPD-Politikerin über die FPD in der Staatsregierung. Dieser „Wurmfortsatz der CSU und Riesenrohrkrepierer“ habe bisher in der Bildungspolitik kläglich versagt. Auch bei der kindlichen Frühförderung passiere in Bayern viel zu wenig, sagte die gelernte Erzieherin und Leiterin eines Regensburger Kinderhortes. Dabei sei unbestritten, dass eine gute Frühförderung die Eintrittskarte in eine gute Schulausbildung und diese wiederum die Eintrittskarte in das spätere Berufsleben sei. Ihr Resumee: „Bayern braucht mehr Gerechtigkeit im Bildungswesen, denn die Bildung darf nicht vom Geldbeutel der Eltern abhängen.“

Zur Infrastrukturpolitik betonte Johanna Werner-Muggendorfer, dass noch viel zu tun sei bei der Verwirklichung des Verfassungsartikels über die gleichen Lebenschancen in den bayerischen Regionen. „Hier schöpfen einige den Rahm ab und die grosse Masse bekommt die Magermilch,“ sagte sie.

Abschließend ging sie noch auf den großen Landesbank-Skandal ein, bei dem 3,75 Milliarden Euro unter den Augen der CSU-Staatsregierung versemmelt worden seien. „Hier wurde das Geld der bayerischen Steuerzahler verzockt, des ko man net so eifach ospotzn", wählte sie einen Kartenspiel-Vergleich vom Schafkopfen. „Eine Krimi-Schriftsteller, der so das in seiner Story erfindet, von dem würde man sagen: Der spinnt“.

Eine Handvoll der obligatorischen Grußworte gab es auch, gab sich doch die Prominenz aus der Oberpfalz und Niederbayern ein Stelldichein in Schierling. Der stellvertretende Landrat Sepp Weitzer schilderte die erfolgreichen Bemühungen der LandkreisSPD in der Schul- und Energiepolitik. Sein Kreistagskollege und SPD-Kreisvorsitzender Rainer Hummel aus Kallmünz betonte die erfolgreiche Kooperation mit der CSU im Kreistag. Die Landtagsabgeordnete und Regensburger SPD-Vorsitzende Margit Wild betonte die Aufgabe der SPD, sich für ein gerechteres Bayern einzusetzen. „Wir müssen die Welt nehmen wie sie ist, aber wir müssen sie besser machen,“ sagte der Regensburger Bürgermeister und SPD-Unterbezirksvorsitzende Joachim Wolbergs. SPD-Ortsvorsitzender Armin Buchner hatte zu Beginn zahlreiche Ehrengäste und Ortsvereine von Steinsberg bis Pfeffenhausen begrüßt.

Seine Stellvertreterin Madlen Melzer überreichte der Dreikönigsrednerin einen Präsentkorb als Dankeschön und wies auf die Buchlesung am 18. März mit Dr. Wilhelm Schlötterer hin.

 

Programm für die Gemeinde Schierling

 2014 - 2020 und darüberhinaus

Aus dem Sitzungssaal

10.07.2018:

Antrag der SPD-Fraktion zur Bildung eines Arbeitskreises für das "Schierlinger Echo"

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02.07.2018:

Antrag der SPD-Fraktion zur Organisation und Durchführung erweiterter Bürgerbeteiligung

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19.04.2018:

Antrag der SPD-Fraktion zum Bau einer öffentlichen Toilettenanlage am Park&Ride-Platz am Bahnhof Eggmühl

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18.04.2018:

Antrag der SPD-Fraktion zur Übernahme des Leitfadens zur Durchführung von Bürger-informationsveranstaltungen und Bürgerbeteiligungsverfahren

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10.04.2018:

SPD-Haushaltsrede 2018

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19.06.2017:

Antrag der SPD-Fraktion zur Erstellung einer Satzung für Ehrungen durch die Gemeinde

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04.04.2017:

Antrag der SPD-Fraktion zur Auflösung des Kommunalunternehmens

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04.04.2017:

SPD-Haushaltsrede 2017

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14.06.2016:

Antrag der SPD-Fraktion zur Einrichtung eines Soforthilfefonds

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14.06.2016:

Antrag der SPD-Fraktion zur Nutzung des „Kommunalen Förderprogramms für mehr bezahlbaren Wohnraum"

"Kommunales Förderprogramm für mehr bezahlbaren Wohnraum" der Bayerischen Staatsregierung

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13.06.2016:

Antrag der SPD-Fraktion zur Verkehrsberuhigung

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26.04.2016:

SPD-Haushaltsrede 2016

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10.03.2016:

Zum Thema "Subsidiarität"...

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23.02.2016:

Beschlussvorlage "Anträge der SPD" öffentliche MGR-Sitzung am 23.02.2016

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12.02.2016:

Antrag der SPD-Fraktion zur Förderung des Tourismus

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10.02.2016:

Antrag der SPD-Fraktion zur Einführung eines Ermäßigungspasses für Bedürftige

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09.02.2016:

Antrag der SPD-Fraktion zur Einhaltung von Bebauungsplänen

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09.02.2016:

Antrag der SPD-Fraktion zur einheitlichen Kostenerstattung

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24.10.2015:

Antrag der SPD-Fraktion zur Klärung der formalen Grundlagen zum Betreiben der Bücherei

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24.09.2015:

Anfrage der SPD-Fraktion bezüglich der Büchereifinanzierung

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24.09.2015:

Antrag der SPD-Fraktion zur Einrichtung einer öffentlichen Toilette

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11.06.2015:

Antrag der SPD-Fraktion zur Erstellung eines Gutachtens über LTE-Standorte

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09.05.2015:

 

Antrag der SPD-Fraktion zur Unterstützung des Gemeinsamen Positionspapiers

 

Gemeinsames Positionspapier zu internationalen Handelsabkommen und kommunalen Dienstleistungen

 

Factsheet

Dürfen Kommunen sich zu Freihandelsabkommen äußern?

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28.04.2015:

SPD-Haushaltsrede 2015

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07.04.2015:

Antrag der SPD-Fraktion zur Familienfreundlichkeit

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27.01.2015:

Nebengebäude
Altes Schulhaus

20.09.2019:

Antrag für nachhaltige Auftragsvergabe

Kommentare zum Gesche-hen vor Ort und in der Welt

13.12.2016:
Weihnachtsansprache
der SPD-Fraktion

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15.12.2015:
Weihnachtsansprache
der SPD-Fraktion

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16.12.2014:
Weihnachtsansprache
der SPD-Fraktion

"Mei Draam"

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27.11.2014:

Bürgerversammlung Buchhausen

Kommunalpolitik aktuell: "Nachnutzung MUNA"

Projektentwurf
Rhododendronpark
Blühende Bunkerwelten"
www.hobbie-rhodo.de
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Projektentwurf
Bürgerpark eG
Mensch und Natur"
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Projektentwurf
SILVA PARADISUS
Waldparadies"

Kommunalpolitik aktuell: "Pilgerweg VIA NOVA"

VIA NOVA

Europäischer Pilger- und Friedensweg

Spirituelle Wegweisung für die Zukunft und eine große Chance für den naturnahen Nah- und Ferntourismus im Großen und Kleinen Labertal, z.B.

VIA NOVA

Weichenstellung für sanften Tourismus im Labertal

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VIA NOVA

europäischer Friedensweg mit Schlachtfeldrundweg um Eggmühl anno 1809

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VIA NOVA

Radl-Tour auf Niedermünsterrundweg

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VIA NOVA

Zeitreise document Niedermünster


Die Marktgemeinde Schierling ist nach einstimmigen Beschluss des Marktgemeinderates vom 29. März 2011 auf Antrag der SPD-Fraktion offizielle VIA NOVA-Gemeinde


www.pilgerweg-vianova.eu

Energiewende im Labertal

Wechseln Sie jetzt zu einem zertifizierten Ökostromanbieter.

Wir helfen ihnen gerne!

=> zum Vertragsangebot

Aktionsreihe AK Labertal "Zivilcourage zeigen"

Vortragsreihe im Rahmen der Historischen Themennachmittage:

"Der kleine Widerstand im Labertal"

27.03.2011: Langquaid

29.05.2011: Geiselhöring

16.10.2011: Rottenburg

22.04.2012: Straubing

28.10.2012: Schierling

 

SPD-Mandatsträger


Ismail Ertug, MdEP
Ihr Europaabgeordneter für die Oberpfalz u. Niederbayern
 
www.ertug.eu
 
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Marianne Schieder, MdB
Ihre Bundestagsabgeordnete für Stadt und Landkreis Regensburg
 
www.marianne-schieder.de
 
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Margit Wild, MdL
Ihre Landtagsabgeordnete für Stadt und Landkreis Regensburg
 
www.margitwild.de

Gastmitgliedschaft

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125 Jahre BayernSPD:

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Endstation RECHTS. Bayern

Zitate:


"Die CSU steht vor einem Scherbenhaufen, weil sie versucht hat, mit bewusster Irreführung das Volk hinters Licht zu führen."

 

Christian Ude, SPD-Spitzenkandidat und Oberbürgermeister von München, zur Pkw-Maut in seiner Rede beim Gillamoos 2013 im niederbayerischen Abensberg.


Buch-Tipp der SPD Schierling:

Von Sozialdemokraten gelesen - von Sozialdemokraten empfohlen:


"Macht und Missbrauch" Franz Josef Strauß und seine Nachfolger

Aufzeichnungen eines Ministerialbeamten

von Wilhelm Schlötterer, erschienen im Fackelträger-Verlag

Foto:

Friedrich-Ebert-Stiftung, Bonn

 

"Dr. Wilhelm Schlötterer, ein ehemals leitender Steuerbeamter in Bayern, beschreibt in dem Buch seinen couragierten Kampf für Recht und Gesetz und gegen ein menschenverachtendes System, dass die CSU in Bayern über viele Jahre hinweg skrupellos ausbaute. Beginnend von Franz Josef Strauß, der in seiner Besessenheit nach Macht und Gier sich selbst zum Gesetz erhob, über seine Nachfolger Max Streibl und Edmund Stoiber bis in die heutigen Tage hinein entlarvt Schlötterer schonungslos die hässliche Fratze der CSU und setzt einen eindrucksvollen Schlussstrich unter der Legendenbildung um diese angeblich christlich-sozialen Partei.

Der Autor schildert das weit verbreitete Mitläufertum innerhalb der CSU, das die Missachtung der Rechtsstaatlichkeit und Demokratie sowie die schamlose Selbstbedienung mithilfe des Staatsapparates erst möglich machte.

Für seine standhafte Haltung und seine gelebte Zivilcourage gebührt Wilhelm Schlötterer höchste Anerkennung. Für uns soll dieses Buch Mahnung und Auftrag zugleich sein, diesem Missbrauch der Macht mit allen Mitteln der Demokratie konsequent entgegen zu treten."

 

Armin Buchner

SPD-Ortsverein Schierling