Die „Weiße Rose“ blüht auch heute noch im Garten unserer freiheitlichen Demokratie

Veröffentlicht am 19.07.2013 in AntiFa/Migration

Die Organisatoren der Schierlinger "Weißen Rose Ausstellung": (v.l.) SPD-Ortsvorsitzende Madlen Melzer und Organisationsleiter Martin Auer zusammen mit Ruth Müller, Sprecherin des SPD-Arbeitskreises Labertal

"Ihr habt geschrien, wo alle schwiegen – es ging ums Tun und nicht ums Siegen!"

In diesen Zeilen aus dem Lied des Liedermachers und Sängers Konstantin Wecker über die die Mitglieder der Weißen Rose steht die zentrale Würdigung ihres Widerstandes, die Martin Auer an das Ende seiner Rede stellte.

Er war kurzfristig für den an einer heftigen Sommergrippe erkrankten Vorsitzenden des Landeskomitees der Katholiken in Bayern, Dr.
Albert Schmid, eingesprungen. Mit diesem eindrucksvollen Eröffnungsabend startete im Gasthaus Aumeier die Ausstellung der „Weißen-Rose-Stiftung“ über die Widerstandsgruppe der Weißen Rose, die vor 70 Jahren von der Gestapo zerschlagen wurde. Dabei landeten über 50 Mitglieder vor dem Volksgerichtshof und wurden ihre wichtigsten Leitfiguren ermordet. Hans und Sophie Scholl, Christoph Probst, Willi Graf, Alexander Schmorell und Prof. Kurt Huber sind neben Hans Leipelt die bekanntesten Namen, die in München-Stadelheim unter dem Schafott den Tod fanden. Zur Münchner Widerstandsgruppe, die sich vor allem aus der Studentenschaft und einem kleinen Professorenkreis rekrutierte, zählte auch der berühmte Dichter und Schriftsteller Werner Bergengruen. Von München aus entwickelte sich ein Netz von "Widerstandsgruppen" von Ulm, Stuttgart, Freiburg nach Saarbrücken, Hamburg und Berlin; dort zur sogenannten „Roten Kapelle“ und zur Gruppe um Dietrich Bonhoeffer und Hans von Dohnanyi.

Großartig gestaltet wurde die Eröffnungsfeier vom Gospel-Chor unter der Leitung von Hans Weger aus Buchhausen. Ihr „Call it Out“ war mit den Songs und Stücken an diesem Abend ein echtes „Ausrufezeichen“. Hoch musikalisch und stimmgewaltig trugen sie mit ihren Beiträgen zur Ehrung der "Weißen Rose" bei.

Der SPD-Arbeitskreis Labertal und der SPD-Ortsverein hatten die Organisation vor Ort übernommen. Er hatte schon in der Vergangenheit wichtige Akzente in der Erinnerungsarbeit mit der großen Bonhoeffer-Ausstellung, dem kleinen Widerstand im Labertal und weiteren Veranstaltungen über die Verbrechen des Dritten Reiches in der Region gesetzt. Angesichts einer steigenden Akzeptanz und Tolerierung rechtsextremer Positionen und angesichts des Umständen, dass altersbedingt immer weniger Zeitzeugen zur Verfügung stehen, um vor allem den Jugendlichen über die 12-jährigen Schreckenszeit zu warnen, gehört für den SPD-Arbeitskreis der Kampf gegen das Vergessen zur zentralen politischen Arbeit. Deshalb unterstützt er im Gedenkjahr die Weiße-Rose-Stiftung bei der Präsentation ihrer Wanderausstellung in vier Gemeinden des Labertales von Rohr bis Geiselhöring.

Den Auftakt machte der frühere SPD-Bezirksgeschäftsführer, Markt- und Kreisrat Martin Auer mit seinem Referat über den Widerstand im Allgemeinen und in seiner christlichen Dimension. Er verwies zu allererst auf das Grundgesetz, Artikel 20 Abs. 4, daß alle Deutschen das Recht zum Widerstand „gegen jeden, der es unternimmt, diese Ordnung zu beseitigen“, haben, „wenn andere Abhilfe nicht möglich ist.“ Auch die Katholische Kirche bekenne sich klar zum Widerstandsrecht gegen Unrechtsregime. Auer zitierte dazu aus dem von Joseph-Kardinal Ratzinger, später Papst Benedikt XVI., herausgegebenen Katholischen Katechismus und aus dem Konzilsdokument „gaudium et spes“. Die Rechtfertigung des Widerstandes aus der evangelischen Sicht zeige sich in den Dokumenten der Bekennenden Kirche und ihrer Leitfigur Dietrich Bonhoeffer. Seine Ethik der Verantwortung und Zivilcourage habe ihn zur wagemutigen Stellungnahme gegen Hitlerismus, Nationalsozialismus, Rassismus und Terror unter Aufopferung seines Lebens geradezu gezwungen. Die Handlungsweise und das Denken der in der Weißen Rose organisierten Persönlichkeiten hätten hier ihre sittliche Rechtfertigung. Auf dem Fundament des Widerstandes gegen das Terrorregime, sei er christlich, sozialdemokratisch, militärisch oder humanistisch begründet, basiere auch die bayerische Verfassung mit ihrer Präambel:

„Angesichts des Trümmerfeldes, zu dem eine Staats- und Gesellschaftsordnung ohne Gott, ohne Gewissen und ohne Achtung vor der Würde des Menschen die Überlebenden des zweiten Weltkrieges geführt hat, in dem festen Entschlusse, den kommenden deutschen Geschlechtern die Segnungen des Friedens, der Menschlichkeit und des Rechtes dauernd zu sichern, gibt sich das Bayerische Volk, eingedenk seiner mehr als tausendjährigen Geschichte, nachstehende demokratische Verfassung.“

„Einer muss ja doch mal schließlich anfangen.“ (Sophie Scholl)
Im zweiten Teil seiner Rede beschrieb Martin Auer den Weg der Mitglieder der „Weißen Rose“ in den Widerstand, zu dem sich die meisten erst im Laufe der Jahre des „Dritten Reiches“ und des Krieges entschlossen hatten. Ihnen sei es ähnlich ergangen wie vielen anderen Deutschen. Martin Auer zitierte dazu aus einem Feldpostbrief seines Vaters im Juni 1944 aus einem Strafbataillon an der Ostfront, zu dem er verurteilt worden war: „Ich weiß auch erst seit einiger Zeit, wie schön es zu Hause ist, denn man muß ja erst etwas verlieren, um zu wissen, was es einem bedeutet; ebenso ist es mit der Freiheit, die wir seit 1933 verloren haben….; aber ich kann mich eben nicht an dieses System gewöhnen…Von Zeit zu Zeit geht meine Wut darüber durch und dann mach ich mir selbst das Leben schwer….ohne dabei etwas gegen die Willkür meiner Peiniger machen zu können.“ Die Erfahrungen der Studenten an der Ostfront, die Massenvernichtung der Juden und der polnischen Intelligenz, die Euthanasie-Verbrechen, all das habe sie veranlasst, ihrem Gewissen zu folgen und im Rahmen ihrer technischen und organisatorischen Möglichkeiten zum Widerstand gegen Hitler und sein Verbrecher-Regime aufzurufen. Besonders vor dem Volksgerichtshof und auf dem Gang zum Schafott habe sich ihr standfester Charakter, unerschütterlicher Mut und ihre tiefe Gläubigkeit gezeigt:

Hans Scholl (ermordet am 22. Februar 1943): „Es lebe die Freiheit!“ Und auf einem Zettel auf seinem Schreibtisch: „Kreuz, du bleibst noch lang das Licht der Erde. Hellas ewig unsre Liebe.“

Sophie Scholl (ermordet am 22. Februar 1943): „Ich bin nach wie vor der Meinung, das Beste getan zu haben, was ich jetzt für mein Volk tun konnte“…Wir durften Wegbereiter sein, müssen aber zuvor für sie sterben“…“Was liegt an meinem Tod, wenn durch unser Handeln Tausende von Menschen aufgerüttelt und geweckt werden.“

Christoph Probst (ermordet am 22. Februar 1943): „Ich danke Dir, dass Du mir das Leben gegeben hast. Wenn ich es recht bedenke, war es ein einziger Weg zu Gott. Ich gehe Euch jetzt einen Sprung voraus, um Euch einen herrlichen Empfang zu bereiten.“ (Letzter Brief an die Mutter)

Prof. Dr. Kurt Huber (ermordet am 13. Juli 1943): „Wir wollen nicht in Sklavenketten unser kurzes Leben dahinfristen, und wären es goldene Ketten materiellen Überflusses..“

Willi Graf (ermordet am 12. Oktober 1943): “Jeder einzelne trägt die ganze Verantwortung.“…“Für uns ist der Tod nicht das Ende, sondern der Anfang wahren Lebens – und ich sterbe im Vertrauen auf Gottes Liebe.“

Nach einigen Auszügen aus den letzten Flugblättern der Weißen Rose vor ihrer Verhaftung am 18. Februar 1943 schloss Martin Auer seine Rede mit der Würdigung der Opfer durch drei Bundespräsidenten, Richard von Weizsäcker, Johannes Rau und Joachim Gauck. Letzterer schloss seine Gedenkrede in München am 31. Januar: „Aber zugleich ist es Aufforderung an uns Heutige, mit unserer Kraft für alles einzustehen, wofür sie damals ihr Leben gegeben haben: für Menschlichkeit und Anstand, für Freiheit und Rechtsstaat.“

Die SPD-Ortsvorsitzende Madlen Melzer schilderte anschließend eindrucksvoll am Beispiel der Geschwister Hans und Sophie Scholl den Werdegang der Widerstandsgruppe, die sich im wesentlichen aus jungen Leuten im Alter von 20 bis 25 Jahren zusammensetzte. Ihre Hobbies und Neigungen hätten der Kunst und der Literatur, der Musik und dem Bergwandern und vielem anderen gegolten, wie sie junge Menschen eben hätten, schilderte sie deren Weg in den Widerstand, zu dem sie ihr Gewissen getrieben hatte. Sie seien ein wichtiger Teil der Opposition in Deutschland gewesen. Die Nazis hatten 130.000 von ihnen ermordet, 180.000 in Konzentrationslagern und Gefängnissen inhaftiert und über eine Million Menschen zu den Gestapo-Verhören gezwungen. „In Deutschland lebte eine Opposition, die zum Edelsten und Größten gehört, was in der politischen Geschichte aller Völker hervorgebracht wurde….Aber ihre Taten und Opfer sind das unzerstörbare Fundament des neuen Aufbaus,“ zitierte Madlen Melzer den damaligen britische Premier Sir Winston Churchill in seiner Würdigung der„Weißen Rose“. Der Liedermacher Konstantin Wecker hatte die Bedeutung der „Weißen Rose“ für die Gegenwart in vier Verszeilen gepackt: „Ihr wärt hier so wichtig, Sophie und Hans, Alexander und all die andern, eure Schlichtheit und euer Mut, euer Gottvertrauen – ach, tät das gut!“

Zuletzt flatterten von der Empore Flugblätter und weiße Rosen in den Saal zur Erinnerung an die letzte große Aktion am 18. Februar 1943 in der Aula der Universität in München, als Sophie Scholl einen ganzen Stapel des letzten, von Prof. Kurt Huber formulierten Flugblattes von oben verstreute.

Flugblätter und weiße Rosen auf dem Boden: Sie stehen symbolisch dafür, dass die Mitglieder der „Weißen Rose“ physisch zwar am Boden lagen, dass sie aber durch ihr Tun den Boden bereiteten für eine gefestigte Demokratie in Deutschland, für die ganz besonders der Artikel 1 Absatz 1 des Grundgesetzes gilt:

„Die Würde des Menschen ist unantastbar. Sie zu achten und zu schützen ist Verpflichtung aller staatlichen Gewalt.“

 

Programm für die Gemeinde Schierling

 2014 - 2020 und darüberhinaus

Aus dem Sitzungssaal

10.07.2018:

Antrag der SPD-Fraktion zur Bildung eines Arbeitskreises für das "Schierlinger Echo"

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02.07.2018:

Antrag der SPD-Fraktion zur Organisation und Durchführung erweiterter Bürgerbeteiligung

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19.04.2018:

Antrag der SPD-Fraktion zum Bau einer öffentlichen Toilettenanlage am Park&Ride-Platz am Bahnhof Eggmühl

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18.04.2018:

Antrag der SPD-Fraktion zur Übernahme des Leitfadens zur Durchführung von Bürger-informationsveranstaltungen und Bürgerbeteiligungsverfahren

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10.04.2018:

SPD-Haushaltsrede 2018

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19.06.2017:

Antrag der SPD-Fraktion zur Erstellung einer Satzung für Ehrungen durch die Gemeinde

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04.04.2017:

Antrag der SPD-Fraktion zur Auflösung des Kommunalunternehmens

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04.04.2017:

SPD-Haushaltsrede 2017

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14.06.2016:

Antrag der SPD-Fraktion zur Einrichtung eines Soforthilfefonds

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14.06.2016:

Antrag der SPD-Fraktion zur Nutzung des „Kommunalen Förderprogramms für mehr bezahlbaren Wohnraum"

"Kommunales Förderprogramm für mehr bezahlbaren Wohnraum" der Bayerischen Staatsregierung

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13.06.2016:

Antrag der SPD-Fraktion zur Verkehrsberuhigung

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26.04.2016:

SPD-Haushaltsrede 2016

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10.03.2016:

Zum Thema "Subsidiarität"...

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23.02.2016:

Beschlussvorlage "Anträge der SPD" öffentliche MGR-Sitzung am 23.02.2016

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12.02.2016:

Antrag der SPD-Fraktion zur Förderung des Tourismus

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10.02.2016:

Antrag der SPD-Fraktion zur Einführung eines Ermäßigungspasses für Bedürftige

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09.02.2016:

Antrag der SPD-Fraktion zur Einhaltung von Bebauungsplänen

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09.02.2016:

Antrag der SPD-Fraktion zur einheitlichen Kostenerstattung

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24.10.2015:

Antrag der SPD-Fraktion zur Klärung der formalen Grundlagen zum Betreiben der Bücherei

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24.09.2015:

Anfrage der SPD-Fraktion bezüglich der Büchereifinanzierung

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24.09.2015:

Antrag der SPD-Fraktion zur Einrichtung einer öffentlichen Toilette

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11.06.2015:

Antrag der SPD-Fraktion zur Erstellung eines Gutachtens über LTE-Standorte

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09.05.2015:

 

Antrag der SPD-Fraktion zur Unterstützung des Gemeinsamen Positionspapiers

 

Gemeinsames Positionspapier zu internationalen Handelsabkommen und kommunalen Dienstleistungen

 

Factsheet

Dürfen Kommunen sich zu Freihandelsabkommen äußern?

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28.04.2015:

SPD-Haushaltsrede 2015

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07.04.2015:

Antrag der SPD-Fraktion zur Familienfreundlichkeit

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27.01.2015:

Nebengebäude
Altes Schulhaus

20.09.2019:

Antrag für nachhaltige Auftragsvergabe

Kommentare zum Gesche-hen vor Ort und in der Welt

13.12.2016:
Weihnachtsansprache
der SPD-Fraktion

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15.12.2015:
Weihnachtsansprache
der SPD-Fraktion

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16.12.2014:
Weihnachtsansprache
der SPD-Fraktion

"Mei Draam"

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27.11.2014:

Bürgerversammlung Buchhausen

Kommunalpolitik aktuell: "Nachnutzung MUNA"

Projektentwurf
Rhododendronpark
Blühende Bunkerwelten"
www.hobbie-rhodo.de
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Projektentwurf
Bürgerpark eG
Mensch und Natur"
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Projektentwurf
SILVA PARADISUS
Waldparadies"

Kommunalpolitik aktuell: "Pilgerweg VIA NOVA"

VIA NOVA

Europäischer Pilger- und Friedensweg

Spirituelle Wegweisung für die Zukunft und eine große Chance für den naturnahen Nah- und Ferntourismus im Großen und Kleinen Labertal, z.B.

VIA NOVA

Weichenstellung für sanften Tourismus im Labertal

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VIA NOVA

europäischer Friedensweg mit Schlachtfeldrundweg um Eggmühl anno 1809

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VIA NOVA

Radl-Tour auf Niedermünsterrundweg

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VIA NOVA

Zeitreise document Niedermünster


Die Marktgemeinde Schierling ist nach einstimmigen Beschluss des Marktgemeinderates vom 29. März 2011 auf Antrag der SPD-Fraktion offizielle VIA NOVA-Gemeinde


www.pilgerweg-vianova.eu

Energiewende im Labertal

Wechseln Sie jetzt zu einem zertifizierten Ökostromanbieter.

Wir helfen ihnen gerne!

=> zum Vertragsangebot

Aktionsreihe AK Labertal "Zivilcourage zeigen"

Vortragsreihe im Rahmen der Historischen Themennachmittage:

"Der kleine Widerstand im Labertal"

27.03.2011: Langquaid

29.05.2011: Geiselhöring

16.10.2011: Rottenburg

22.04.2012: Straubing

28.10.2012: Schierling

 

SPD-Mandatsträger


Ismail Ertug, MdEP
Ihr Europaabgeordneter für die Oberpfalz u. Niederbayern
 
www.ertug.eu
 
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Marianne Schieder, MdB
Ihre Bundestagsabgeordnete für Stadt und Landkreis Regensburg
 
www.marianne-schieder.de
 
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Margit Wild, MdL
Ihre Landtagsabgeordnete für Stadt und Landkreis Regensburg
 
www.margitwild.de

Gastmitgliedschaft

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125 Jahre BayernSPD:

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100 gute Gründe gegen Atomkraft:

100 gute Gründe gegen Atomkraft

Atomausstieg selber machen!

Endstation RECHTS. Bayern

Zitate:


"Die CSU steht vor einem Scherbenhaufen, weil sie versucht hat, mit bewusster Irreführung das Volk hinters Licht zu führen."

 

Christian Ude, SPD-Spitzenkandidat und Oberbürgermeister von München, zur Pkw-Maut in seiner Rede beim Gillamoos 2013 im niederbayerischen Abensberg.


Buch-Tipp der SPD Schierling:

Von Sozialdemokraten gelesen - von Sozialdemokraten empfohlen:


"Macht und Missbrauch" Franz Josef Strauß und seine Nachfolger

Aufzeichnungen eines Ministerialbeamten

von Wilhelm Schlötterer, erschienen im Fackelträger-Verlag

Foto:

Friedrich-Ebert-Stiftung, Bonn

 

"Dr. Wilhelm Schlötterer, ein ehemals leitender Steuerbeamter in Bayern, beschreibt in dem Buch seinen couragierten Kampf für Recht und Gesetz und gegen ein menschenverachtendes System, dass die CSU in Bayern über viele Jahre hinweg skrupellos ausbaute. Beginnend von Franz Josef Strauß, der in seiner Besessenheit nach Macht und Gier sich selbst zum Gesetz erhob, über seine Nachfolger Max Streibl und Edmund Stoiber bis in die heutigen Tage hinein entlarvt Schlötterer schonungslos die hässliche Fratze der CSU und setzt einen eindrucksvollen Schlussstrich unter der Legendenbildung um diese angeblich christlich-sozialen Partei.

Der Autor schildert das weit verbreitete Mitläufertum innerhalb der CSU, das die Missachtung der Rechtsstaatlichkeit und Demokratie sowie die schamlose Selbstbedienung mithilfe des Staatsapparates erst möglich machte.

Für seine standhafte Haltung und seine gelebte Zivilcourage gebührt Wilhelm Schlötterer höchste Anerkennung. Für uns soll dieses Buch Mahnung und Auftrag zugleich sein, diesem Missbrauch der Macht mit allen Mitteln der Demokratie konsequent entgegen zu treten."

 

Armin Buchner

SPD-Ortsverein Schierling