Damit Bildung aufsteigt: Die Gemeinschaftsschule

Veröffentlicht am 21.06.2013 in Bildung

Fordern, dass die Staatsregierung Gemeinschaftsschulen ermöglicht, wo sie von den Eltern gefordert werden. Bis zur zehnten Klasse würden Mittel-, Realschüler und Gymnasiasten dann gemeinsam unterrichtet. Nur so könne vielfältiges, wohnortnahes, intelligentes und reichhaltiges Lernen ermöglicht werden. (v.l.) Peter Stranninger, Martin Kreutz, Johann Kolbeck und Hubert Wittmann.

Schulstandorte im Labertal gefährdet
Drei Mittelschulen in der Region Labertal stehen nach Berechnungen der SPD vor dem Aus. Erstmals nennt die SPD konkret die betroffenen Orte und legt die Tricksereien des Kultusministers offen

Peter Stranninger, stellv. Vorsitzender der NiederbayernSPD und Bewerber um das Landtagsmandat für den Stimmkreis Straubing-Bogen, informierte am Freitag vor der Autorenlesung in Pfaffenberg die SPD im Labertal über die Erhebungen der SPD-Landtagsfraktion zur Entwicklung der Mittelschulen in Bayern und speziell der Region Labertal. Wie Stranninger berichten musste, sieht es für die Mittelschule in Rohr/NB sehr schlecht aus. Hier werden derzeit 34 Schüler_innen beschult, ab kommendem Schuljahr sollen es noch 23 sein, Tendenz stark fallend. Für die MS Mallersdorf-Pfaffenberg sieht es zwar aktuell besser aus – „84 Schüler_innen sind ein gutes Polster“ – aber spätestens im Schuljahr 2017/18 wird nur noch mit 20 Kinder (Tendenz stark fallend) gerechnet. Seit diesem Schuljahr gibt es die Schule in Aufhausen nur noch auf dem Papier.

Heute gehen noch 200 000 Kinder in die etwa 900 Mittelschulen in Bayern - Nach der Prognose des Kultusministeriums werden es in fünf Jahren nur noch 170 000 sein. Zum einen geht die Zahl der Geburten zurück, zum anderen ist die Mittelschule immer weniger attraktiv für viele Familien, die ihre Kinder lieber auf Realschulen und Gymnasien schicken. "Darüber hinaus bedingen sich in strukturschwachen Regionen Schülerrückgang, Schulschließungen und Abwanderung gegenseitig", zitierte Stranninger den SPD-Bildungsexperte im Landtag, Martin Güll, der mit Mithilfe des Schulentwicklers Roland Grüttner die Prognosen für einzelne Orte erstellt und die Parteigliederungen vor Ort darüber informiert hat. Dass das Schulschließungen nach sich ziehen wird, scheint klar. Die Frage ist nur: wo und wie viele? Bis zum Schuljahr 2019/20 haben demnach 149 Mittelschulen weniger als 50 Schüler und sind damit "gefährdet". Damit wären von den 105 Mittelschulen in Niederbayern 22 betroffen, von den 86 Mittelschulen in der Oberpfalz 20 – jeweils rund 20 Prozent, vor allem in den strukturschwachen Gebieten. Doch auch im Labertal sind laut Gülls Erhebung drei Schulen bedroht – Im Landkreis Straubing-Bogen die MS Mallersdorf-Pfaffenberg, im Landkreis Kehlheim die MS Rohr/NB und im Landkreis Regensburg die MS Aufhausen. Aufhausen? – da wird doch schon lange nicht mehr unterrichtet, aber dazu später!

Lösungsansatz Gemeinschaftsschule - SPD bietet den Kommunen Unterstützung an
Mit der Erhebung soll ausdrücklich kein Krisenszenario heraufbeschworen werden. "Wir präsentieren realistische Zahlen und bieten Lösungen an", betonte Stranninger gegenüber den Vertretern der betroffenen Ortsvereine, Martin Kreutz (OV Mallersdorf-Pfaffenberg), Johann Kolbeck (OV Rohr NB.) und Hubert Wittmann (OV Aufhausen). „Denn das Zahlenwerk soll allen Kommunen auf Anfrage zur Verfügung gestellt werden, damit schnellstmöglich auf die Entwicklungen reagiert werden könne. Die SPD bietet den betroffenen Gemeinden an, die Prognosen zu erläutern und weitere Details zu nennen - sofern sie das wollen und Daten aus den Gemeinderegistern zur Verfügung stellen“, so Peter Stranninger. Als Lösung der Probleme offeriert die SPD das Modell der Gemeinschaftsschule. Schüler aus den betroffenen Orten sollten "länger gemeinsam Lernen unter einem Dach". Die Gemeinschaftsschulen sollten alle "drei Standards unter einem Dach" anbieten, erklärte Stranninger – das heißt Unterricht auf Haupt-, Realschul- und Gymnasialniveau. Dementsprechend sollen an den Gemeinschaftsschulen dann auch Lehrer aller drei Schularten unterrichten. Nach der zehnten Klasse sollen die Schüler dann entscheiden können, ob sie einen Quali-Abschluss oder einen Realschulabschluss ablegen oder aufs Gymnasium gehen wollen.

Eine Gemeinschaftsschule soll aber nur eingerichtet werden, sofern eine Zwei-Drittel-Mehrheit der Eltern dies wünsche. Die Mittelschule hätte sich damit erledigt, zeigten sich der Sprecher des AK Labertal, Rainer Pasta, sowie die betroffenen Ortsvorsitzenden überzeugt. Für mehrere Mittelschulen in Bayern, darunter für Donaustauf in der Oberpfalz habe die SPD-Fraktion bereits rechnerisch nachweisen können, dass die von der Schließung bedrohten Standorte langfristig erhalten werden könnten. „Keiner würde sie vermissen. Problem: Genehmigen muss die Gemeinschaftsschule das CSU-geführte Kultusministerium - und das lehnt das SPD-Modell strikt ab“, so Pasta.

Phantom-Schulen für die Statistik
Kultusminister Ludwig Spaenle (CSU) erklärt immer wieder, dass dank der Schulverbünden und der Absenkung von Mindestschülerzahlen die Schulschließungen "fast zum Stehen gebracht" worden seien. Es könne aber wegen der rückläufigen Schülerzahlen nicht jeder Standort erhalten bleiben. Es sei aber gelungen, die Zahl der Schulschließungen in den vergangenen Jahren deutlich zu senken. Nach den Daten der SPD ist diese Aussage zumindest fragwürdig. Demnach haben nämlich neun Mittelschulen in Bayern – u.a. in Aufhausen - seit diesem Schuljahr keinen einzigen Schüler mehr und existieren nur noch als Phantomschulen auf dem Papier – aber der Statistik tut´s gut!

 

Programm für die Gemeinde Schierling

 2014 - 2020 und darüberhinaus

Aus dem Sitzungssaal

10.07.2018:

Antrag der SPD-Fraktion zur Bildung eines Arbeitskreises für das "Schierlinger Echo"

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02.07.2018:

Antrag der SPD-Fraktion zur Organisation und Durchführung erweiterter Bürgerbeteiligung

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19.04.2018:

Antrag der SPD-Fraktion zum Bau einer öffentlichen Toilettenanlage am Park&Ride-Platz am Bahnhof Eggmühl

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18.04.2018:

Antrag der SPD-Fraktion zur Übernahme des Leitfadens zur Durchführung von Bürger-informationsveranstaltungen und Bürgerbeteiligungsverfahren

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10.04.2018:

SPD-Haushaltsrede 2018

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19.06.2017:

Antrag der SPD-Fraktion zur Erstellung einer Satzung für Ehrungen durch die Gemeinde

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04.04.2017:

Antrag der SPD-Fraktion zur Auflösung des Kommunalunternehmens

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04.04.2017:

SPD-Haushaltsrede 2017

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14.06.2016:

Antrag der SPD-Fraktion zur Einrichtung eines Soforthilfefonds

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14.06.2016:

Antrag der SPD-Fraktion zur Nutzung des „Kommunalen Förderprogramms für mehr bezahlbaren Wohnraum"

"Kommunales Förderprogramm für mehr bezahlbaren Wohnraum" der Bayerischen Staatsregierung

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13.06.2016:

Antrag der SPD-Fraktion zur Verkehrsberuhigung

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26.04.2016:

SPD-Haushaltsrede 2016

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10.03.2016:

Zum Thema "Subsidiarität"...

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23.02.2016:

Beschlussvorlage "Anträge der SPD" öffentliche MGR-Sitzung am 23.02.2016

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12.02.2016:

Antrag der SPD-Fraktion zur Förderung des Tourismus

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10.02.2016:

Antrag der SPD-Fraktion zur Einführung eines Ermäßigungspasses für Bedürftige

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09.02.2016:

Antrag der SPD-Fraktion zur Einhaltung von Bebauungsplänen

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09.02.2016:

Antrag der SPD-Fraktion zur einheitlichen Kostenerstattung

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24.10.2015:

Antrag der SPD-Fraktion zur Klärung der formalen Grundlagen zum Betreiben der Bücherei

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24.09.2015:

Anfrage der SPD-Fraktion bezüglich der Büchereifinanzierung

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24.09.2015:

Antrag der SPD-Fraktion zur Einrichtung einer öffentlichen Toilette

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11.06.2015:

Antrag der SPD-Fraktion zur Erstellung eines Gutachtens über LTE-Standorte

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09.05.2015:

 

Antrag der SPD-Fraktion zur Unterstützung des Gemeinsamen Positionspapiers

 

Gemeinsames Positionspapier zu internationalen Handelsabkommen und kommunalen Dienstleistungen

 

Factsheet

Dürfen Kommunen sich zu Freihandelsabkommen äußern?

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28.04.2015:

SPD-Haushaltsrede 2015

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07.04.2015:

Antrag der SPD-Fraktion zur Familienfreundlichkeit

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27.01.2015:

Nebengebäude
Altes Schulhaus

20.09.2019:

Antrag für nachhaltige Auftragsvergabe

Kommentare zum Gesche-hen vor Ort und in der Welt

13.12.2016:
Weihnachtsansprache
der SPD-Fraktion

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15.12.2015:
Weihnachtsansprache
der SPD-Fraktion

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16.12.2014:
Weihnachtsansprache
der SPD-Fraktion

"Mei Draam"

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27.11.2014:

Bürgerversammlung Buchhausen

Kommunalpolitik aktuell: "Nachnutzung MUNA"

Projektentwurf
Rhododendronpark
Blühende Bunkerwelten"
www.hobbie-rhodo.de
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Projektentwurf
Bürgerpark eG
Mensch und Natur"
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Projektentwurf
SILVA PARADISUS
Waldparadies"

Kommunalpolitik aktuell: "Pilgerweg VIA NOVA"

VIA NOVA

Europäischer Pilger- und Friedensweg

Spirituelle Wegweisung für die Zukunft und eine große Chance für den naturnahen Nah- und Ferntourismus im Großen und Kleinen Labertal, z.B.

VIA NOVA

Weichenstellung für sanften Tourismus im Labertal

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VIA NOVA

europäischer Friedensweg mit Schlachtfeldrundweg um Eggmühl anno 1809

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VIA NOVA

Radl-Tour auf Niedermünsterrundweg

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VIA NOVA

Zeitreise document Niedermünster


Die Marktgemeinde Schierling ist nach einstimmigen Beschluss des Marktgemeinderates vom 29. März 2011 auf Antrag der SPD-Fraktion offizielle VIA NOVA-Gemeinde


www.pilgerweg-vianova.eu

Energiewende im Labertal

Wechseln Sie jetzt zu einem zertifizierten Ökostromanbieter.

Wir helfen ihnen gerne!

=> zum Vertragsangebot

Aktionsreihe AK Labertal "Zivilcourage zeigen"

Vortragsreihe im Rahmen der Historischen Themennachmittage:

"Der kleine Widerstand im Labertal"

27.03.2011: Langquaid

29.05.2011: Geiselhöring

16.10.2011: Rottenburg

22.04.2012: Straubing

28.10.2012: Schierling

 

SPD-Mandatsträger


Ismail Ertug, MdEP
Ihr Europaabgeordneter für die Oberpfalz u. Niederbayern
 
www.ertug.eu
 
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Marianne Schieder, MdB
Ihre Bundestagsabgeordnete für Stadt und Landkreis Regensburg
 
www.marianne-schieder.de
 
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Margit Wild, MdL
Ihre Landtagsabgeordnete für Stadt und Landkreis Regensburg
 
www.margitwild.de

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125 Jahre BayernSPD:

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Endstation RECHTS. Bayern

Zitate:


"Die CSU steht vor einem Scherbenhaufen, weil sie versucht hat, mit bewusster Irreführung das Volk hinters Licht zu führen."

 

Christian Ude, SPD-Spitzenkandidat und Oberbürgermeister von München, zur Pkw-Maut in seiner Rede beim Gillamoos 2013 im niederbayerischen Abensberg.


Buch-Tipp der SPD Schierling:

Von Sozialdemokraten gelesen - von Sozialdemokraten empfohlen:


"Macht und Missbrauch" Franz Josef Strauß und seine Nachfolger

Aufzeichnungen eines Ministerialbeamten

von Wilhelm Schlötterer, erschienen im Fackelträger-Verlag

Foto:

Friedrich-Ebert-Stiftung, Bonn

 

"Dr. Wilhelm Schlötterer, ein ehemals leitender Steuerbeamter in Bayern, beschreibt in dem Buch seinen couragierten Kampf für Recht und Gesetz und gegen ein menschenverachtendes System, dass die CSU in Bayern über viele Jahre hinweg skrupellos ausbaute. Beginnend von Franz Josef Strauß, der in seiner Besessenheit nach Macht und Gier sich selbst zum Gesetz erhob, über seine Nachfolger Max Streibl und Edmund Stoiber bis in die heutigen Tage hinein entlarvt Schlötterer schonungslos die hässliche Fratze der CSU und setzt einen eindrucksvollen Schlussstrich unter der Legendenbildung um diese angeblich christlich-sozialen Partei.

Der Autor schildert das weit verbreitete Mitläufertum innerhalb der CSU, das die Missachtung der Rechtsstaatlichkeit und Demokratie sowie die schamlose Selbstbedienung mithilfe des Staatsapparates erst möglich machte.

Für seine standhafte Haltung und seine gelebte Zivilcourage gebührt Wilhelm Schlötterer höchste Anerkennung. Für uns soll dieses Buch Mahnung und Auftrag zugleich sein, diesem Missbrauch der Macht mit allen Mitteln der Demokratie konsequent entgegen zu treten."

 

Armin Buchner

SPD-Ortsverein Schierling