"Von der DSAP zur Seliger-Gemeinde - die sudetendeutschen Sozialdemokraten" - Ausstellungseröffnung in Rottenburg

Veröffentlicht am 28.05.2012 in Veranstaltungen

v.l.: Gustav Roth-Sippl (Bundesvorstandsmitglied der Seliger-Gemeinde), Otto Ullrich, Verwaltungsleiter LA.KUmed Johann Butz, MdL Christa Naaß, Ruth Müller (SPD-Kreisvorsitzende Landshut), Sigrid Leneis (stellvertretende Landesvorsitzende sudetendeutsche Landsmannschaft), Rainer Pasta (Sprecher SPD AK Labertal) vor der Tafel mit den Informationen zu Volkmar Gabert.

Ausstellungseröffnung in der Schlossklinik Rottenburg
Vertriebenenpolitische Sprecherin der SPD im Bayerischen Landtag, MdL Christa Naaß: "Diese Geschichte muss weiter erzählt werden."

Mit „Yesterday“ von den Beatles stimmte Peter Schmid die Besucher, passend zum historischen Thema der Ausstellung „Die sudetendeutschen Sozialdemokraten“, in den Räumen der Schlossklinik Rottenburg ein. Gekommen waren neben vielen SPD-Mitgliedern aus dem Einzugsgebiet des SPD-AK Labertal unter anderem auch Sigrid Leneis, die stellvertretende Landesvorsitzende der Sudetendeutschen Landsmannschaft und Otto Ulrich aus Landshut, ein langjähriger Freund Volkmar Gaberts, der bis zu seinem Tod 2003 der am längsten amtierende Bundesvorsitzende der Seliger-Gemeinde war.

Johann Butz, Verwaltungsleiter von LA.KUmed begrüßte die Gäste im Kaisersaal und freute sich, dass für den Landkreis Landshut die Schlossklinik Rottenburg ausgewählt wurde, diese Ausstellung zu zeigen, die erstmals in Niederbayern präsentiert und in der Region Labertal gezeigt wird. In das Konzept „Kultur in der Schlossklinik“ passe die Ausstellung sehr gut und werde sicher von den Gästen und Patienten der geriatrischen Einrichtung besucht. Er selbst habe bereits mit Interesse die Tafeln gelesen, habe er doch über seine Mutter auch sudetendeutsche Wurzeln. „Aus der eigenen Familie, die aus dem Kreis Jauernick kam, kenne ich viele dieser Schicksale“, so Butz.

In ihrer Einführung erinnerte die Kreisvorsitzende der SPD, Ruth Müller daran, dass das Schicksal „Verfolgung und Vertreibung – Flucht und neue Heimat“ auch heute vielen Menschen auf unserer Welt nicht erspart bleibe. Im Landkreis Landshut könne man das im Moment hautnah erleben, wenn die Asylbewerber in den Gemeinden ankommen. Sie waren monate- oder wochenlang unterwegs, mussten ihre Heimat verlassen und seien in der Hoffnung auf ein Leben in Frieden und Freiheit losgezogen.
„Frieden und Freiheit – diese Begriffe kannte die Jugend in Europa in den Jahren der Nazidiktatur gar nicht mehr. Die Menschen waren froh, wenn sie mit dem nackten Leben davon kamen. Und auch sie machten sich auf den Weg in eine neue Welt, verließen ihre Wurzeln und versuchten, sich woanders ein neues Leben aufzubauen“, so Müller. Mit dieser Ausstellung wolle man dazu beitragen, an die Leistung derer zu erinnern, die nicht gerne und nicht freiwillig kamen und die doch unsere Region durch ihre Kultur, durch ihre Sprache und ihre Religion mitgeprägt hätten.

Die vertriebenenpolitische Sprecherin der SPD im Bayerischen Landtag, MdL Christa Naaß erinnerte an die Beweggründe, diese Ausstellung zu konzipieren: die Gründung der DSAP im Jahr 1909 und den 60. Geburtstag der Seligergemeinde 2011. Die Ausstellung und der Katalog, der die 40 Tafeln dokumentiert, seien wertvolle Schätze der Erinnerung und eine umfangreiche Darstellung der Geschichte der sozialdemokratischen Arbeiterbewegung, die sich gegen den Nationalsozialismus und für Völkerverständigung gestellt hat, so Naaß.

Diese Geschichte müsse weiter erzählt werden, weil sie weiterwirken müsse. Darin stecken zeitlose Botschaften, die auch heute wieder zeitgemäß seien: Internationale Solidarität, Antimilitarismus, Antinationalismus, Demokratie und Freiheit und das Recht auf Heimat.

Vor über 60 Jahren waren rund acht Millionen Deutsche aus den ehemaligen Ostgebieten in den westlichen Besatzungszonen angekommen. Sie hatten nicht nur Hab und Gut, sondern auch die Heimat und die Würde verloren und leben unter schwierigsten Bedingungen in überfüllten Lagern. 1960 lebten allein im Landkreis Landshut lebten 9.500 Flüchtlinge und Vertriebene, von damals 39.600 Einwohnern. Unter den 47.200 Einwohnern der Stadt Landshut waren 11.500 Vertriebene. Das sei eine gewaltige Herausforderung an Politik und Gesellschaft gewesen, so MdL Christa Naaß. Das dies so gut geglückt sei, müsse im Nachhinein als „Wunder“ bezeichnet werden. Zu dem vielgelobten Begriff des „Wirtschaftswunders“ sei das „Wunder der Integration“ hinzugekommen.

Gustav Roth-Sippl vom Bundesvorstand der Seliger-Gemeinde bedankte sich bei den Initiatoren der Ausstellung und bei der Landtagsabgeordneten für die interessante Einführung. Er weiß auf den Ausstellungskatalog hin, der ebenfalls zweisprachig alle 40 Tafeln beschreibt und zum Preis von zwölf Euro an der Pforte erworben werden kann.

Die Ausstellung ist bis 10. Juni tagsüber im 1. Stock der Schlossklinik zu besichtigen, ab 11. Juni ist die nächste Station der Ausstellungsreihe das Kreiskrankenhaus in Mallersdorf.

 

Programm für die Gemeinde Schierling

 2014 - 2020 und darüberhinaus

Aus dem Sitzungssaal

10.07.2018:

Antrag der SPD-Fraktion zur Bildung eines Arbeitskreises für das "Schierlinger Echo"

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02.07.2018:

Antrag der SPD-Fraktion zur Organisation und Durchführung erweiterter Bürgerbeteiligung

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19.04.2018:

Antrag der SPD-Fraktion zum Bau einer öffentlichen Toilettenanlage am Park&Ride-Platz am Bahnhof Eggmühl

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18.04.2018:

Antrag der SPD-Fraktion zur Übernahme des Leitfadens zur Durchführung von Bürger-informationsveranstaltungen und Bürgerbeteiligungsverfahren

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10.04.2018:

SPD-Haushaltsrede 2018

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19.06.2017:

Antrag der SPD-Fraktion zur Erstellung einer Satzung für Ehrungen durch die Gemeinde

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04.04.2017:

Antrag der SPD-Fraktion zur Auflösung des Kommunalunternehmens

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04.04.2017:

SPD-Haushaltsrede 2017

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14.06.2016:

Antrag der SPD-Fraktion zur Einrichtung eines Soforthilfefonds

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14.06.2016:

Antrag der SPD-Fraktion zur Nutzung des „Kommunalen Förderprogramms für mehr bezahlbaren Wohnraum"

"Kommunales Förderprogramm für mehr bezahlbaren Wohnraum" der Bayerischen Staatsregierung

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13.06.2016:

Antrag der SPD-Fraktion zur Verkehrsberuhigung

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26.04.2016:

SPD-Haushaltsrede 2016

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10.03.2016:

Zum Thema "Subsidiarität"...

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23.02.2016:

Beschlussvorlage "Anträge der SPD" öffentliche MGR-Sitzung am 23.02.2016

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12.02.2016:

Antrag der SPD-Fraktion zur Förderung des Tourismus

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10.02.2016:

Antrag der SPD-Fraktion zur Einführung eines Ermäßigungspasses für Bedürftige

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09.02.2016:

Antrag der SPD-Fraktion zur Einhaltung von Bebauungsplänen

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09.02.2016:

Antrag der SPD-Fraktion zur einheitlichen Kostenerstattung

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24.10.2015:

Antrag der SPD-Fraktion zur Klärung der formalen Grundlagen zum Betreiben der Bücherei

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24.09.2015:

Anfrage der SPD-Fraktion bezüglich der Büchereifinanzierung

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24.09.2015:

Antrag der SPD-Fraktion zur Einrichtung einer öffentlichen Toilette

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11.06.2015:

Antrag der SPD-Fraktion zur Erstellung eines Gutachtens über LTE-Standorte

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09.05.2015:

 

Antrag der SPD-Fraktion zur Unterstützung des Gemeinsamen Positionspapiers

 

Gemeinsames Positionspapier zu internationalen Handelsabkommen und kommunalen Dienstleistungen

 

Factsheet

Dürfen Kommunen sich zu Freihandelsabkommen äußern?

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28.04.2015:

SPD-Haushaltsrede 2015

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07.04.2015:

Antrag der SPD-Fraktion zur Familienfreundlichkeit

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27.01.2015:

Nebengebäude
Altes Schulhaus

20.09.2019:

Antrag für nachhaltige Auftragsvergabe

Kommentare zum Gesche-hen vor Ort und in der Welt

13.12.2016:
Weihnachtsansprache
der SPD-Fraktion

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15.12.2015:
Weihnachtsansprache
der SPD-Fraktion

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16.12.2014:
Weihnachtsansprache
der SPD-Fraktion

"Mei Draam"

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27.11.2014:

Bürgerversammlung Buchhausen

Kommunalpolitik aktuell: "Nachnutzung MUNA"

Projektentwurf
Rhododendronpark
Blühende Bunkerwelten"
www.hobbie-rhodo.de
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Projektentwurf
Bürgerpark eG
Mensch und Natur"
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Projektentwurf
SILVA PARADISUS
Waldparadies"

Kommunalpolitik aktuell: "Pilgerweg VIA NOVA"

VIA NOVA

Europäischer Pilger- und Friedensweg

Spirituelle Wegweisung für die Zukunft und eine große Chance für den naturnahen Nah- und Ferntourismus im Großen und Kleinen Labertal, z.B.

VIA NOVA

Weichenstellung für sanften Tourismus im Labertal

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VIA NOVA

europäischer Friedensweg mit Schlachtfeldrundweg um Eggmühl anno 1809

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VIA NOVA

Radl-Tour auf Niedermünsterrundweg

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VIA NOVA

Zeitreise document Niedermünster


Die Marktgemeinde Schierling ist nach einstimmigen Beschluss des Marktgemeinderates vom 29. März 2011 auf Antrag der SPD-Fraktion offizielle VIA NOVA-Gemeinde


www.pilgerweg-vianova.eu

Energiewende im Labertal

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Aktionsreihe AK Labertal "Zivilcourage zeigen"

Vortragsreihe im Rahmen der Historischen Themennachmittage:

"Der kleine Widerstand im Labertal"

27.03.2011: Langquaid

29.05.2011: Geiselhöring

16.10.2011: Rottenburg

22.04.2012: Straubing

28.10.2012: Schierling

 

SPD-Mandatsträger


Ismail Ertug, MdEP
Ihr Europaabgeordneter für die Oberpfalz u. Niederbayern
 
www.ertug.eu
 
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Marianne Schieder, MdB
Ihre Bundestagsabgeordnete für Stadt und Landkreis Regensburg
 
www.marianne-schieder.de
 
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Margit Wild, MdL
Ihre Landtagsabgeordnete für Stadt und Landkreis Regensburg
 
www.margitwild.de

Gastmitgliedschaft

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125 Jahre BayernSPD:

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100 gute Gründe gegen Atomkraft:

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Zitate:


"Die CSU steht vor einem Scherbenhaufen, weil sie versucht hat, mit bewusster Irreführung das Volk hinters Licht zu führen."

 

Christian Ude, SPD-Spitzenkandidat und Oberbürgermeister von München, zur Pkw-Maut in seiner Rede beim Gillamoos 2013 im niederbayerischen Abensberg.


Buch-Tipp der SPD Schierling:

Von Sozialdemokraten gelesen - von Sozialdemokraten empfohlen:


"Macht und Missbrauch" Franz Josef Strauß und seine Nachfolger

Aufzeichnungen eines Ministerialbeamten

von Wilhelm Schlötterer, erschienen im Fackelträger-Verlag

Foto:

Friedrich-Ebert-Stiftung, Bonn

 

"Dr. Wilhelm Schlötterer, ein ehemals leitender Steuerbeamter in Bayern, beschreibt in dem Buch seinen couragierten Kampf für Recht und Gesetz und gegen ein menschenverachtendes System, dass die CSU in Bayern über viele Jahre hinweg skrupellos ausbaute. Beginnend von Franz Josef Strauß, der in seiner Besessenheit nach Macht und Gier sich selbst zum Gesetz erhob, über seine Nachfolger Max Streibl und Edmund Stoiber bis in die heutigen Tage hinein entlarvt Schlötterer schonungslos die hässliche Fratze der CSU und setzt einen eindrucksvollen Schlussstrich unter der Legendenbildung um diese angeblich christlich-sozialen Partei.

Der Autor schildert das weit verbreitete Mitläufertum innerhalb der CSU, das die Missachtung der Rechtsstaatlichkeit und Demokratie sowie die schamlose Selbstbedienung mithilfe des Staatsapparates erst möglich machte.

Für seine standhafte Haltung und seine gelebte Zivilcourage gebührt Wilhelm Schlötterer höchste Anerkennung. Für uns soll dieses Buch Mahnung und Auftrag zugleich sein, diesem Missbrauch der Macht mit allen Mitteln der Demokratie konsequent entgegen zu treten."

 

Armin Buchner

SPD-Ortsverein Schierling