„Diva, Biest oder Zicke?“ - Johanna Uekermann zu Gast auf der "roten Couch"

Veröffentlicht am 14.03.2016 in Veranstaltungen

Johanna Uekermann eingerahmt von den beiden SPD-Ortsvorsitzenden Madlen Melzer, Schierling (links) und Kirsten Reiter, Langquaid (rechts).

„Wahnsinnig interessant“ fand die Langquaider SPD-Vorsitzende Kirsten Reiter in ihrem Schlusswort die über 100 Minuten dauernde Gesprächsrunde auf der„roten Couch“ mit der Bundesvorsitzenden der Jungsozialisten Johanna Uekermann. Der gleichen Meinung waren die Besucherinnen und Besucher der Veranstaltung im Restaurant „Top Four“, zu der anlässlich des Internationalen Frauentages die beiden SPD-Ortsvereine Schierling und Langquaid sowie die AsF Langquaid eingeladen hatten. Denn die 28 Lenze zählende SPD-Politikerin gab in dem von Madlen Melzer und Kirsten Reiter moderierten Gespräch nicht nur einen tiefen Einblick in ihre inhaltlichen Vorstellungen einer SPD-Politik für morgen, sondern auch in ihre sozialdemokratische Wertebasis. Johanna Uekermann vermittelt einen Politik-Typ, dem es bei allen von der Vernunft geleiteten Diskussionen über politische Inhalte vor allem aufs Herz ankommt. Vielleicht sieht sie frei nach dem „Kleinen Prinzen“ die Probleme in der Gesellschaft und in der Welt mit dem Herzen besonders gut. Ihre bundesweit beachtete Kontroverse mit Vizekanzler Sigmar Gabriel wurde so logischerweise zur Randnotiz und spielte nicht die geringste Rolle. Der Blick auf die drängenden politischen Fragen und die betroffenen Menschen ließ eine solche Ablenkung nicht zu.

Markträtin Madlen Melzer hatte die Gäste begrüßt und ihnen Johanna Uekermann vorgestellt. „Diva, Biest oder Zicke?“, war ihre Eingangsfrage nach der Selbsteinschätzung an die Juso-Bundesvorsitzende. Mit der Diva konnte Johanna Uekermann am wenigsten anfangen; aber die beiden anderen Attribute wollte sie nicht ganz ausschließen. Denn schließlich kommt man in der Politik als „braves Mädchen“ nicht weit, aber als „böses Mädchen überall hin“.  Die Frauenpolitik war der erste thematische Schwerpunkt. Die junge Frauenpolitikerin warnte davor, die dieses Thema als Anhängsel der Familienpolitik zu sehen, wie es die CSU noch immer tue. Die Altersarmut sei vor allem weiblich, die Lohnungleichheit zwischen Männern und Frauen sei immer noch ein akutes Problem und die Gewalt gegen Frauen sei eine offene Wunde auch in der deutschen Gesellschaft. Scharf kritisierte die Juso-Vorsitzende die Altersdiskriminierung der jungen Generation im Jugend- und Sozialrecht. Vehement forderte sie die Abschaffung der unbegründet befristeten Arbeitsverträge für junge Berufsanfänger und den „Verschiebebahnhof der Leiharbeit, Werkverträge und Praktika bzw. die Ausnahmen vom Mindestlohn.

Große Koalition? Na ja!

Ihre Skepsis von Anfang an gegenüber der großen Koalition hat die Juso-Bundesvorsitzende auch nach über zwei Jahren nicht abgelegt. Zwar sieht sie vor allem die sozialdemokratischen Ministerinnen Andrea Nahles, Manuela Schwesig und Barbara Hendricks als Motor der Koalition mit wichtigen Erfolgen beim Mindestlohn, der Rente ab 63, der Frauenquote in Vorständen und im sozialen Wohnungsbau. Erwartete Verbesserungen für die junge Generation seien aber weitgehend ausgeblieben und einen Teil blockiere die CSU nach wie vor. Das gelte zum Beispiel für das geplante Entgeltgleichheitsgesetz und für die Lebensleistungsrente für Niedrig-Rentenbezieher sowie die Investitionen in den Bildungsbereich. Mehr Geld müsse auch in die Hand genommen werden beim Ausbau der Kita-Plätze, bei der Bezahlung des Personals im Vorschulbereich, bei der Ausbildung und bei der Schaffung von mehr bezahlten Praktikantenstellen. Ganz entschieden unterstützte Johanna Uekermann die Forderung des SPD-Parteivorsitzenden Sigmar Gabriel nach einem Solidarpakt für alle, Einheimische wie Migranten. Uekermann: „Nicht die Flüchtlinge sind Schuld am Sozialabbau. Wir müssen mehr sozialen Wohlstand für alle schaffen.“

Nein zum Asylverschärfungspaket Zwei

Ein klares Nein der Juso-Bundesvorsitzenden gab es zum erst vor kurzem verabschiedeten neuen Asylverschärfungspaket. Die Blockade des Familiennachzuges sei beschämend, ebenso, dass die SPD sich von der CSU vor sich hertreiben lasse und für ihr Entgegenkommen rein gar nichts erhalte. Natürlich betonte Johanna Uekermann, dass es keinen einfachen Lösungen gebe. Aber am Anfang müsse die Frage stehen: Was brauchen die Menschen, die bei uns Schutz suchen und zu uns fliehen? Ihre Antwort: „Wir brauchen statt Asylpaketen Integrationspakete. Wer dabei an der schwarzen Null festhält, der macht sich schuldig, wenn es mit der Integration nicht läuft.“  Die Kommunen und sozialen Träger bräuchten wesentlich mehr Geld für die Unterbringung, Integrationskurse und Förderung. In jeder Gemeinde sei eine Koordinierung der Ehrenamtlichen notwendig. Deutschland und Europa trügen erhebliche Mitverantwortung an der Millionen-starken Flüchtlingsbewegung aus dem Nahen Osten und von Afrika, unter anderem durch die Waffenexporte und die verheerende Agrarpolitik. Ihre katastrophale Europapolitik mit der Massenarbeitslosigkeit bei Jugendlichen im südlichen Europa als Folge. Trotz dieser Kritik sieht Johanna Uekermann nur auf europäischer Ebene eine Lösungsmöglichkeit.

Vom Vorsitzenden der Juso-Arbeitsgemeinschaft Deuerling, Sebastian Schmidmeier, nach den Chancen einer Werbung junger Leute für die Jusos zeigte sich die Bundesvorsitzende durchaus zuversichtlich. Immerhin sei die absolute Zahl der SPD-Mitglieder im Juso-Alter, d.h. unter 35 Jahren, im Gegensatz zum Parteitrend seit vielen Jahren konstant bei knapp 50.000. Die Hälfte aller Neueintritte in die SPD seien junge Menschen unter 35 Jahren, leider aber auch ein Drittel aller Austritte. Einer der Gründe sei, dass die jungen Mitglieder sich nicht in die Ortsvereinsarbeit und Diskussion einbringen könnten. Die Jusos hätten dafür ein ganzes Maßnahmenbündel entwickelt. Ihr eigenes Engagement führte Johanna auf ihr Elternhaus zurück. Und da hatten Johanna und Sebastian eine große Gemeinsamkeit: Bei beiden hatten schon die sozialdemokratischen Opas eine wichtige Rolle gespielt, gefolgt vom Engagement ihrer Väter für die SPD und der Unterstützung durch die Omas und Mamas. 

Johanna Uekermann. Zur Person:

Jahrgang 1987; geboren in Straubing; aufgewachsen in Mitterfels; 2006 Abitur am Anton-Bruckner-Gymnasium in Straubing; 2013 Abschluss des Studiums der Politikwissenschaft an der Uni Würzburg; dort auch studentische Frauenbeauftragte; Auslandssemester an der Uni Genf; z.Z. wissenschaftliche Mitarbeiterin des stellv. SPD-Fraktionsvorsitzenden Axel Schäfer im Bundestag; Mitglied der Jusos mit 14 Jahren; seit 2008 Mitglied im SPD-Kreisvorstand Straubing-Bogen; 2009 stellv. Juso-Landesvorsitzende; 2011 stellv. Juso-Bundesvorsitzende; 2013 Bundestagskandidatin; Dezember 2013 Bundesvorsitzende der Jungsozialisten; 2015 wieder gewählt. Mitglied der Grundwertekommission der SPD.

 

Programm für die Gemeinde Schierling

 2014 - 2020 und darüberhinaus

Aus dem Sitzungssaal

10.07.2018:

Antrag der SPD-Fraktion zur Bildung eines Arbeitskreises für das "Schierlinger Echo"

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02.07.2018:

Antrag der SPD-Fraktion zur Organisation und Durchführung erweiterter Bürgerbeteiligung

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19.04.2018:

Antrag der SPD-Fraktion zum Bau einer öffentlichen Toilettenanlage am Park&Ride-Platz am Bahnhof Eggmühl

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18.04.2018:

Antrag der SPD-Fraktion zur Übernahme des Leitfadens zur Durchführung von Bürger-informationsveranstaltungen und Bürgerbeteiligungsverfahren

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10.04.2018:

SPD-Haushaltsrede 2018

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19.06.2017:

Antrag der SPD-Fraktion zur Erstellung einer Satzung für Ehrungen durch die Gemeinde

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04.04.2017:

Antrag der SPD-Fraktion zur Auflösung des Kommunalunternehmens

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04.04.2017:

SPD-Haushaltsrede 2017

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14.06.2016:

Antrag der SPD-Fraktion zur Einrichtung eines Soforthilfefonds

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14.06.2016:

Antrag der SPD-Fraktion zur Nutzung des „Kommunalen Förderprogramms für mehr bezahlbaren Wohnraum"

"Kommunales Förderprogramm für mehr bezahlbaren Wohnraum" der Bayerischen Staatsregierung

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13.06.2016:

Antrag der SPD-Fraktion zur Verkehrsberuhigung

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26.04.2016:

SPD-Haushaltsrede 2016

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10.03.2016:

Zum Thema "Subsidiarität"...

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23.02.2016:

Beschlussvorlage "Anträge der SPD" öffentliche MGR-Sitzung am 23.02.2016

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12.02.2016:

Antrag der SPD-Fraktion zur Förderung des Tourismus

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10.02.2016:

Antrag der SPD-Fraktion zur Einführung eines Ermäßigungspasses für Bedürftige

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09.02.2016:

Antrag der SPD-Fraktion zur Einhaltung von Bebauungsplänen

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09.02.2016:

Antrag der SPD-Fraktion zur einheitlichen Kostenerstattung

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24.10.2015:

Antrag der SPD-Fraktion zur Klärung der formalen Grundlagen zum Betreiben der Bücherei

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24.09.2015:

Anfrage der SPD-Fraktion bezüglich der Büchereifinanzierung

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24.09.2015:

Antrag der SPD-Fraktion zur Einrichtung einer öffentlichen Toilette

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11.06.2015:

Antrag der SPD-Fraktion zur Erstellung eines Gutachtens über LTE-Standorte

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09.05.2015:

 

Antrag der SPD-Fraktion zur Unterstützung des Gemeinsamen Positionspapiers

 

Gemeinsames Positionspapier zu internationalen Handelsabkommen und kommunalen Dienstleistungen

 

Factsheet

Dürfen Kommunen sich zu Freihandelsabkommen äußern?

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28.04.2015:

SPD-Haushaltsrede 2015

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07.04.2015:

Antrag der SPD-Fraktion zur Familienfreundlichkeit

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27.01.2015:

Nebengebäude
Altes Schulhaus

20.09.2019:

Antrag für nachhaltige Auftragsvergabe

Kommentare zum Gesche-hen vor Ort und in der Welt

13.12.2016:
Weihnachtsansprache
der SPD-Fraktion

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15.12.2015:
Weihnachtsansprache
der SPD-Fraktion

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16.12.2014:
Weihnachtsansprache
der SPD-Fraktion

"Mei Draam"

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27.11.2014:

Bürgerversammlung Buchhausen

Kommunalpolitik aktuell: "Nachnutzung MUNA"

Projektentwurf
Rhododendronpark
Blühende Bunkerwelten"
www.hobbie-rhodo.de
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Projektentwurf
Bürgerpark eG
Mensch und Natur"
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Projektentwurf
SILVA PARADISUS
Waldparadies"

Kommunalpolitik aktuell: "Pilgerweg VIA NOVA"

VIA NOVA

Europäischer Pilger- und Friedensweg

Spirituelle Wegweisung für die Zukunft und eine große Chance für den naturnahen Nah- und Ferntourismus im Großen und Kleinen Labertal, z.B.

VIA NOVA

Weichenstellung für sanften Tourismus im Labertal

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VIA NOVA

europäischer Friedensweg mit Schlachtfeldrundweg um Eggmühl anno 1809

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VIA NOVA

Radl-Tour auf Niedermünsterrundweg

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VIA NOVA

Zeitreise document Niedermünster


Die Marktgemeinde Schierling ist nach einstimmigen Beschluss des Marktgemeinderates vom 29. März 2011 auf Antrag der SPD-Fraktion offizielle VIA NOVA-Gemeinde


www.pilgerweg-vianova.eu

Energiewende im Labertal

Wechseln Sie jetzt zu einem zertifizierten Ökostromanbieter.

Wir helfen ihnen gerne!

=> zum Vertragsangebot

Aktionsreihe AK Labertal "Zivilcourage zeigen"

Vortragsreihe im Rahmen der Historischen Themennachmittage:

"Der kleine Widerstand im Labertal"

27.03.2011: Langquaid

29.05.2011: Geiselhöring

16.10.2011: Rottenburg

22.04.2012: Straubing

28.10.2012: Schierling

 

SPD-Mandatsträger


Ismail Ertug, MdEP
Ihr Europaabgeordneter für die Oberpfalz u. Niederbayern
 
www.ertug.eu
 
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Marianne Schieder, MdB
Ihre Bundestagsabgeordnete für Stadt und Landkreis Regensburg
 
www.marianne-schieder.de
 
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Margit Wild, MdL
Ihre Landtagsabgeordnete für Stadt und Landkreis Regensburg
 
www.margitwild.de

Gastmitgliedschaft

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125 Jahre BayernSPD:

Wasser ist ein Menschenrecht!

100 gute Gründe gegen Atomkraft:

100 gute Gründe gegen Atomkraft

Atomausstieg selber machen!

Endstation RECHTS. Bayern

Zitate:


"Die CSU steht vor einem Scherbenhaufen, weil sie versucht hat, mit bewusster Irreführung das Volk hinters Licht zu führen."

 

Christian Ude, SPD-Spitzenkandidat und Oberbürgermeister von München, zur Pkw-Maut in seiner Rede beim Gillamoos 2013 im niederbayerischen Abensberg.


Buch-Tipp der SPD Schierling:

Von Sozialdemokraten gelesen - von Sozialdemokraten empfohlen:


"Macht und Missbrauch" Franz Josef Strauß und seine Nachfolger

Aufzeichnungen eines Ministerialbeamten

von Wilhelm Schlötterer, erschienen im Fackelträger-Verlag

Foto:

Friedrich-Ebert-Stiftung, Bonn

 

"Dr. Wilhelm Schlötterer, ein ehemals leitender Steuerbeamter in Bayern, beschreibt in dem Buch seinen couragierten Kampf für Recht und Gesetz und gegen ein menschenverachtendes System, dass die CSU in Bayern über viele Jahre hinweg skrupellos ausbaute. Beginnend von Franz Josef Strauß, der in seiner Besessenheit nach Macht und Gier sich selbst zum Gesetz erhob, über seine Nachfolger Max Streibl und Edmund Stoiber bis in die heutigen Tage hinein entlarvt Schlötterer schonungslos die hässliche Fratze der CSU und setzt einen eindrucksvollen Schlussstrich unter der Legendenbildung um diese angeblich christlich-sozialen Partei.

Der Autor schildert das weit verbreitete Mitläufertum innerhalb der CSU, das die Missachtung der Rechtsstaatlichkeit und Demokratie sowie die schamlose Selbstbedienung mithilfe des Staatsapparates erst möglich machte.

Für seine standhafte Haltung und seine gelebte Zivilcourage gebührt Wilhelm Schlötterer höchste Anerkennung. Für uns soll dieses Buch Mahnung und Auftrag zugleich sein, diesem Missbrauch der Macht mit allen Mitteln der Demokratie konsequent entgegen zu treten."

 

Armin Buchner

SPD-Ortsverein Schierling