Offener Brief zum Thema „Licht aus“

Veröffentlicht am 26.03.2017 in Kommunalpolitik

Sehr geehrter Herr Bürgermeister Kiendl,

es scheint sehr löblich, die Bürger der Gemeinde, im Rahmen der „Earth Tour 2017“, zum Stromsparen, zum Umstieg auf Ökostrom und zum Ausschalten des Lichts, für eine Stunde, am Samstagabend, aufzurufen.

Symbolische Gesten sind dabei das eine, aber der alltägliche Umgang mit den Ressourcen das andere.

Dabei reduziert sich das Symbol leider, wie man an anderen Stellen sieht, als ein willkommenes Mittel, vorbildliches Verhalten vorzutäuschen.

Ist es Ihnen wirklich ernst mit der Umstellung auf erneuerbare Energie und eine sauberere Umwelt, dann schreiben wir doch als Gemeinde Schierling eine Petition an den Bayerischen Landtag, zur Abschaffung der 10H-Regelung und bauen als sichtbares Zeichen mindestens ein Windrad ins Gewerbegebiet am Birlbaum, zur Eigennutzung!

Eine neue Bürgerenergieanlage wäre eine super Sache!

(Auf guten Standorten liegen die Stromgestehungskosten mit Stand 2013 unterhalb derer neuer Kohle- und Kernkraftwerke; mittelfristig wird die Konkurrenzfähigkeit mit Kohlekraftwerken auch für schlechtere Standorte erwartet. Langfristig wird davon ausgegangen, dass sich die Windenergie in der Zukunft zur günstigsten Form der Stromproduktion entwickeln wird. Wichtig bei solchen Vergleichen ist es, die tatsächlichen vollen Stromgestehungskosten der einzelnen Technologien über ihren gesamten Betriebszeitraum anzusetzen. Der in diesem Kontext bisweilen angeführte Strombörsenpreis ist hingegen ungeeignet, da er für konventionelle Kraftwerke Werte ergibt, die aufgrund verschiedener struktureller Faktoren weit unterhalb ihrer Stromgestehungskosten liegen. Dadurch erscheint der Unterschied zwischen Windenergie und konventionellen Kraftwerken größer, als er in der Realität ist. Wikipedia)

Wie wir wissen, werden z.B. bei SMP sehr energieintensiv Tag und Nacht Autoteile produziert, die kilometerweit zur Weiterverarbeitung transportiert werden müssen, um anschließend in Autos eingebaut zu werden, die durchaus zur Steigerung der CO2 Produktion beitragen.

Wird eigentlich auch im Gewerbegebiet nur Ökostrom eingekauft?

Es wäre interessant, zu erfahren, wie hoch Strom und Wasserverbrauch der Gewerbebetriebe im Vergleich zu den Privathaushalten auf Schierlinger Gebiet sind.

Wirklich zielführend, für das Erreichen der Klimaziele und dem Schaffen der Energiewende, wären außerdem, bei jedem neuen Baugebiet zu überlegen, woher Strom- und Wärme klimaneutral gewonnen werden können.

Wir könnten die Häuslebauer verpflichten, energieeffiziente Häuser (Ausrichtung, Fenstergröße, Isolation) auf optimal zur Sonne ausgerichteten Grundstücken zu bauen und die Sonnenenergie, Erdwärme und industrielle Abwärme, als Fernwärme, konsequent zu nutzen.

Holzpellets und Hackschnitzel bleiben leider in der Mitte der Effizienz stecken, denn je mehr Holzheizungen eingebaut werden, je größer ist der Holzbedarf. Man liest schon vom Abholzen großer Waldflächen in Skandinavien, die wiederum große CO2- Verbraucher sind.

Feinstaub ist ein weiteres Problem.

Was auch schon letztens im Klimarat kritisiert wurde, sind Halbwahrheiten, oder das Verbreiten von Unwahrheiten.

Es ist in der Tat nicht so, glaubt man angesehenen Ökoinstituten, dass die Stromproduktion mit Kohle in Deutschland angestiegen ist und der mehrproduzierte Strom dann ins Ausland transportiert wird.

Die Stromproduktion aus Kohle ist gleichbleibend hoch, weil immer noch zu billig (auch aufgrund von Subventionen), aber nicht ansteigend.

Der Strommarkt ist längst international. Strom wird an der Börse gehandelt und je nachdem, wie teuer/billig er jeweils ist, auch aufgrund von Überproduktionen und Spekulationen, wird hin und her eingespeist.

Preisschwankungen werden dabei leider nicht an den Endverbraucher weitergereicht, sondern erhöhen die Einnahmen der Stromhändler und der Übertragungsnetzbetreiber.

Strom einzusparen ist daher sicher eine sinnvolle und wirkungsvolle Möglichkeit für den Verbraucher Geld zu sparen.

Bei unserem vorhandenen Strommix bleibt allerdings offen, welcher Erzeuger (Kraftwerke können abgeschaltet werden??…) bei geringem Abnahmepotential auf der Strecke bleibt.

Da der Stromhandel ein vielversprechendes Geschäft ist und den Gesetzen der Märkte offensteht, geht es nicht mehr um die Bedürfnisse der Bürger, um Grundversorgung oder Daseinsfürsorge, sondern nur um Gewinne und ist durch die Arbeit von Lobbyisten und Interessensvertretern auch politisch nicht ganz leicht händelbar. Energieintensive Großbetriebe bleiben dabei die interessantesten Kunden, auch wegen der Arbeitsplätze.

Nicht so, beim eigenen Verbrauch des selbst erzeugten Stroms! Das ist die sinnvollste Möglichkeit Herkunft, Verbrauch und Kosten zu beeinflussen, selbst zu bestimmen, wieviel Strom ich wann abnehme. Ist leider noch nicht jedem im vollen Umfang möglich.

Fest steht allerdings, dass wir nicht zurück in die Steinzeit und nachts im Dunkeln sitzen müssen, um den Planeten zu retten.

Energieeffizienz und eine nachhaltige Produktion, von Strom aber letztlich aller Industriegüter, lokale, nachhaltig sinnvolle und mutige Entscheidungen, plus Investitionen für die Bürgerschaft könnten zielführend sein. Vor allen Dingen ist ein globaler Einsatz der Verantwortlichen unerlässlich (in Indonesien werden zahlreiche neue Kohlekraftwerke gebaut…).

Die Ökobilanz ist dabei das Wichtige und ganz klar global!

Lichtverschmutzung beispielsweise, durch Leuchtreklamen, Feuerwerke oder sinnlose Lasershows, wie sie in Großstädten wie Las Vegas, New York aber auch hierzulande beliebt sind, ist ganz sicher nicht zu verhindern, indem wir in Schierling für eine Stunde das Licht ausmachen…

Ob man natürlich öffentliche Gebäude, wie die Kirche, nur stundenweise zu Feiertagen beleuchtet oder Feuerwerk an Silvester verbietet (auch wegen der Lärm-und-Feinstaubbelastung) wäre allerdings überlegenswert.

Wir werden jedenfalls nicht am Samstag, zur besten abendlichen Relaxzeit, im Dunkeln sitzen, da wir uns bemühen, das ganze Jahr über verantwortungsbewusst mit den Ressourcen umzugehen. Das erscheint uns vernünftiger….

Fazit:

Lassen Sie uns gemeinsam sinnvolle Entscheidungen für eine nachhaltige Entwicklung in Schierling treffen, damit wir immer das Licht anlassen können!

 

Mit freundlichen Grüßen

Madlen Melzer und Josef Röhrl, SPD- Fraktion im Gemeinderat

 

Programm für die Gemeinde Schierling

 2014 - 2020 und darüberhinaus

Aus dem Sitzungssaal

10.07.2018:

Antrag der SPD-Fraktion zur Bildung eines Arbeitskreises für das "Schierlinger Echo"

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02.07.2018:

Antrag der SPD-Fraktion zur Organisation und Durchführung erweiterter Bürgerbeteiligung

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19.04.2018:

Antrag der SPD-Fraktion zum Bau einer öffentlichen Toilettenanlage am Park&Ride-Platz am Bahnhof Eggmühl

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18.04.2018:

Antrag der SPD-Fraktion zur Übernahme des Leitfadens zur Durchführung von Bürger-informationsveranstaltungen und Bürgerbeteiligungsverfahren

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10.04.2018:

SPD-Haushaltsrede 2018

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19.06.2017:

Antrag der SPD-Fraktion zur Erstellung einer Satzung für Ehrungen durch die Gemeinde

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04.04.2017:

Antrag der SPD-Fraktion zur Auflösung des Kommunalunternehmens

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04.04.2017:

SPD-Haushaltsrede 2017

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14.06.2016:

Antrag der SPD-Fraktion zur Einrichtung eines Soforthilfefonds

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14.06.2016:

Antrag der SPD-Fraktion zur Nutzung des „Kommunalen Förderprogramms für mehr bezahlbaren Wohnraum"

"Kommunales Förderprogramm für mehr bezahlbaren Wohnraum" der Bayerischen Staatsregierung

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13.06.2016:

Antrag der SPD-Fraktion zur Verkehrsberuhigung

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26.04.2016:

SPD-Haushaltsrede 2016

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10.03.2016:

Zum Thema "Subsidiarität"...

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23.02.2016:

Beschlussvorlage "Anträge der SPD" öffentliche MGR-Sitzung am 23.02.2016

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12.02.2016:

Antrag der SPD-Fraktion zur Förderung des Tourismus

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10.02.2016:

Antrag der SPD-Fraktion zur Einführung eines Ermäßigungspasses für Bedürftige

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09.02.2016:

Antrag der SPD-Fraktion zur Einhaltung von Bebauungsplänen

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09.02.2016:

Antrag der SPD-Fraktion zur einheitlichen Kostenerstattung

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24.10.2015:

Antrag der SPD-Fraktion zur Klärung der formalen Grundlagen zum Betreiben der Bücherei

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24.09.2015:

Anfrage der SPD-Fraktion bezüglich der Büchereifinanzierung

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24.09.2015:

Antrag der SPD-Fraktion zur Einrichtung einer öffentlichen Toilette

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11.06.2015:

Antrag der SPD-Fraktion zur Erstellung eines Gutachtens über LTE-Standorte

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09.05.2015:

 

Antrag der SPD-Fraktion zur Unterstützung des Gemeinsamen Positionspapiers

 

Gemeinsames Positionspapier zu internationalen Handelsabkommen und kommunalen Dienstleistungen

 

Factsheet

Dürfen Kommunen sich zu Freihandelsabkommen äußern?

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28.04.2015:

SPD-Haushaltsrede 2015

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07.04.2015:

Antrag der SPD-Fraktion zur Familienfreundlichkeit

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27.01.2015:

Nebengebäude
Altes Schulhaus

20.09.2019:

Antrag für nachhaltige Auftragsvergabe

Kommentare zum Gesche-hen vor Ort und in der Welt

13.12.2016:
Weihnachtsansprache
der SPD-Fraktion

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15.12.2015:
Weihnachtsansprache
der SPD-Fraktion

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16.12.2014:
Weihnachtsansprache
der SPD-Fraktion

"Mei Draam"

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27.11.2014:

Bürgerversammlung Buchhausen

Kommunalpolitik aktuell: "Nachnutzung MUNA"

Projektentwurf
Rhododendronpark
Blühende Bunkerwelten"
www.hobbie-rhodo.de
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Projektentwurf
Bürgerpark eG
Mensch und Natur"
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Projektentwurf
SILVA PARADISUS
Waldparadies"

Kommunalpolitik aktuell: "Pilgerweg VIA NOVA"

VIA NOVA

Europäischer Pilger- und Friedensweg

Spirituelle Wegweisung für die Zukunft und eine große Chance für den naturnahen Nah- und Ferntourismus im Großen und Kleinen Labertal, z.B.

VIA NOVA

Weichenstellung für sanften Tourismus im Labertal

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VIA NOVA

europäischer Friedensweg mit Schlachtfeldrundweg um Eggmühl anno 1809

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VIA NOVA

Radl-Tour auf Niedermünsterrundweg

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VIA NOVA

Zeitreise document Niedermünster


Die Marktgemeinde Schierling ist nach einstimmigen Beschluss des Marktgemeinderates vom 29. März 2011 auf Antrag der SPD-Fraktion offizielle VIA NOVA-Gemeinde


www.pilgerweg-vianova.eu

Energiewende im Labertal

Wechseln Sie jetzt zu einem zertifizierten Ökostromanbieter.

Wir helfen ihnen gerne!

=> zum Vertragsangebot

Aktionsreihe AK Labertal "Zivilcourage zeigen"

Vortragsreihe im Rahmen der Historischen Themennachmittage:

"Der kleine Widerstand im Labertal"

27.03.2011: Langquaid

29.05.2011: Geiselhöring

16.10.2011: Rottenburg

22.04.2012: Straubing

28.10.2012: Schierling

 

SPD-Mandatsträger


Ismail Ertug, MdEP
Ihr Europaabgeordneter für die Oberpfalz u. Niederbayern
 
www.ertug.eu
 
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Marianne Schieder, MdB
Ihre Bundestagsabgeordnete für Stadt und Landkreis Regensburg
 
www.marianne-schieder.de
 
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Margit Wild, MdL
Ihre Landtagsabgeordnete für Stadt und Landkreis Regensburg
 
www.margitwild.de

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125 Jahre BayernSPD:

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Endstation RECHTS. Bayern

Zitate:


"Die CSU steht vor einem Scherbenhaufen, weil sie versucht hat, mit bewusster Irreführung das Volk hinters Licht zu führen."

 

Christian Ude, SPD-Spitzenkandidat und Oberbürgermeister von München, zur Pkw-Maut in seiner Rede beim Gillamoos 2013 im niederbayerischen Abensberg.


Buch-Tipp der SPD Schierling:

Von Sozialdemokraten gelesen - von Sozialdemokraten empfohlen:


"Macht und Missbrauch" Franz Josef Strauß und seine Nachfolger

Aufzeichnungen eines Ministerialbeamten

von Wilhelm Schlötterer, erschienen im Fackelträger-Verlag

Foto:

Friedrich-Ebert-Stiftung, Bonn

 

"Dr. Wilhelm Schlötterer, ein ehemals leitender Steuerbeamter in Bayern, beschreibt in dem Buch seinen couragierten Kampf für Recht und Gesetz und gegen ein menschenverachtendes System, dass die CSU in Bayern über viele Jahre hinweg skrupellos ausbaute. Beginnend von Franz Josef Strauß, der in seiner Besessenheit nach Macht und Gier sich selbst zum Gesetz erhob, über seine Nachfolger Max Streibl und Edmund Stoiber bis in die heutigen Tage hinein entlarvt Schlötterer schonungslos die hässliche Fratze der CSU und setzt einen eindrucksvollen Schlussstrich unter der Legendenbildung um diese angeblich christlich-sozialen Partei.

Der Autor schildert das weit verbreitete Mitläufertum innerhalb der CSU, das die Missachtung der Rechtsstaatlichkeit und Demokratie sowie die schamlose Selbstbedienung mithilfe des Staatsapparates erst möglich machte.

Für seine standhafte Haltung und seine gelebte Zivilcourage gebührt Wilhelm Schlötterer höchste Anerkennung. Für uns soll dieses Buch Mahnung und Auftrag zugleich sein, diesem Missbrauch der Macht mit allen Mitteln der Demokratie konsequent entgegen zu treten."

 

Armin Buchner

SPD-Ortsverein Schierling