Quo vadis, Munitionsdepot? SPD fordert rasche Klärung!

Veröffentlicht am 09.02.2010 in Kommunalpolitik

Die SPD-Ortsvereine Schierling u. Langquaid mit Dipl.Ing. Jan Ritter bei der Besichtigung des ehem. Depotgeländes.

Die SPD-Ortsvereine Schierling und Langquaid entwickelten bei einer Besichtigung des Muna-Areals am Samstag, 23. Januar 2010 anlässlich des Historischen Themennachmittages des Ortsvereins Schierling Visionen für künftige Möglichkeiten einer Nachnutzung.

Schierling. Die künftige Nutzung des ehemaligen Munitionsdepots brennt den beiden SPD-Ortsvereinen Schierling und Langquaid auf den Nägeln. Deshalb unternahmen sie mit ihren Vorsitzenden Kirsten Reiter und Armin Buchner am vergangenen Wochenende eine fast vierstündige Besichtigung und Wanderung durch das gesamte Depotgelände unter der sachkundigen Führung von Heinrich Dettenkofer, Teugn, von der Standortverwaltung in Regensburg. Dabei waren auch Dipl. Ing. Jan Ritter aus Hamburg, ein bundesweit forschender Experte für Munitionsdepots und militärische Anlagen der Reichswehr und ihrer Nachfolge-Organisationen Bundeswehr und Volksarmee, sowie Wolfgang Treppesch von der Labertalbahn. Letzterer zeigte an Ort und Stelle den Besuchern den Lok-Schuppen mit Lokomotive und stellte die Labertalbahn als wichtigen Verkehrsfaktor für die Nachfolgenutzung des Depots vor. Die Winterwanderung rund um das gesamte knapp 180 Hektar große Depotgelände an den knapp 110 Bunkern und Wasserreservoirs vorbei machte die Entwicklungschancen für die Region zum Guten wie zum Schlechten deutlich.
So hängt denn auch die Zukunft des ehemaligen Depots und damit auch für das Umland nicht nur voller Geigen, sondern birgt auch das Risiko des glatten Gegenteils. Darum und um die offenkundig vorhandenen Altlasten und ihre Beseitigung ging es deshalb auch beim SPD-Stammtisch am Montagabend im Gasthaus Aumeier, an dem auch der Hamburger Depot-Experte Dipl.Ing. Jan Ritter teilnahm. Der SPD-Ortsverein räumt der Nachnutzung des Depotgeländes als Kernstück eines Tourismus-Konzeptes für das gesamte Umland die größte Priorität ein, betonte SPD-Vorsitzender Armin Buchner unter Verweis auf die Begehung. Er weiß sich dabei einig mit dem allergrößten Teil der „Zukunftskonferenz“, deren Vorstellungen in die gleiche Richtung gingen. Ob als Freizeitpark „Muna-Land“ oder als Märchenwald oder Wildpark, spiele momentan noch keine Rolle. Durch die Labertalbahn und der Ausfahrt Schierling-Süd der B 15 neu sowie der Anbindung an das nahe Radwandernetz gäbe es eine touristische Erschließung erster Güte. Für Hartmut Gust wäre eine solche Nachnutzung nach den ausgestandenen Todesängsten angesichts der großen Bedrohung vor 65 Jahren „ein wunderbares Geschenk“ an die Bevölkerung des gesamten Umlandes.

Andererseits schießen aber auch die Spekulationen in die andere Richtung ins Kraut, zum Beispiel die Nachfolgenutzung des Depots als Auto-Park eines Automobilkonzerns oder die Verfüllung der über 100 Bunker mit Problemrückständen. Deshalb möchte Armin Buchner und mit ihm der SPD-Ortsverein, dass der Bürgermeister endlich die Geheimniskrämerei beendet und seine Vorstellungen einer künftigen Nachnutzung des Depots offenlegt. Es könne nicht sein, dass sich die Bürger in einer Zukunftswerkstatt Pläne über die Konvertierung des Geländes zu einer Top-Adresse der Naherholung schmieden dürften, während das Rathaus zusammen mit der BIMA, des Vermögensunternehmens des Bundesfinanzministeriums „ein eigenes Süppchen koche“ und die Bürgerschaft dann vor vollendete Tatsachen stelle, betonte Martin Auer.
Er forderte dazu aber auch eine rasche Klärung der vom Verteidigungsministerium eingeräumten Altlastenverdachtsfälle im Depotgelände. Es müsse, wie 2004 auch versprochen, „stubenrein“ den Nachnutzern, ob privaten oder kommunalen, übergeben werden. „Verdachtsfälle räumt man so oder so aus und man kauft keine Katze im Sack“, betonte er. Am Ende würden nämlich nach der Rechtslage die neuen Grundstückbesitzer und, wenn diese die Sanierungskosten nicht schultern könnten, die Gemeinde die Altlastenbeseitigung bezahlen. Laut Dipl. Ing. Jan Ritter, ein intimer Kenner dieser Problematik in vielen ehemaligen militärischen Anlagen, wies darauf hin, dass das Munitionsdepot nach wie vor im Rüstungsaltlastenverzeichnis des Bundesumweltministeriums enthalten sei. Ein Untersuchungsbericht zu den „Rüstungsaltlastenverdachtsstandorte in Bayern“ des bayerischen Umweltministeriums listet für die „Luft-Munitionsanstalt 2/VII Schierling“ neun Verdachtsfälle auf, die von einer „nicht lokalisierbaren Munitionsvergrabungsstelle“ bis hin zu (Bomben-)Sprengplätzen und „Neutralisierungsgruben“ (z.B. mit dem US-Foto von 1946 über die „Neutralisierung“ einer mit dem Nervengiftgas Tabun gefüllten Bombe) innerhalb und außerhalb des Depotgeländes reichen. Für den SPD-Ortsverein ist das Anlass genug zur Forderung, die Fakten auf den Tisch zu legen und nichts „unter den Tisch zu kehren.

 

Programm für die Gemeinde Schierling

 2014 - 2020 und darüberhinaus

Aus dem Sitzungssaal

10.07.2018:

Antrag der SPD-Fraktion zur Bildung eines Arbeitskreises für das "Schierlinger Echo"

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02.07.2018:

Antrag der SPD-Fraktion zur Organisation und Durchführung erweiterter Bürgerbeteiligung

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19.04.2018:

Antrag der SPD-Fraktion zum Bau einer öffentlichen Toilettenanlage am Park&Ride-Platz am Bahnhof Eggmühl

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18.04.2018:

Antrag der SPD-Fraktion zur Übernahme des Leitfadens zur Durchführung von Bürger-informationsveranstaltungen und Bürgerbeteiligungsverfahren

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10.04.2018:

SPD-Haushaltsrede 2018

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19.06.2017:

Antrag der SPD-Fraktion zur Erstellung einer Satzung für Ehrungen durch die Gemeinde

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04.04.2017:

Antrag der SPD-Fraktion zur Auflösung des Kommunalunternehmens

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04.04.2017:

SPD-Haushaltsrede 2017

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14.06.2016:

Antrag der SPD-Fraktion zur Einrichtung eines Soforthilfefonds

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14.06.2016:

Antrag der SPD-Fraktion zur Nutzung des „Kommunalen Förderprogramms für mehr bezahlbaren Wohnraum"

"Kommunales Förderprogramm für mehr bezahlbaren Wohnraum" der Bayerischen Staatsregierung

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13.06.2016:

Antrag der SPD-Fraktion zur Verkehrsberuhigung

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26.04.2016:

SPD-Haushaltsrede 2016

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10.03.2016:

Zum Thema "Subsidiarität"...

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23.02.2016:

Beschlussvorlage "Anträge der SPD" öffentliche MGR-Sitzung am 23.02.2016

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12.02.2016:

Antrag der SPD-Fraktion zur Förderung des Tourismus

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10.02.2016:

Antrag der SPD-Fraktion zur Einführung eines Ermäßigungspasses für Bedürftige

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09.02.2016:

Antrag der SPD-Fraktion zur Einhaltung von Bebauungsplänen

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09.02.2016:

Antrag der SPD-Fraktion zur einheitlichen Kostenerstattung

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24.10.2015:

Antrag der SPD-Fraktion zur Klärung der formalen Grundlagen zum Betreiben der Bücherei

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24.09.2015:

Anfrage der SPD-Fraktion bezüglich der Büchereifinanzierung

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24.09.2015:

Antrag der SPD-Fraktion zur Einrichtung einer öffentlichen Toilette

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11.06.2015:

Antrag der SPD-Fraktion zur Erstellung eines Gutachtens über LTE-Standorte

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09.05.2015:

 

Antrag der SPD-Fraktion zur Unterstützung des Gemeinsamen Positionspapiers

 

Gemeinsames Positionspapier zu internationalen Handelsabkommen und kommunalen Dienstleistungen

 

Factsheet

Dürfen Kommunen sich zu Freihandelsabkommen äußern?

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28.04.2015:

SPD-Haushaltsrede 2015

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07.04.2015:

Antrag der SPD-Fraktion zur Familienfreundlichkeit

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27.01.2015:

Nebengebäude
Altes Schulhaus

20.09.2019:

Antrag für nachhaltige Auftragsvergabe

Kommentare zum Gesche-hen vor Ort und in der Welt

13.12.2016:
Weihnachtsansprache
der SPD-Fraktion

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15.12.2015:
Weihnachtsansprache
der SPD-Fraktion

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16.12.2014:
Weihnachtsansprache
der SPD-Fraktion

"Mei Draam"

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27.11.2014:

Bürgerversammlung Buchhausen

Kommunalpolitik aktuell: "Nachnutzung MUNA"

Projektentwurf
Rhododendronpark
Blühende Bunkerwelten"
www.hobbie-rhodo.de
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Projektentwurf
Bürgerpark eG
Mensch und Natur"
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Projektentwurf
SILVA PARADISUS
Waldparadies"

Kommunalpolitik aktuell: "Pilgerweg VIA NOVA"

VIA NOVA

Europäischer Pilger- und Friedensweg

Spirituelle Wegweisung für die Zukunft und eine große Chance für den naturnahen Nah- und Ferntourismus im Großen und Kleinen Labertal, z.B.

VIA NOVA

Weichenstellung für sanften Tourismus im Labertal

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VIA NOVA

europäischer Friedensweg mit Schlachtfeldrundweg um Eggmühl anno 1809

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VIA NOVA

Radl-Tour auf Niedermünsterrundweg

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VIA NOVA

Zeitreise document Niedermünster


Die Marktgemeinde Schierling ist nach einstimmigen Beschluss des Marktgemeinderates vom 29. März 2011 auf Antrag der SPD-Fraktion offizielle VIA NOVA-Gemeinde


www.pilgerweg-vianova.eu

Energiewende im Labertal

Wechseln Sie jetzt zu einem zertifizierten Ökostromanbieter.

Wir helfen ihnen gerne!

=> zum Vertragsangebot

Aktionsreihe AK Labertal "Zivilcourage zeigen"

Vortragsreihe im Rahmen der Historischen Themennachmittage:

"Der kleine Widerstand im Labertal"

27.03.2011: Langquaid

29.05.2011: Geiselhöring

16.10.2011: Rottenburg

22.04.2012: Straubing

28.10.2012: Schierling

 

SPD-Mandatsträger


Ismail Ertug, MdEP
Ihr Europaabgeordneter für die Oberpfalz u. Niederbayern
 
www.ertug.eu
 
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Marianne Schieder, MdB
Ihre Bundestagsabgeordnete für Stadt und Landkreis Regensburg
 
www.marianne-schieder.de
 
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Margit Wild, MdL
Ihre Landtagsabgeordnete für Stadt und Landkreis Regensburg
 
www.margitwild.de

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125 Jahre BayernSPD:

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100 gute Gründe gegen Atomkraft:

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Zitate:


"Die CSU steht vor einem Scherbenhaufen, weil sie versucht hat, mit bewusster Irreführung das Volk hinters Licht zu führen."

 

Christian Ude, SPD-Spitzenkandidat und Oberbürgermeister von München, zur Pkw-Maut in seiner Rede beim Gillamoos 2013 im niederbayerischen Abensberg.


Buch-Tipp der SPD Schierling:

Von Sozialdemokraten gelesen - von Sozialdemokraten empfohlen:


"Macht und Missbrauch" Franz Josef Strauß und seine Nachfolger

Aufzeichnungen eines Ministerialbeamten

von Wilhelm Schlötterer, erschienen im Fackelträger-Verlag

Foto:

Friedrich-Ebert-Stiftung, Bonn

 

"Dr. Wilhelm Schlötterer, ein ehemals leitender Steuerbeamter in Bayern, beschreibt in dem Buch seinen couragierten Kampf für Recht und Gesetz und gegen ein menschenverachtendes System, dass die CSU in Bayern über viele Jahre hinweg skrupellos ausbaute. Beginnend von Franz Josef Strauß, der in seiner Besessenheit nach Macht und Gier sich selbst zum Gesetz erhob, über seine Nachfolger Max Streibl und Edmund Stoiber bis in die heutigen Tage hinein entlarvt Schlötterer schonungslos die hässliche Fratze der CSU und setzt einen eindrucksvollen Schlussstrich unter der Legendenbildung um diese angeblich christlich-sozialen Partei.

Der Autor schildert das weit verbreitete Mitläufertum innerhalb der CSU, das die Missachtung der Rechtsstaatlichkeit und Demokratie sowie die schamlose Selbstbedienung mithilfe des Staatsapparates erst möglich machte.

Für seine standhafte Haltung und seine gelebte Zivilcourage gebührt Wilhelm Schlötterer höchste Anerkennung. Für uns soll dieses Buch Mahnung und Auftrag zugleich sein, diesem Missbrauch der Macht mit allen Mitteln der Demokratie konsequent entgegen zu treten."

 

Armin Buchner

SPD-Ortsverein Schierling