"...gerade Dich, Arbeiter, wollen wir." - Nationalsozialismus und freie Gewerkschaften im Mai 1933

Veröffentlicht am 10.04.2011 in AntiFa/Migration

Wanderausstellung des SPD-Arbeitskreises Labertal in Zusammenarbeit mit der Hans-Böckler-Stiftung und dem Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB) in vier Gemeinden des Großen und Kleinen Labertals.

Das Eintreten für Demokratie, individuelle Menschenrechte, Freiheit und freie Gewerkschaften ist der Auftrag, der nachfolgenden Generationen aus der bitteren Erfahrung des Nationalsozialismus mitgegeben werden muss. Diesem Auftrag sieht sich auch der SPD- Arbeitskreis Labertal verpflichtet und ist deshalb seit seiner Gründung im Jahr 2008 bemüht, Ausstellungsreihen zu organisieren, die verschiedene Alters- und Gesellschaftsgruppen ansprechen. 2009/10 zeigte der AK die FES-Ausstellung „Rechtsradikalismus in Bayern“.

In Zusammenarbeit mit dem Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB) in der Region Landshut ist es dem SPD-Arbeitskreis Labertal gelungen, auch in diesem Jahr in drei Landkreisen eine Wanderausstellung zu organisieren. Im April und Mai wird die Ausstellung der Hans-Böckler-Stiftung „...gerade Dich, Arbeiter, wollen wir“. – Nationalsozialismus und freie Gewerkschaften im Mai 1933 an der Volksschule Rottenburg, an der Mittelschule Mallersdorf-Pfaffenberg, am Johannes-Nepomuk-Gymnasium in Rohr sowie im katholischen Pfarrheim Geiselhöring zu sehen sein. Die Auftaktveranstaltung findet am 11. April in Rottenburg statt.

Über die Landkreisgrenzen hinweg haben die SPD-Ortsvereine in der Region diese Ausstellungsreihe organisiert, um ein Zeichen gegen das Vergessen zu setzen. Aber auch, um klar zu machen, dass es sich auch heute noch lohnt, für soziale Gerechtigkeit und faire Löhne einzutreten, so der Sprecher des AK Labertal, Rainer Pasta. Auch in Verbindung mit der Themenreihe „Der Kleine Widerstand im Labertal“, wo u.a. viele einfache Arbeiter für ihren ganz persönlichen Widerstand geehrt werden ist diese Ausstellung gewählt worden.

Am 2. Mai 1933, zerschlugen die Nazis mit der Erstürmung der Gewerkschaftshäuser die legitime Vertretung der deutschen Arbeitnehmerschaft. Gewerkschaftsfunktionäre wurden eingesperrt, gefoltert und ermordet. Am 23. März 1933 wurde gegen die Stimmen der Sozialdemokraten das Ermächtigungsgesetz im Reichstag verabschiedet und die Demokratie praktisch abgeschafft. Und nur wenige Wochen später, nachdem die Macht in Deutschland an die Nationalsozialisten ausgeliefert worden war, gehörten damit Gewerkschaften und ihre Repräsentanten ebenso wie demokratische Parteien und Politiker zu den ersten Opfern des Naziterrors.

Mit dieser Ausstellung soll an die Ereignisse am 1. und 2. Mai 1933 erinnert werden. Die Nationalsozialisten haben damals den Begriff „Gleichschaltung“ der Gewerkschaften verwendet. In der Realität kam es aber zu einer Zerschlagung der freien, traditionell sozialdemokratisch ausgerichteten Interessenvertretungen. Die Konsequenzen waren die Beschlagnahmung der Gewerkschaftshäuser und des Vermögens bis hin zu Inhaftierung und politischem Mord. Gründlich und zielstrebig wurde die Arbeiterbewegung vom NS-Regime zerschlagen, denn in einem NS- Staat war kein Platz für freie, unabhängige und der Demokratie verpflichtete Gewerkschaften.

Gerade der jungen Generation müssen die Gefahren des Rechtsextremismus vor Augen geführt werden, damit die braunen Wiedergänger keinen Fußbreit Platz in der Gesellschaft finden, so die Kreisvorsitzende der SPD im Landkreis Landshut, Ruth Müller. Der Einsatz für demokratische Parteien und Institutionen ist ein Beitrag zur Sicherung des Friedens. Nicht umsonst haben die Väter des Grundgesetzes die Freiheit von Glauben, des Gewissen und Religion den Deutschen ins Stammbuch geschrieben. Dazu kommt die Meinungs- und Pressefreiheit, die Freiheit der Lehre, Kunst und Forschung und die Versammlungsfreiheit. Rechte, die den Menschen ermöglichen sollen, „nie wieder Krieg, Angst und Verfolgung erleiden zu müssen“.

Ausstellungstermine:

11.-18. April 2011
Volksschule Rottenburg
Eröffnung am 11. April, 10 Uhr

2.-9. Mai 2011
Mittelschule Mallersdorf-Pfaffenberg
Eröffnung am 2. Mai, 18 Uhr

11.-15. Mai 2011
Gymnasium Rohr
Eröffnung am 12. Mai, 10 Uhr

16.-27. Mai 2011
Kath. Pfarrheim Geiselhöring
Eröffnung am 16. Mai, 19 Uhr

 

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Die Marktgemeinde Schierling ist nach einstimmigen Beschluss des Marktgemeinderates vom 29. März 2011 auf Antrag der SPD-Fraktion offizielle VIA NOVA-Gemeinde


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Aktionsreihe AK Labertal "Zivilcourage zeigen"

Vortragsreihe im Rahmen der Historischen Themennachmittage:

"Der kleine Widerstand im Labertal"

27.03.2011: Langquaid

29.05.2011: Geiselhöring

16.10.2011: Rottenburg

22.04.2012: Straubing

28.10.2012: Schierling

 

SPD-Mandatsträger

 
Caro Wagner

Dr. Carolin Wagner, MdB


Dr. Carolin Wagner, MdB
 

Marianne Schieder, MdB
 
www.marianne-schieder.de

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Zitate:


"Die CSU steht vor einem Scherbenhaufen, weil sie versucht hat, mit bewusster Irreführung das Volk hinters Licht zu führen."

 

Christian Ude, SPD-Spitzenkandidat und Oberbürgermeister von München, zur Pkw-Maut in seiner Rede beim Gillamoos 2013 im niederbayerischen Abensberg.


Buch-Tipp der SPD Schierling:

Von Sozialdemokraten gelesen - von Sozialdemokraten empfohlen:


"Macht und Missbrauch" Franz Josef Strauß und seine Nachfolger

Aufzeichnungen eines Ministerialbeamten

von Wilhelm Schlötterer, erschienen im Fackelträger-Verlag

Foto:

Friedrich-Ebert-Stiftung, Bonn

 

"Dr. Wilhelm Schlötterer, ein ehemals leitender Steuerbeamter in Bayern, beschreibt in dem Buch seinen couragierten Kampf für Recht und Gesetz und gegen ein menschenverachtendes System, dass die CSU in Bayern über viele Jahre hinweg skrupellos ausbaute. Beginnend von Franz Josef Strauß, der in seiner Besessenheit nach Macht und Gier sich selbst zum Gesetz erhob, über seine Nachfolger Max Streibl und Edmund Stoiber bis in die heutigen Tage hinein entlarvt Schlötterer schonungslos die hässliche Fratze der CSU und setzt einen eindrucksvollen Schlussstrich unter der Legendenbildung um diese angeblich christlich-sozialen Partei.

Der Autor schildert das weit verbreitete Mitläufertum innerhalb der CSU, das die Missachtung der Rechtsstaatlichkeit und Demokratie sowie die schamlose Selbstbedienung mithilfe des Staatsapparates erst möglich machte.

Für seine standhafte Haltung und seine gelebte Zivilcourage gebührt Wilhelm Schlötterer höchste Anerkennung. Für uns soll dieses Buch Mahnung und Auftrag zugleich sein, diesem Missbrauch der Macht mit allen Mitteln der Demokratie konsequent entgegen zu treten."

 

Armin Buchner

SPD-Ortsverein Schierling