Himmelsscheibe von Nebra ein Himmelsgeschenk für die Menschheit.

Veröffentlicht am 21.05.2014 in Europa

Copyright: Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie Sachsen-Anhalt, Juraj Lipták

Vor einem knappen Jahr wurde dem Land Sachsen-Anhalt und seinem Landesmuseum für Vorgeschichte in Halle von der UNESCO die Urkunde verliehen, mit der die Himmelsscheibe von Nebra in das Weltdokumentenerbe von Deutschland aufgenommen wurde. Einer, der hier und von Anfang an bei der Sicherstellung dieser einmaligen über 2.600 Jahre alten Bronzescheibe dabei war, ist der Schierlinger Archäologe und Leiter der Öffentlichkeitsarbeit des Landesamtes für Denkmalpflege und Archäologie sowie des Landesmuseums für Vorgeschichte Dr. Alfred Reichenberger. In einem packenden Vortrag im Restaurant Top Four schilderte er die Sicherstellung dieser einmaligen Bronzescheibe aus der Bronzezeit aus den Händen von Raubgräbern und deren Hehlern sowie den Nachweis über die Echtheit und die astronomische Bedeutung für die Menschen vor 2.600 Jahren. Bei der Frage der Herkunft der Materialien führte Dr. Reichenberger sein Publikum quer durch Europa. Das Motto der Veranstaltung des SPD-Arbeitskreises Labertal und der Schierlinger SPD, „Sonne, Mond und Sterne über Europa. Die Himmelsscheibe von Nebra und die Europa-Connexion der Bronzezeit“, passte genau zum Vortrag und zum Europatag. Die 2. Sprecherin des AK Labertal und Landtagsabgeordnete Ruth Müller aus Pfeffenhausen sah deshalb in ihrem Schlusswort die Einzigartigkeit dieses astronomischen Fundes aus der Vorgeschichte Europas den Auftrag, die Einzigartigkeit des Friedens in Europa zu bewahren und deshalb auch durch die Teilnahme an der Europawahl zu stärken. Musikalisch leitete Valerian-Marcus Thielicke auf der Violine mit der Europa-Hymne die Veranstaltung ein und er schloss sie damit auch stimmungsvoll ab.

Eröffnet hatte den Abend Markträtin und SPD-Ortsvorsitzende Madlen Melzer. Sie begrüßte unter den zahlreichen Gästen besonders den Neufahrner Bürgermeister Peter Forstner, die SPD-Landtagsabgeordnete und stellvertretende Vorsitzende der NiederbayernSPD, Ruth Müller, und Arbeitskreissprecher Rainer Pasta sowie die Vertreter von acht Ortsvereinen des Arbeitskreises Labertal. Der niederbayerische Ersatzbewerber für das Europaparlament, Valerian-Marcus Thielicke aus Tiefenbach bei Landshut wies in seinem kurzen Grußwort auf die Bedeutung der Europawahl am 25. Mai hin. Eine zentrale europäische Aufgabe werde die Bekämpfung der Steuerhinterziehung und der Steuerflucht sein, die jedes Jahr den EU-Staaten weit über hundert Milliarden Euro koste. Fast leidenschaftlich klangen die Warnungen des 20-jährigen Jungpolitikers und Studenten vor dem geplanten Freihandelsabkommens zwischen der USA und der Europäischen Union, das den großen internationalen Konzernen und Finanzhäusern praktisch unbegrenzte Freiräume auf Kosten der Umwelt und Sozialstandards unter Ausschluss der Parlamente und der Rechtswege einräume.

Regionales Zentrum der Bronzezeit
Die Region zwischen Regensburg, Kelheim, Straubing und Landshut, insbesondere an der Großen und Kleinen Laber weist eine hohe Funddichte aus der Bronzezeit zwischen 1.800 und 1.200 vor Christus auf und lässt auf eine Besiedlung schließen, berichtete Martin Auer in seiner Einführung. Bedeutende Funde ließen die Archäologen von einer bronzezeitlichen Straubinger Kultur sprechen. Zahlreiche Hügelgräber seien dieser vorgeschichtlichen Ära zuzurechnen. Im Landkreis Regensburg konzentrierten sich die Funde auf Alteglofsheim, Mintraching, Mangolding, Aufhausen, Gansbach, Petzkofen und Pfakofen, wo ein umfangreiches Gräberfeld in Richtung Inkofen entdeckt wurde. Schlagzeilen in jüngster Zeit machten bronzezeitliche Grabfunde in Grafentraubach und Salching. Gräberfelder in Straubing und Umgebung, Oberzeitldorn, Schambach, Hadersbach, Hankofen, Pilling und Muckenwinkling zeugten von der großen Siedlungsdichte vor 2.600 Jahren. Besonders herausragend, so Martin Auer, seien jedoch die Hortfunde bei Langquaid und Winklsaß bei Neufahrn gewesen. Die Archäologie spreche sogar vom „Langquaid-Horizont“ und bezeichne so eine jüngere Phase der Frühbronzezeit. Das Bronzebeil von Langquaid gelte als besonderer Typus für ähnliche europaweite Beilfunde bis in den hohen Norden. Der Hortfund von Winklsaß enthalte über 100 wertvolle Stücke von Schmuck, Messer und Waffen sowie Reste von Brustpanzer und Beinschienen. Bedeutend sei auch der Schwertfund bei Asenkofen. Auf die internationalen Verbindungen der Region in den Norden und in den Ägäis-Raum weise der Fund einer Bernsteinkette und einer mykenischen Fayence-Perle bei Pörndorf bei Bruckberg hin.

Der Krimi um die Himmelsscheibe und ihre europaweite Herkunft
Richtig spannend wie in einem Krimi wurde es, als Dr. Alfred Reichenberger die Sicherstellung der Himmelsscheibe von Nebra aus den Fängen der Hehler und Raubgräber schilderte. Auf dem Mittelberg über dem Tal der Unstrut hätten 1999 zwei Raubgräber mit einer Metallsonde die Scheibe sowie Bronzebeile der „Langquaid-Stufe“ entdeckt und an einem Kölner Händler für rund 30.000 Mark verkauft. Der Fund wechselte dann mehrmals den Besitzer. Das letzte Hehlerpaar aus den Rheinland hatte ihn für 200.000 Mark erworben und wollte ihn für 700.000 Mark weiterverkaufen. Bei einem fingierten Treffen mit dem Leiter des Museums schnappte in Basel die Falle zu und die Polizei nahm die Hehler fest und beschlagnahmte die Bronzefunde, darunter die Himmelsscheibe. Später seien auch die beiden Raubgräber verhaftet worden. Diese hätten dann die Archäologen an die Fundstelle geführt. Mehrere Strafprozesse hätten gefolgt, in denen die Echtheit des Fundes nachgewiesen worden sei. Bei diesen und weiteren Untersuchungen habe man festgestellt, dass das Kupfer der Himmelsscheibe vom Mitterberg am Hochkönig bei Salzburg, das Gold aus Cornwall in England und das Zinn aus der Bretagne stammt. Da in der Umgebung der verschiedenen Fundorte auch sogenannte Fürstengräber mit reichen Beigaben entdeckt wurden, geht Dr. Reichenberger davon aus, dass die Handelsbeziehungen schon in dieser Zeit von solchen, untereinander vernetzten „Fürsten“ organisiert wurden. Den Weg des as „Salzburger Kupfers“ habe man von Irland bis in die Türkei nachweisen können.

Die fünf Phasen der der Himmelsscheibe und ihre Deutung
Ebenso spannend wie der Fundbericht war auch die Schilderung von Dr. Alfred Reichenberger über die Entstehung der Himmelscheibe und ihrer Deutung. Er nannte fünf Phasen der Veränderungen über Jahrhunderte hinweg. In der ersten Phase seien auf der Scheibe in Gold nur der Vollmond, der Sichelmond und 32 Sterne dargestellt worden, darunter der aus 7 Sternen bestehende Sternhaufen der Plejaden. Da deren Aufgang Mitte März und Untergang Mitte Oktober in Verbindung einmal mit dem Sichelmond und dann mit dem Vollmond zu sehen sei, müsse man einen Zusammenhang mit dem jahreszeitlichen Kreislauf der bäuerlichen Kultur des Aussäens und Erntens sehen. In einer zweiten Phase sind am Rand zwei Sonnen-Horizonte hinzugekommen und in einer dritten Phase noch die Sonnenbarke hinzugefügt worden. Später wurde sie noch an den Rändern gelocht und schließlich nach Entfernung einer Horizontsichel als geweihter Gegenstand in geweihter Erde niedergelegt. Die beiden Sonnenhorizonte zeigen vom Mittelberg aus mit ihren Diagonalen einmal auf den Sonnenuntergang hinter dem Brocken zur Sommersonnenwende und zum andern auf den Kyffhäuser am 1. Mai, dem späteren Beltene-Fest der Keltenzeit. Die astronomische Verwendung der Himmelsscheibe vor 2.600 Jahren sei unbestritten. Langanhaltender Beifall belohnte Dr. Alfred Reichenberger für seinen knapp einstündigen Vortrag. MdL Ruth Müller und der Sprecher des SPD-Arbeitskreises, Rainer Pasta, überreichten ihm als Dankeschön ein Präsent.

Foto von links nach rechts: AK-Sprecher Rainer Pasta, Valerian-Marcus Thielicke, Dr. Alfred Reichenberger, MdL Ruth Müller und Martin Auer

 

Programm für die Gemeinde Schierling

 2014 - 2020 und darüberhinaus

Aus dem Sitzungssaal

10.07.2018:

Antrag der SPD-Fraktion zur Bildung eines Arbeitskreises für das "Schierlinger Echo"

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02.07.2018:

Antrag der SPD-Fraktion zur Organisation und Durchführung erweiterter Bürgerbeteiligung

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19.04.2018:

Antrag der SPD-Fraktion zum Bau einer öffentlichen Toilettenanlage am Park&Ride-Platz am Bahnhof Eggmühl

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18.04.2018:

Antrag der SPD-Fraktion zur Übernahme des Leitfadens zur Durchführung von Bürger-informationsveranstaltungen und Bürgerbeteiligungsverfahren

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10.04.2018:

SPD-Haushaltsrede 2018

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19.06.2017:

Antrag der SPD-Fraktion zur Erstellung einer Satzung für Ehrungen durch die Gemeinde

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04.04.2017:

Antrag der SPD-Fraktion zur Auflösung des Kommunalunternehmens

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04.04.2017:

SPD-Haushaltsrede 2017

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14.06.2016:

Antrag der SPD-Fraktion zur Einrichtung eines Soforthilfefonds

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14.06.2016:

Antrag der SPD-Fraktion zur Nutzung des „Kommunalen Förderprogramms für mehr bezahlbaren Wohnraum"

"Kommunales Förderprogramm für mehr bezahlbaren Wohnraum" der Bayerischen Staatsregierung

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13.06.2016:

Antrag der SPD-Fraktion zur Verkehrsberuhigung

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26.04.2016:

SPD-Haushaltsrede 2016

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10.03.2016:

Zum Thema "Subsidiarität"...

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23.02.2016:

Beschlussvorlage "Anträge der SPD" öffentliche MGR-Sitzung am 23.02.2016

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12.02.2016:

Antrag der SPD-Fraktion zur Förderung des Tourismus

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10.02.2016:

Antrag der SPD-Fraktion zur Einführung eines Ermäßigungspasses für Bedürftige

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09.02.2016:

Antrag der SPD-Fraktion zur Einhaltung von Bebauungsplänen

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09.02.2016:

Antrag der SPD-Fraktion zur einheitlichen Kostenerstattung

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24.10.2015:

Antrag der SPD-Fraktion zur Klärung der formalen Grundlagen zum Betreiben der Bücherei

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24.09.2015:

Anfrage der SPD-Fraktion bezüglich der Büchereifinanzierung

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24.09.2015:

Antrag der SPD-Fraktion zur Einrichtung einer öffentlichen Toilette

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11.06.2015:

Antrag der SPD-Fraktion zur Erstellung eines Gutachtens über LTE-Standorte

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09.05.2015:

 

Antrag der SPD-Fraktion zur Unterstützung des Gemeinsamen Positionspapiers

 

Gemeinsames Positionspapier zu internationalen Handelsabkommen und kommunalen Dienstleistungen

 

Factsheet

Dürfen Kommunen sich zu Freihandelsabkommen äußern?

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28.04.2015:

SPD-Haushaltsrede 2015

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07.04.2015:

Antrag der SPD-Fraktion zur Familienfreundlichkeit

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27.01.2015:

Nebengebäude
Altes Schulhaus

20.09.2019:

Antrag für nachhaltige Auftragsvergabe

Kommentare zum Gesche-hen vor Ort und in der Welt

13.12.2016:
Weihnachtsansprache
der SPD-Fraktion

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15.12.2015:
Weihnachtsansprache
der SPD-Fraktion

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16.12.2014:
Weihnachtsansprache
der SPD-Fraktion

"Mei Draam"

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27.11.2014:

Bürgerversammlung Buchhausen

Kommunalpolitik aktuell: "Nachnutzung MUNA"

Projektentwurf
Rhododendronpark
Blühende Bunkerwelten"
www.hobbie-rhodo.de
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Projektentwurf
Bürgerpark eG
Mensch und Natur"
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Projektentwurf
SILVA PARADISUS
Waldparadies"

Kommunalpolitik aktuell: "Pilgerweg VIA NOVA"

VIA NOVA

Europäischer Pilger- und Friedensweg

Spirituelle Wegweisung für die Zukunft und eine große Chance für den naturnahen Nah- und Ferntourismus im Großen und Kleinen Labertal, z.B.

VIA NOVA

Weichenstellung für sanften Tourismus im Labertal

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VIA NOVA

europäischer Friedensweg mit Schlachtfeldrundweg um Eggmühl anno 1809

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VIA NOVA

Radl-Tour auf Niedermünsterrundweg

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VIA NOVA

Zeitreise document Niedermünster


Die Marktgemeinde Schierling ist nach einstimmigen Beschluss des Marktgemeinderates vom 29. März 2011 auf Antrag der SPD-Fraktion offizielle VIA NOVA-Gemeinde


www.pilgerweg-vianova.eu

Energiewende im Labertal

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Wir helfen ihnen gerne!

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Aktionsreihe AK Labertal "Zivilcourage zeigen"

Vortragsreihe im Rahmen der Historischen Themennachmittage:

"Der kleine Widerstand im Labertal"

27.03.2011: Langquaid

29.05.2011: Geiselhöring

16.10.2011: Rottenburg

22.04.2012: Straubing

28.10.2012: Schierling

 

SPD-Mandatsträger


Ismail Ertug, MdEP
Ihr Europaabgeordneter für die Oberpfalz u. Niederbayern
 
www.ertug.eu
 
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Marianne Schieder, MdB
Ihre Bundestagsabgeordnete für Stadt und Landkreis Regensburg
 
www.marianne-schieder.de
 
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Margit Wild, MdL
Ihre Landtagsabgeordnete für Stadt und Landkreis Regensburg
 
www.margitwild.de

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Zitate:


"Die CSU steht vor einem Scherbenhaufen, weil sie versucht hat, mit bewusster Irreführung das Volk hinters Licht zu führen."

 

Christian Ude, SPD-Spitzenkandidat und Oberbürgermeister von München, zur Pkw-Maut in seiner Rede beim Gillamoos 2013 im niederbayerischen Abensberg.


Buch-Tipp der SPD Schierling:

Von Sozialdemokraten gelesen - von Sozialdemokraten empfohlen:


"Macht und Missbrauch" Franz Josef Strauß und seine Nachfolger

Aufzeichnungen eines Ministerialbeamten

von Wilhelm Schlötterer, erschienen im Fackelträger-Verlag

Foto:

Friedrich-Ebert-Stiftung, Bonn

 

"Dr. Wilhelm Schlötterer, ein ehemals leitender Steuerbeamter in Bayern, beschreibt in dem Buch seinen couragierten Kampf für Recht und Gesetz und gegen ein menschenverachtendes System, dass die CSU in Bayern über viele Jahre hinweg skrupellos ausbaute. Beginnend von Franz Josef Strauß, der in seiner Besessenheit nach Macht und Gier sich selbst zum Gesetz erhob, über seine Nachfolger Max Streibl und Edmund Stoiber bis in die heutigen Tage hinein entlarvt Schlötterer schonungslos die hässliche Fratze der CSU und setzt einen eindrucksvollen Schlussstrich unter der Legendenbildung um diese angeblich christlich-sozialen Partei.

Der Autor schildert das weit verbreitete Mitläufertum innerhalb der CSU, das die Missachtung der Rechtsstaatlichkeit und Demokratie sowie die schamlose Selbstbedienung mithilfe des Staatsapparates erst möglich machte.

Für seine standhafte Haltung und seine gelebte Zivilcourage gebührt Wilhelm Schlötterer höchste Anerkennung. Für uns soll dieses Buch Mahnung und Auftrag zugleich sein, diesem Missbrauch der Macht mit allen Mitteln der Demokratie konsequent entgegen zu treten."

 

Armin Buchner

SPD-Ortsverein Schierling