"Von der DSAP zur Seliger-Gemeinde - die sudetendeutschen Sozialdemokraten" - Ausstellungseröffnung in Regensburg

Veröffentlicht am 15.07.2012 in Veranstaltungen

Ausstellungseröffnung "Sudetendeutsche Sozialdemokraten" mit Vortrag von Bastian Vergnon (Mitte) im Evangelischen Bildungswerk, Regensburg. Mit dabei der Bundesvorsitzende der Seligergemeinde Dr. Helmut Eikam (3. v.l.), Karl Garscha, Bundesvorstandsmitglied der Seligergemeinde (2. v.li), SPD-Stadträtin Gertraud Maltz-Schwarzfischer (3. v.re.), Harald Zintl, Leiter des FES-Büro Regensburg (2. v.re.) und EBW-Geschäftsführer Carsten Lenk (re.)

„Von der DSAP zur Seliger-Gemeinde“ geht in die letzte Etappe
Ausstellungseröffnung im Alumneum, EBW-Bonhoeffer-Saal mit dem Bundesvorsitzenden der Seligergemeinde, Dr. Helmut Eikam

Nach rund drei Monaten geht die Wanderausstellung „Von der DSAP zur Seliger-Gemeinde – Sudetendeutsche Sozialdemokraten“ in die letzte Etappe. Mit dem Evangelischen Bildungswerk hat der AK Labertal und die Regensburger SPD einen passendes und würdigen Ausstellungsort gefunden. Der Bundesvorsitzenden der Seliger-Gemeinde, Dr. Helmut Eikam, SPD-Bürgermeister Joachim Wolbergs und Dr. Carsten Lenk, Geschäftsführer des EBW eröffneten die Ausstellung, nachdem Bastian Vergnon, M.A. in seinem Vortrag "Die sudetendeutschen Sozialdemokraten und ihre Bedeutung für Bayern im Widerstand und nach 1945" beleuchtete.

Die Ausstellung ist vom 11. bis 23. Juli 2012 im Evangelischen Bildungswerk, Am Ölberg 2 zu sehen.

Auf die Geschichte der sudetendeutschen Sozialdemokratie gingen Dr. Eikam in seiner Ansprache und Karl Garscha bei der Einführung in die Ausstellung ein. Die Seliger-Gemeinde sehe sich als Rechtsnachfolgerin der Deutschen Sozialdemokratische Arbeiterpartei (DSAP), so der Bundesvorsitzende. Diese sei die größte Partei des Landes im 1919 gegründeten Vielvölkerstaat Tschechoslowakei gewesen, erinnerte er. Nach anfänglichen großen Erfolgen sei die Partei mit ihrer staatsloyalen Art im Zuge nationalistischer Bestrebungen „unter die Räder der Henlein-Partei gekommen“. Nach dem Einmarsch der Nationalsozialisten wurden viele Mitglieder verfolgt oder flüchteten in das Exil. „Die Sozialdemokraten hatten für ihren antinazistischen Kampf einen hohen Preis zu zahlen“, so Eikam. Denn nach dem Krieg erging es ihnen wie den anderen Sudetendeutschen. Sie wurden mit Gewalt aus ihrer Heimat vertrieben und niemand interessierte die einst loyale Haltung zur Tschechoslowakei. Erst das Potsdamer Abkommen ermöglichte sogenannte antifaschistische Züge, die eine etwas geordnetere Umsiedlung zumindest für die ehemaligen Sozialdemokraten ermöglichten – oftmals aber entstand daraus eine schwere Bürde für deren Neuanfang, fühlten sich die „anderen Sudetendeutschen“ doch sehr provoziert.

„Heimat ist ein spezifisch deutsches Wort“, so Bastian Vergon zu Beginn seines Vortrages “Die sudetendeutschen Sozialdemokraten und ihre Bedeutung für Bayern im Widerstand und nach 1945″. „Heimat beinhaltet die soziale Fürsorge der Gesellschaft und den territorialen Anspruch – beides hatten die Sudetendeutschen Sozialdemokraten, und alle anderen Vertriebenen nach dem Krieg verloren“, so Vergon weiter. “Für viele bot die Arbeiterbewegung bzw. die Sozialdemokratie in Bayern eine neue politische Heimat“. Die SPD konnte sich nach ihrer Gründung in den 1860er Jahren vor allem in Bayern – schon in der Kaiserzeit wurden (Sozialisten)Gesetze in Bayern besonders liberal ausgelegt – etablieren. Insbesondere die industriellen Zentren wie München und Nürnberg waren bis zum Ende der Weimarer Republik sozialdemokratisch geprägt. Demgegenüber stand die faktische Nichtexistenz auf dem flachen Land. Bastian Vergon überschrieb dieses Kapitel seines Vortrages mit „Die SPD als „Partei ohne Land im landwirtschaftlich geprägten Bayern“. Die sudetendeutsche Sozialdemokratie hingegen beschrieb er als „Partei ohne Volk“, nach dem die altösterreichische Sozialdemokratie in den hochindustrialisierten Sudetenländern nach Abspaltung der tschechischen Sozialdemokratie 1911 und dem Wahldebakel 1935 – die überwältigende Mehrheit der Sudetendeutschen schlossen sich den Nationalsozialisten an – an Substanz verlor. „Seit 1929 in der Regierung in Prag sitzend, waren die Sozialdemokraten federführend im Kampf gegen die Nationalsozialisten, pflegten die gemeinsamen Wurzeln, unterstützten trotz Wirtschaftskrise den Widerstand im Reich und halfen den GenossInnen im Exil – wurden aber zwischen nationalen und sozialen Zielen zerrieben“, so der Festredner zur Rolle der sudetendeutschen Sozialdemokraten während des Krieges. Über die Kontakte im Exil, hier vor allem die „Kleine Internationale in Schweden“, kam es auch zur Zusammenarbeit des sudetendeutschen Sozialdemokraten Ernst Paul mit dem im Widerstand aktiven Willy Brandt.

Die Vertreibung war für alle Betroffenen eine Katastrophe – besonders aber für jene, die im Kampf gegen Hitler Freiheit und Leben riskiert hatten - die sudetendeutschen Sozialdemokraten sollten als Antifaschisten eigentlich von Vertreibung ausgenommen sein. Nach dem es bei den wilden Vertreibungen keine Unterscheidung gab, konnten die sudetendeutschen Sozialdemokraten in der „Aktion Ullmann“ aber eine separate Aussiedlungsaktion mit eigener Organisation mit Zentrale in Prag, eigener Logistik und Transporten durchsetzen. Der Aufbau einer Zentrale in München unter Mitwirkung der bayerischen SPD sorgte für die geordnete Aufteilung auf die amerikanische Zone und zur geschlossenen Unterbringung der sogenannten Ullmann-Transporte. Beim Versuch die eigenen Leute in Ministerien und Organisationen unterzubringen mussten die Sozialdemokraten aber schnell feststellen, dass die nationalsozialistischen Seilschaften auch nach Kriegsende bestens funktionierten.

„Unsere politische Heimat konnte man uns nicht nehmen“ – unter diesem Motto gelang die Integration der sudetendeutschen Sozialdemokraten in die bayerische SPD. Der schnelle Wiederaufbau der SPD glückte über das Zusammenspiel der alten Funktionäre aus der Weimarer Zeit mit den Funktionären aus dem Exil, den Vorbereitungen der Sudetendeutschen Sozialdemokraten während des Krieges und der Organisation Ullmann mit regelmäßigen Konferenzen und der Zeitung Die Brücke. Mit Richard Reitzner wurde ein sudetendeutscher Sozialdemokrat 1948/1949 stellvertretender Landesvorsitzender der BayernSPD und Flüchtlingssprecher der SPD-Bundestagsfraktion. Auf landespolitischer Ebene wurde Volkmar Gabert zur dominierenden Figur. Gefördert durch Wilhelm Hoegner und Waldemar von Knoeringen wurde er in den 1960er Jahren Landes- und Landtagsfraktionsvorsitzender - die SPD erreichte unter ihm mit 35% ihre besten Ergebnisse bei Landtagswahlen in Bayern. Zwischen 1950 und 1970 gab es immer mehr als zehn Landtagsabgeordnete mit sudetendeutschem Hintergrund, wobei die Schwerpunkte in Mittelfranken, Oberbayern und Schwaben lagen - in und im Umfeld der Industriestandorte und größeren Städte auch in Niederbayern/Oberpfalz.

Besonders auf kommunalpolitischer Ebene belebten die sudetendeutschen Sozialdemokraten die SPD in Bayern. Der Mitgliederaufschwung und zahlreiche Neugründungen von Ortsvereinen durch Sudetendeutsche auf dem flachen Land brachte einen deutlichen Aufschwung – auch in unserer Region. Es folgte aber der unvermeidbare Niedergang mit dem Wegzug der Sudetendeutschen in die Industrieregionen und die größeren Städte. Hervorzuheben sind die Sudetendeutschen Hans-Jochen in München, Hans Breuer und Willi Reiland als Oberbürgermeister in Augsburg und Aschaffenburg. Die Vertriebenengemeinden wurden zu Hochburgen der bayerischen SPD.

Eine starke Rolle spielten dabei die Ortsgruppen der Seliger-Gemeinde mit größeren Gruppen in Regensburg und München, aber auch in Passau, Landshut und Straubing. Sie alle waren stark mit der lokalen SPD verbunden, so dass Bastian Vergnon während seiner Arbeit „Sudetendeutschen in allen Ritzen der bayerischen SPD“ ausmachen konnte.

Einbruch ab 1970
Der bundespolitische Einfluss schwindet nach dem Tod von Richard Reitzner 1962. Es gab zwar zwei weitere Bundestagsabgeordnete mit sudetendeutschem Hintergrund (Fritz Böhm, Rudolf Müller), aber keine ausgewiesenen Flüchtlingspolitiker mehr.

Einen direkten Bruch zwischen bayerischer SPD und sudetendeutschen Sozialdemokraten konnte Vergon bei seinen Recherchen nicht erkennen. Aber die Umbrüche in den 1970er Jahren nicht ohne Folgen. 1970 waren im Landtag nur noch drei und 1974 nur noch zwei Landtagsabgeordnete mit sudetendeutschem Hintergrund vertreten. Die Distanzierung der SPD von Flüchtlingsverbänden und dem einsetzenden Ruck der CSU hin zu den Vertriebenenverbänden als Folge der neuen Ostpolitik durch Willy Brandt sind signifikant. Die sudetendeutschen Sozialdemokraten lehnten die neue Ostpolitik nicht grundsätzlich ab, fühlten sich aber als Betroffene übergangen. Der Generationen- und Ideologiewechsel durch die 68er Generation, begleitet von der Tatsache, dass viele bekannte Funktionäre in politischer Rente oder gestorben waren, tat sein Übriges. Hinzu kam, dass viele Ortsgruppen der Seliger-Gemeinde ausstarben, lokal gab es aber nach wie vor starke Verbindungen zur SPD. Die Sudetendeutschen Sozialdemokraten waren jedoch kein Faktor mehr in der bayerischen SPD.

Im Rahmen der Ausstellung findet am Donnerstag, 19. Juli, um 20:00 Uhr im Bonhoeffer-Saal des EBW ein Vortrag des BR-Journalisten Thomas Muggenthaler über das ostbayerische und sudetendeutsche Netzwerk des Widerstandes gegen die Nazi-Diktatur statt. Das Thema: “Diesseits und jenseits der bayerisch-böhmischen Grenze – SPD im Kampf für die Freiheit gegen Hitler.” Mit Interviewpassagen von Altbürgermeister Hans Weber, Franz und Josef Mörtl sowie Helene Joringer.

 

Programm für die Gemeinde Schierling

 2014 - 2020 und darüberhinaus

Aus dem Sitzungssaal

10.07.2018:

Antrag der SPD-Fraktion zur Bildung eines Arbeitskreises für das "Schierlinger Echo"

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02.07.2018:

Antrag der SPD-Fraktion zur Organisation und Durchführung erweiterter Bürgerbeteiligung

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19.04.2018:

Antrag der SPD-Fraktion zum Bau einer öffentlichen Toilettenanlage am Park&Ride-Platz am Bahnhof Eggmühl

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18.04.2018:

Antrag der SPD-Fraktion zur Übernahme des Leitfadens zur Durchführung von Bürger-informationsveranstaltungen und Bürgerbeteiligungsverfahren

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10.04.2018:

SPD-Haushaltsrede 2018

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19.06.2017:

Antrag der SPD-Fraktion zur Erstellung einer Satzung für Ehrungen durch die Gemeinde

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04.04.2017:

Antrag der SPD-Fraktion zur Auflösung des Kommunalunternehmens

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04.04.2017:

SPD-Haushaltsrede 2017

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14.06.2016:

Antrag der SPD-Fraktion zur Einrichtung eines Soforthilfefonds

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14.06.2016:

Antrag der SPD-Fraktion zur Nutzung des „Kommunalen Förderprogramms für mehr bezahlbaren Wohnraum"

"Kommunales Förderprogramm für mehr bezahlbaren Wohnraum" der Bayerischen Staatsregierung

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13.06.2016:

Antrag der SPD-Fraktion zur Verkehrsberuhigung

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26.04.2016:

SPD-Haushaltsrede 2016

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10.03.2016:

Zum Thema "Subsidiarität"...

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23.02.2016:

Beschlussvorlage "Anträge der SPD" öffentliche MGR-Sitzung am 23.02.2016

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12.02.2016:

Antrag der SPD-Fraktion zur Förderung des Tourismus

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10.02.2016:

Antrag der SPD-Fraktion zur Einführung eines Ermäßigungspasses für Bedürftige

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09.02.2016:

Antrag der SPD-Fraktion zur Einhaltung von Bebauungsplänen

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09.02.2016:

Antrag der SPD-Fraktion zur einheitlichen Kostenerstattung

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24.10.2015:

Antrag der SPD-Fraktion zur Klärung der formalen Grundlagen zum Betreiben der Bücherei

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24.09.2015:

Anfrage der SPD-Fraktion bezüglich der Büchereifinanzierung

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24.09.2015:

Antrag der SPD-Fraktion zur Einrichtung einer öffentlichen Toilette

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11.06.2015:

Antrag der SPD-Fraktion zur Erstellung eines Gutachtens über LTE-Standorte

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09.05.2015:

 

Antrag der SPD-Fraktion zur Unterstützung des Gemeinsamen Positionspapiers

 

Gemeinsames Positionspapier zu internationalen Handelsabkommen und kommunalen Dienstleistungen

 

Factsheet

Dürfen Kommunen sich zu Freihandelsabkommen äußern?

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28.04.2015:

SPD-Haushaltsrede 2015

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07.04.2015:

Antrag der SPD-Fraktion zur Familienfreundlichkeit

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27.01.2015:

Nebengebäude
Altes Schulhaus

20.09.2019:

Antrag für nachhaltige Auftragsvergabe

Kommentare zum Gesche-hen vor Ort und in der Welt

13.12.2016:
Weihnachtsansprache
der SPD-Fraktion

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15.12.2015:
Weihnachtsansprache
der SPD-Fraktion

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16.12.2014:
Weihnachtsansprache
der SPD-Fraktion

"Mei Draam"

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27.11.2014:

Bürgerversammlung Buchhausen

Kommunalpolitik aktuell: "Nachnutzung MUNA"

Projektentwurf
Rhododendronpark
Blühende Bunkerwelten"
www.hobbie-rhodo.de
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Projektentwurf
Bürgerpark eG
Mensch und Natur"
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Projektentwurf
SILVA PARADISUS
Waldparadies"

Kommunalpolitik aktuell: "Pilgerweg VIA NOVA"

VIA NOVA

Europäischer Pilger- und Friedensweg

Spirituelle Wegweisung für die Zukunft und eine große Chance für den naturnahen Nah- und Ferntourismus im Großen und Kleinen Labertal, z.B.

VIA NOVA

Weichenstellung für sanften Tourismus im Labertal

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VIA NOVA

europäischer Friedensweg mit Schlachtfeldrundweg um Eggmühl anno 1809

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VIA NOVA

Radl-Tour auf Niedermünsterrundweg

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VIA NOVA

Zeitreise document Niedermünster


Die Marktgemeinde Schierling ist nach einstimmigen Beschluss des Marktgemeinderates vom 29. März 2011 auf Antrag der SPD-Fraktion offizielle VIA NOVA-Gemeinde


www.pilgerweg-vianova.eu

Energiewende im Labertal

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Wir helfen ihnen gerne!

=> zum Vertragsangebot

Aktionsreihe AK Labertal "Zivilcourage zeigen"

Vortragsreihe im Rahmen der Historischen Themennachmittage:

"Der kleine Widerstand im Labertal"

27.03.2011: Langquaid

29.05.2011: Geiselhöring

16.10.2011: Rottenburg

22.04.2012: Straubing

28.10.2012: Schierling

 

SPD-Mandatsträger


Ismail Ertug, MdEP
Ihr Europaabgeordneter für die Oberpfalz u. Niederbayern
 
www.ertug.eu
 
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Marianne Schieder, MdB
Ihre Bundestagsabgeordnete für Stadt und Landkreis Regensburg
 
www.marianne-schieder.de
 
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Margit Wild, MdL
Ihre Landtagsabgeordnete für Stadt und Landkreis Regensburg
 
www.margitwild.de

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Zitate:


"Die CSU steht vor einem Scherbenhaufen, weil sie versucht hat, mit bewusster Irreführung das Volk hinters Licht zu führen."

 

Christian Ude, SPD-Spitzenkandidat und Oberbürgermeister von München, zur Pkw-Maut in seiner Rede beim Gillamoos 2013 im niederbayerischen Abensberg.


Buch-Tipp der SPD Schierling:

Von Sozialdemokraten gelesen - von Sozialdemokraten empfohlen:


"Macht und Missbrauch" Franz Josef Strauß und seine Nachfolger

Aufzeichnungen eines Ministerialbeamten

von Wilhelm Schlötterer, erschienen im Fackelträger-Verlag

Foto:

Friedrich-Ebert-Stiftung, Bonn

 

"Dr. Wilhelm Schlötterer, ein ehemals leitender Steuerbeamter in Bayern, beschreibt in dem Buch seinen couragierten Kampf für Recht und Gesetz und gegen ein menschenverachtendes System, dass die CSU in Bayern über viele Jahre hinweg skrupellos ausbaute. Beginnend von Franz Josef Strauß, der in seiner Besessenheit nach Macht und Gier sich selbst zum Gesetz erhob, über seine Nachfolger Max Streibl und Edmund Stoiber bis in die heutigen Tage hinein entlarvt Schlötterer schonungslos die hässliche Fratze der CSU und setzt einen eindrucksvollen Schlussstrich unter der Legendenbildung um diese angeblich christlich-sozialen Partei.

Der Autor schildert das weit verbreitete Mitläufertum innerhalb der CSU, das die Missachtung der Rechtsstaatlichkeit und Demokratie sowie die schamlose Selbstbedienung mithilfe des Staatsapparates erst möglich machte.

Für seine standhafte Haltung und seine gelebte Zivilcourage gebührt Wilhelm Schlötterer höchste Anerkennung. Für uns soll dieses Buch Mahnung und Auftrag zugleich sein, diesem Missbrauch der Macht mit allen Mitteln der Demokratie konsequent entgegen zu treten."

 

Armin Buchner

SPD-Ortsverein Schierling