Leserbrief zum Artikel "Markt will Mittelzentrum werden", LZ vom 12.11.2016

Veröffentlicht am 21.11.2016 in Presse

Einführend:

Das Landesentwicklungsprogramm wurde 2016  erstmals seit 2013 durch den Finanz- und Heimatminister Dr. Söder in Teilen fortgeschrieben. Es soll als Leitziel gleichwertige Lebens- und Arbeitsbedingungen in allen Landesteilen schaffen und vorhandene Disparitäten im Land abmildern und die Entstehung neuer vermeiden.

Minister Söder ist in diesem Jahr vorgeprescht, hat Kommunale Spitzenverbände verärgert indem er eigenmächtig Entscheidungen getroffen hat, anstatt in vorgesehenen Beteiligungsverfahren zusammen mit den Kommunen und durch Auswertung von Expertenmeinungen ein Konzept zu erarbeiten, wie zunächst vereinbart war. Zur „Abmilderung ungleicher Lebensbedingungen“ wurden nun 3 Metropolregionen (München Nürnberg, Augsburg) definiert, die über eine herausragende Ausstattung und Entwicklungsfunktion verfügen sollen, mit eindeutig überregional bedeutsamen Einrichtungen. Bei Ober-und Mittelzentren sind Aufstufungen beabsichtigt.

Grundzentren wie  Schierling und auch Langquaid werden durch Regionale Entwicklungspläne berücksichtigt. Unser Nachbarort hat dabei, laut Regionalplan, einen besonderen Entwicklungsstatus.

Bis Mitte November konnten sich die Kommunen nun mit eigenen Vorschlägen einbringen, bevor das Gesetzgebungsverfahren eingeleitet wird.

Natürlich möchten wir GemeinderätInnen unser Schierling als Mittelzentrum aufgewertet sehen, um in den nächsten Jahren erweiterte Möglichkeiten zur Entwicklung ausschöpfen zu können.

Doch wenn man ehrlich ist und den Vergleich mit anderen Mittelzentren, wie Parsberg, Neutraubling oder Regenstauf anstellt, dann scheint  das Ziel doch sehr hoch gegriffen. Hier möchte ein Ort Mittelzentrum werden, der nicht mal eine öffentliche Verbindung zwischen den einzelnen Ortsteilen besitzt und am Wochenende gänzlich von seiner Fernzuganbindung abgeschnitten ist. Das MVZ, genau wie die Bücherei, einzige kulturelle Einrichtung, die bei der Bewerbung in die Waagschale geworfen wird, sind in ihrem schicken Neubau nicht einmal von den eigenen Gemeindebürgern zu erreichen, wenn sie kein Auto besitzen.

Der Drogeriemarkt am Ortsrand darf wohl bei einem Grundzentrum nicht wahllos um eine Spielzeugabteilung erweitert werden, aber niemand würde eine/n Spielzeughändler/in daran hindern, im Ortszentrum ein Geschäft zu eröffnen. Die Grundversorgung mit Fleisch, Wurst, anderen Lebensmitteln und Medikamenten sind zwar sichergestellt, es gibt auch einige attraktive Geschäfte, aber ein belebtes anziehendes Ortszentrum braucht noch mehr Kriterien. Warum ist der Ortskern offensichtlich für weitere Geschäftsleute nicht anziehend? Warum ist der Umsatz nicht  ausreichend, um als Standort ausgewählt zu werden? Das Internet mag eine Erklärung sein, aber andernorts gibt es trotzdem geschäftiges Treiben…

Die SPD- Fraktion denkt, die Gewerbeflächen werden am Hauptort erweitert und erweitert, aber die weichen Standortfaktoren, wie z.B. die Anlage generationenübergreifender Sport-und Spielplätze, Parkanlagen, beleuchtete Fitness- und Joggingstrecken, ausgewiesene Wanderwege mit Busanbindung, eine freizeittaugliche MUNA-Nutzung, werden sträflich vernachlässigt! In Schierling wird immer mehr gewohnt und gearbeitet, aber kaum gelebt. Auf der B15n ist man eben nicht nur schnell in Hamburg, um Güter zu verschiffen, sondern auch in Regensburg, Landshut oder München, um zu bummeln, ins Kino oder ins Schwimmbad zu gehen.

Jegliche Anträge im Gemeinderat, unser Schierling attraktiver und anziehender, auch und nicht zuletzt für Geschäftstreibende zu machen, wurden bisher konsequent  abgelehnt. Dass nicht ein Hotelbetreiber gefunden wird, um im Ortszentrum zu investieren, spricht eine eigene Sprache. Nicht einmal der so dringend benötigte Wohnraum, der natürlich auch mit der wachsenden Zahl an Arbeitsplätzen einhergeht, wird von der Gemeinde zügig konzeptionell in Angriff genommen, trotz großzügiger Förderangebote durch den Freistaat.

Langquaid mit ins Boot zu holen, um gemeinsam einen Mittelzentrumsstatus zu bekommen, ist sicher sinnvoll. Unsere Nachbargemeinde macht es vor, wie es auch einem kleinen Ort in der Peripherie gelingen kann, attraktive Lebens- und Arbeitsbedingungen für seine BewohnerInnen zu schaffen. Da kann sich Schierling etwas abschauen!

Madlen Melzer, Sprecherin der SPD-Fraktion im Gemeinderat

 

 

Programm für die Gemeinde Schierling

 2014 - 2020 und darüberhinaus

Aus dem Sitzungssaal

10.07.2018:

Antrag der SPD-Fraktion zur Bildung eines Arbeitskreises für das "Schierlinger Echo"

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02.07.2018:

Antrag der SPD-Fraktion zur Organisation und Durchführung erweiterter Bürgerbeteiligung

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19.04.2018:

Antrag der SPD-Fraktion zum Bau einer öffentlichen Toilettenanlage am Park&Ride-Platz am Bahnhof Eggmühl

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18.04.2018:

Antrag der SPD-Fraktion zur Übernahme des Leitfadens zur Durchführung von Bürger-informationsveranstaltungen und Bürgerbeteiligungsverfahren

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10.04.2018:

SPD-Haushaltsrede 2018

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19.06.2017:

Antrag der SPD-Fraktion zur Erstellung einer Satzung für Ehrungen durch die Gemeinde

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04.04.2017:

Antrag der SPD-Fraktion zur Auflösung des Kommunalunternehmens

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04.04.2017:

SPD-Haushaltsrede 2017

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14.06.2016:

Antrag der SPD-Fraktion zur Einrichtung eines Soforthilfefonds

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14.06.2016:

Antrag der SPD-Fraktion zur Nutzung des „Kommunalen Förderprogramms für mehr bezahlbaren Wohnraum"

"Kommunales Förderprogramm für mehr bezahlbaren Wohnraum" der Bayerischen Staatsregierung

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13.06.2016:

Antrag der SPD-Fraktion zur Verkehrsberuhigung

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26.04.2016:

SPD-Haushaltsrede 2016

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10.03.2016:

Zum Thema "Subsidiarität"...

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23.02.2016:

Beschlussvorlage "Anträge der SPD" öffentliche MGR-Sitzung am 23.02.2016

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12.02.2016:

Antrag der SPD-Fraktion zur Förderung des Tourismus

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10.02.2016:

Antrag der SPD-Fraktion zur Einführung eines Ermäßigungspasses für Bedürftige

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09.02.2016:

Antrag der SPD-Fraktion zur Einhaltung von Bebauungsplänen

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09.02.2016:

Antrag der SPD-Fraktion zur einheitlichen Kostenerstattung

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24.10.2015:

Antrag der SPD-Fraktion zur Klärung der formalen Grundlagen zum Betreiben der Bücherei

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24.09.2015:

Anfrage der SPD-Fraktion bezüglich der Büchereifinanzierung

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24.09.2015:

Antrag der SPD-Fraktion zur Einrichtung einer öffentlichen Toilette

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11.06.2015:

Antrag der SPD-Fraktion zur Erstellung eines Gutachtens über LTE-Standorte

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09.05.2015:

 

Antrag der SPD-Fraktion zur Unterstützung des Gemeinsamen Positionspapiers

 

Gemeinsames Positionspapier zu internationalen Handelsabkommen und kommunalen Dienstleistungen

 

Factsheet

Dürfen Kommunen sich zu Freihandelsabkommen äußern?

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28.04.2015:

SPD-Haushaltsrede 2015

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07.04.2015:

Antrag der SPD-Fraktion zur Familienfreundlichkeit

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27.01.2015:

Nebengebäude
Altes Schulhaus

20.09.2019:

Antrag für nachhaltige Auftragsvergabe

Kommentare zum Gesche-hen vor Ort und in der Welt

13.12.2016:
Weihnachtsansprache
der SPD-Fraktion

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15.12.2015:
Weihnachtsansprache
der SPD-Fraktion

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16.12.2014:
Weihnachtsansprache
der SPD-Fraktion

"Mei Draam"

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27.11.2014:

Bürgerversammlung Buchhausen

Kommunalpolitik aktuell: "Nachnutzung MUNA"

Projektentwurf
Rhododendronpark
Blühende Bunkerwelten"
www.hobbie-rhodo.de
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Projektentwurf
Bürgerpark eG
Mensch und Natur"
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Projektentwurf
SILVA PARADISUS
Waldparadies"

Kommunalpolitik aktuell: "Pilgerweg VIA NOVA"

VIA NOVA

Europäischer Pilger- und Friedensweg

Spirituelle Wegweisung für die Zukunft und eine große Chance für den naturnahen Nah- und Ferntourismus im Großen und Kleinen Labertal, z.B.

VIA NOVA

Weichenstellung für sanften Tourismus im Labertal

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VIA NOVA

europäischer Friedensweg mit Schlachtfeldrundweg um Eggmühl anno 1809

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VIA NOVA

Radl-Tour auf Niedermünsterrundweg

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VIA NOVA

Zeitreise document Niedermünster


Die Marktgemeinde Schierling ist nach einstimmigen Beschluss des Marktgemeinderates vom 29. März 2011 auf Antrag der SPD-Fraktion offizielle VIA NOVA-Gemeinde


www.pilgerweg-vianova.eu

Energiewende im Labertal

Wechseln Sie jetzt zu einem zertifizierten Ökostromanbieter.

Wir helfen ihnen gerne!

=> zum Vertragsangebot

Aktionsreihe AK Labertal "Zivilcourage zeigen"

Vortragsreihe im Rahmen der Historischen Themennachmittage:

"Der kleine Widerstand im Labertal"

27.03.2011: Langquaid

29.05.2011: Geiselhöring

16.10.2011: Rottenburg

22.04.2012: Straubing

28.10.2012: Schierling

 

SPD-Mandatsträger


Ismail Ertug, MdEP
Ihr Europaabgeordneter für die Oberpfalz u. Niederbayern
 
www.ertug.eu
 
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Marianne Schieder, MdB
Ihre Bundestagsabgeordnete für Stadt und Landkreis Regensburg
 
www.marianne-schieder.de
 
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Margit Wild, MdL
Ihre Landtagsabgeordnete für Stadt und Landkreis Regensburg
 
www.margitwild.de

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Zitate:


"Die CSU steht vor einem Scherbenhaufen, weil sie versucht hat, mit bewusster Irreführung das Volk hinters Licht zu führen."

 

Christian Ude, SPD-Spitzenkandidat und Oberbürgermeister von München, zur Pkw-Maut in seiner Rede beim Gillamoos 2013 im niederbayerischen Abensberg.


Buch-Tipp der SPD Schierling:

Von Sozialdemokraten gelesen - von Sozialdemokraten empfohlen:


"Macht und Missbrauch" Franz Josef Strauß und seine Nachfolger

Aufzeichnungen eines Ministerialbeamten

von Wilhelm Schlötterer, erschienen im Fackelträger-Verlag

Foto:

Friedrich-Ebert-Stiftung, Bonn

 

"Dr. Wilhelm Schlötterer, ein ehemals leitender Steuerbeamter in Bayern, beschreibt in dem Buch seinen couragierten Kampf für Recht und Gesetz und gegen ein menschenverachtendes System, dass die CSU in Bayern über viele Jahre hinweg skrupellos ausbaute. Beginnend von Franz Josef Strauß, der in seiner Besessenheit nach Macht und Gier sich selbst zum Gesetz erhob, über seine Nachfolger Max Streibl und Edmund Stoiber bis in die heutigen Tage hinein entlarvt Schlötterer schonungslos die hässliche Fratze der CSU und setzt einen eindrucksvollen Schlussstrich unter der Legendenbildung um diese angeblich christlich-sozialen Partei.

Der Autor schildert das weit verbreitete Mitläufertum innerhalb der CSU, das die Missachtung der Rechtsstaatlichkeit und Demokratie sowie die schamlose Selbstbedienung mithilfe des Staatsapparates erst möglich machte.

Für seine standhafte Haltung und seine gelebte Zivilcourage gebührt Wilhelm Schlötterer höchste Anerkennung. Für uns soll dieses Buch Mahnung und Auftrag zugleich sein, diesem Missbrauch der Macht mit allen Mitteln der Demokratie konsequent entgegen zu treten."

 

Armin Buchner

SPD-Ortsverein Schierling