SPD-AK Labertal informierte sich über die Gemeinschaftsschule

Veröffentlicht am 17.03.2011 in Bildung

Schule neu denken - Entscheidend sind die Bürgermeister und Eltern vor Ort

Die Gemeinschaftsschule ist keine Einheitsschule, sondern eine Schule der Zukunft. Mit der Gemeinschaftsschule werden die bestehenden Schularten nicht abgeschafft, sondern das dreigliedrige bayerische Schulsystem um eine sinnvolle Alternative für Schüler und Eltern ergänzt. Die BayernSPD möchte die Gemeinschaftsschule als zusätzliche, gleichwertige Schulart im bayerischen Schulsystem verankern. Schule muss am Ort bleiben! Die Menschen wollen die bestmögliche Schule für ihre Kinder, die Bürgermeister Planungssicherheit und die Schule als Standortfaktor – denn eine Kommune ohne Schule hat schon verloren.

MdL Martin Güll, ehemaliger Schulleiter und jetziger Bildungsexperte der SPD-Landtagsfraktion brachte es in seinem Vortrag gleich auf den Punkt: "Ein neues Schulkonzept hat keinen Sinn, wenn es nicht offensichtliche Vorteile bringt. Die von uns gewollte Gemeinschaftsschule bringt den Kindern bessere wohnortnahe Bildung und hilft den Kommunen – vor allem auf dem flachen Land – ihre Schulstandorte erhalten. Die Schule am Ort ist ein wichtiger Standortfaktor – ist sie weg, dann hilft auch kein neues Baugebiet, keine Strukturprogramme".

Die Entwicklung in Bayerns Schulen, so Martin Güll ist unumkehrbar. Die Schüler an sich werden weniger und der Trend zu höheren Bildungsabschlüssen hält unvermittelt an – die Hauptschule, auch wenn sie jetzt Mittelschule heißt – muss dabei verlieren. "Die CSU lässt diese Entwicklung treiben, macht ein wenig Kosmetik, hat aber keine Antwort auf die Frage, wie es weitergehen wird", so Bezirksvorsitzender Michael Adam in seiner Begrüßungen. "Schon in den nächsten Jahren, werden die Schulverbünde auseinander brechen, weil einzelne Schulstandorte aufgegeben werden müssen, weil die Schülerzahlen der Haupt- oder Mittelschule weiter in den Keller gehen werden. Die Eltern haben schon jetzt erkannt, dass in der neuen Verpackung keine besseren Abschlussmöglichkeiten drin sind – aber das wollen die Eltern für ihre Kinder.

"Die SPD setzt sich für gleiche Bildungschancen für alle ein. Das dreigliedrige Schulsystem in Bayern wird diesem Anspruch schon lange nicht mehr gerecht. Deshalb sind integrative Schulen wie die Gemeinschaftsschule notwendig, in denen die Schülerinnen und Schüler länger gemeinsam lernen können und in denen ihre individuellen Fähigkeiten optimal gefördert werden. Kinder und Jugendliche sollen dabei wohnortnahe Schulen vorfinden, in denen die bestmöglichen Bildungsabschlüsse angeboten werden. Die individuelle Förderung rückt in der Gemeinschaftschule in den Vordergrund und ermöglicht ein Lernen ohne Brüche und ohne Druck, in einer Kultur des Miteinanders. Sie bietet wohnortnah alle Bildungsgänge: den Hauptschulabschluss, den Quali, den echten Realschulabschluss und den Übertritt in die gymnasiale Oberstufe und schließlich das Abitur", so Peter Schmid, Mitglied der SPD-Arbeitsgemeinschaft für Bildung (AfB) aus Ergoldsbach.

Die SPD hat die Gemeinschaftsschule nicht erfunden
"Ob nun in Südtirol, in Finnland oder in Schleswig-Holstein oder NRW, Gemeinschaftsschulen sind nichts Neues – nur in Bayern", so Martin Güll. Die Gemeinschaftsschule biete eine individuelle Förderung der Schülerinnen und Schüler entsprechend ihren Begabungen, Neigungen und Talenten. In der Gemeinschaftsschule blieben die Schüler bis zu ihrem ersten Schulabschluss zusammen. Dadurch entfalle das bisher übliche Übertrittverfahren mit all seinen Problemen für Kinder und Eltern. Die Gemeinschaftsschule bedeute Vielfalt unter einem Dach. "Alle lernen individuell und doch gemeinsam. Alle werden gefördert. Keiner geht verloren – und es klappt", so Güll weiter.

"Die Gemeinschaftsschule wird als gebundene Ganztagsschule organisiert und soll alle Schularten vereinen. Sie wird nicht Realschulen und Gymnasien ersetzen, sondern eine Alternative zum Schulsystem bieten. Es werden die gleichen Lehrpläne unterrichtet wie an anderen staatlichen Schulen in Bayern. Gemeinschaftsschulen funktionieren durch ihr innovatives pädagogisches Konzept in Einheiten ab 200 Schülerinnen und Schülern. Das heißt, die Kinder können bis zur 10. Klasse in ihrem Heimatort zur Schule gehen. Damit kann ein Schulsterben in den Regionen verhindert werden. Eine Win-win-Situation für die Kinder, die Eltern und die Kommunen", so Reinhard Schwikowski, Mitglied der SPD-Arbeitsgemeinschaft für Bildung (AfB) aus Saal/KEH.

Arbeitskreissprecher Rainer Pasta, seine Tochter besucht derzeit die 1. Klasse der Grundschule Geiselhöring, ist überzeugt vom neuen Konzept der Gemeinschaftsschule: "Natürlich will man für seine Kinder die bestmögliche Schulausbildung, doch zu welchem Preis? Sollen wir nächstes Jahr anfangen unsere Tochter für den Übertritt zu trainieren? Hat sie dann mit 8 Jahren nicht mehr das Recht auf ihre Kindheit, auf ihre Unbeschwertheit? Schadet es ihr, wenn sie erfährt, dass Menschen unterschiedlich gescheit sind, verschiedene Stärken haben? Muss sie mit 10 Jahren täglich stundenlang mit dem Bus oder Zug zur Realschule oder zum Gymnasium fahren?" Fragen auf die die Gemeinschaftsschule am Ort eine klare Antwort gibt: NEIN! "Unterschiedlichkeit als Chance, mehr selbstständiges und handelndes Arbeiten, kooperatives Lernen, an den Fähigkeiten orientierte, individuelle Förderung, nachhaltiges Lernen und Kompetenzbildung", so Pasta seien ein Traum, wenn man an die aktuelle Schulsituation denke. Ein Traum, den es in Bayern nicht geben soll, nur weil die CSU sich nicht auf ein modernes Schulsystem einlassen will.

Wenn sie eine gute Schule vor Ort haben wollen, dann müssen sie dafür kämpfen.
Doch "wie kommen unsere Kinder zu solchen Schulen", war die große Frage des Abends. Martin Güll erklärte, dass die SPD-Fraktion ab Mai die Bürgerinnen und Bürger über die Gemeinschaftsschule informieren wird. In über 20 Dialogforen im ganzen Land, einem wissenschaftlichen Bildungskongress und weiteren Fachveranstaltungen sollen Eltern, Lehrer und Lehrerinnen und Schüler und Schülerinnen eingebunden und deren Erfahrungen aufgenommen und berücksichtigt werden. "Entscheidend sind die Bürgermeister und Eltern vor Ort. Wenn sie eine gute Schule mit besten Abschlussmöglichkeiten vor Ort haben wollen, dann müssen sie dafür kämpfen. Die SPD bietet jegliche Unterstützung auch hier in der Region eine Modellschule zu finden. Es werden und sollen nicht gleich alle Schulen umgewidmet werden können, aber einzelne Modellprojekte wird es in absehbarer Zukunft geben, wo diese liegen, entscheidet sich bei den Menschen vor Ort", so Martin Güll, der u.a. auch darüber berichtete, wie sich die CDU-Bürgermeister im erzkonservativen Münsterland (NRW) um die 50 Modellschuleprojekte für ihre jeweilige Gemeinde 'prügeln', seit die rot-grüne Landesregierung diese Option möglich gemacht habe.

 

Programm für die Gemeinde Schierling

 2014 - 2020 und darüberhinaus

Aus dem Sitzungssaal

10.07.2018:

Antrag der SPD-Fraktion zur Bildung eines Arbeitskreises für das "Schierlinger Echo"

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02.07.2018:

Antrag der SPD-Fraktion zur Organisation und Durchführung erweiterter Bürgerbeteiligung

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19.04.2018:

Antrag der SPD-Fraktion zum Bau einer öffentlichen Toilettenanlage am Park&Ride-Platz am Bahnhof Eggmühl

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18.04.2018:

Antrag der SPD-Fraktion zur Übernahme des Leitfadens zur Durchführung von Bürger-informationsveranstaltungen und Bürgerbeteiligungsverfahren

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10.04.2018:

SPD-Haushaltsrede 2018

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19.06.2017:

Antrag der SPD-Fraktion zur Erstellung einer Satzung für Ehrungen durch die Gemeinde

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04.04.2017:

Antrag der SPD-Fraktion zur Auflösung des Kommunalunternehmens

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04.04.2017:

SPD-Haushaltsrede 2017

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14.06.2016:

Antrag der SPD-Fraktion zur Einrichtung eines Soforthilfefonds

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14.06.2016:

Antrag der SPD-Fraktion zur Nutzung des „Kommunalen Förderprogramms für mehr bezahlbaren Wohnraum"

"Kommunales Förderprogramm für mehr bezahlbaren Wohnraum" der Bayerischen Staatsregierung

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13.06.2016:

Antrag der SPD-Fraktion zur Verkehrsberuhigung

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26.04.2016:

SPD-Haushaltsrede 2016

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10.03.2016:

Zum Thema "Subsidiarität"...

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23.02.2016:

Beschlussvorlage "Anträge der SPD" öffentliche MGR-Sitzung am 23.02.2016

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12.02.2016:

Antrag der SPD-Fraktion zur Förderung des Tourismus

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10.02.2016:

Antrag der SPD-Fraktion zur Einführung eines Ermäßigungspasses für Bedürftige

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09.02.2016:

Antrag der SPD-Fraktion zur Einhaltung von Bebauungsplänen

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09.02.2016:

Antrag der SPD-Fraktion zur einheitlichen Kostenerstattung

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24.10.2015:

Antrag der SPD-Fraktion zur Klärung der formalen Grundlagen zum Betreiben der Bücherei

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24.09.2015:

Anfrage der SPD-Fraktion bezüglich der Büchereifinanzierung

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24.09.2015:

Antrag der SPD-Fraktion zur Einrichtung einer öffentlichen Toilette

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11.06.2015:

Antrag der SPD-Fraktion zur Erstellung eines Gutachtens über LTE-Standorte

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09.05.2015:

 

Antrag der SPD-Fraktion zur Unterstützung des Gemeinsamen Positionspapiers

 

Gemeinsames Positionspapier zu internationalen Handelsabkommen und kommunalen Dienstleistungen

 

Factsheet

Dürfen Kommunen sich zu Freihandelsabkommen äußern?

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28.04.2015:

SPD-Haushaltsrede 2015

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07.04.2015:

Antrag der SPD-Fraktion zur Familienfreundlichkeit

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27.01.2015:

Nebengebäude
Altes Schulhaus

20.09.2019:

Antrag für nachhaltige Auftragsvergabe

Kommentare zum Gesche-hen vor Ort und in der Welt

13.12.2016:
Weihnachtsansprache
der SPD-Fraktion

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15.12.2015:
Weihnachtsansprache
der SPD-Fraktion

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16.12.2014:
Weihnachtsansprache
der SPD-Fraktion

"Mei Draam"

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27.11.2014:

Bürgerversammlung Buchhausen

Kommunalpolitik aktuell: "Nachnutzung MUNA"

Projektentwurf
Rhododendronpark
Blühende Bunkerwelten"
www.hobbie-rhodo.de
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Projektentwurf
Bürgerpark eG
Mensch und Natur"
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Projektentwurf
SILVA PARADISUS
Waldparadies"

Kommunalpolitik aktuell: "Pilgerweg VIA NOVA"

VIA NOVA

Europäischer Pilger- und Friedensweg

Spirituelle Wegweisung für die Zukunft und eine große Chance für den naturnahen Nah- und Ferntourismus im Großen und Kleinen Labertal, z.B.

VIA NOVA

Weichenstellung für sanften Tourismus im Labertal

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VIA NOVA

europäischer Friedensweg mit Schlachtfeldrundweg um Eggmühl anno 1809

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VIA NOVA

Radl-Tour auf Niedermünsterrundweg

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VIA NOVA

Zeitreise document Niedermünster


Die Marktgemeinde Schierling ist nach einstimmigen Beschluss des Marktgemeinderates vom 29. März 2011 auf Antrag der SPD-Fraktion offizielle VIA NOVA-Gemeinde


www.pilgerweg-vianova.eu

Energiewende im Labertal

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Wir helfen ihnen gerne!

=> zum Vertragsangebot

Aktionsreihe AK Labertal "Zivilcourage zeigen"

Vortragsreihe im Rahmen der Historischen Themennachmittage:

"Der kleine Widerstand im Labertal"

27.03.2011: Langquaid

29.05.2011: Geiselhöring

16.10.2011: Rottenburg

22.04.2012: Straubing

28.10.2012: Schierling

 

SPD-Mandatsträger


Ismail Ertug, MdEP
Ihr Europaabgeordneter für die Oberpfalz u. Niederbayern
 
www.ertug.eu
 
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Marianne Schieder, MdB
Ihre Bundestagsabgeordnete für Stadt und Landkreis Regensburg
 
www.marianne-schieder.de
 
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Margit Wild, MdL
Ihre Landtagsabgeordnete für Stadt und Landkreis Regensburg
 
www.margitwild.de

Gastmitgliedschaft

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125 Jahre BayernSPD:

Wasser ist ein Menschenrecht!

100 gute Gründe gegen Atomkraft:

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Atomausstieg selber machen!

Endstation RECHTS. Bayern

Zitate:


"Die CSU steht vor einem Scherbenhaufen, weil sie versucht hat, mit bewusster Irreführung das Volk hinters Licht zu führen."

 

Christian Ude, SPD-Spitzenkandidat und Oberbürgermeister von München, zur Pkw-Maut in seiner Rede beim Gillamoos 2013 im niederbayerischen Abensberg.


Buch-Tipp der SPD Schierling:

Von Sozialdemokraten gelesen - von Sozialdemokraten empfohlen:


"Macht und Missbrauch" Franz Josef Strauß und seine Nachfolger

Aufzeichnungen eines Ministerialbeamten

von Wilhelm Schlötterer, erschienen im Fackelträger-Verlag

Foto:

Friedrich-Ebert-Stiftung, Bonn

 

"Dr. Wilhelm Schlötterer, ein ehemals leitender Steuerbeamter in Bayern, beschreibt in dem Buch seinen couragierten Kampf für Recht und Gesetz und gegen ein menschenverachtendes System, dass die CSU in Bayern über viele Jahre hinweg skrupellos ausbaute. Beginnend von Franz Josef Strauß, der in seiner Besessenheit nach Macht und Gier sich selbst zum Gesetz erhob, über seine Nachfolger Max Streibl und Edmund Stoiber bis in die heutigen Tage hinein entlarvt Schlötterer schonungslos die hässliche Fratze der CSU und setzt einen eindrucksvollen Schlussstrich unter der Legendenbildung um diese angeblich christlich-sozialen Partei.

Der Autor schildert das weit verbreitete Mitläufertum innerhalb der CSU, das die Missachtung der Rechtsstaatlichkeit und Demokratie sowie die schamlose Selbstbedienung mithilfe des Staatsapparates erst möglich machte.

Für seine standhafte Haltung und seine gelebte Zivilcourage gebührt Wilhelm Schlötterer höchste Anerkennung. Für uns soll dieses Buch Mahnung und Auftrag zugleich sein, diesem Missbrauch der Macht mit allen Mitteln der Demokratie konsequent entgegen zu treten."

 

Armin Buchner

SPD-Ortsverein Schierling